Erfolgsgeschichte Twitter

Thursday, 7. January 2010 14:45

Einmal mehr bin ich via das Blog von Martin Hofmann (Danke!) auf ein interessantes Video gestossen, diesmal zum Thema Twitter. Ausgestrahlt vom Schweizer Fernsehen in der Sendung 10vor10 vom 22. Dezember 2009.

Thema: Web2.0 | Kommentare (0)

Wochenartikel 11: Werden Lehrerstudierende unterschätzt?

Monday, 4. January 2010 12:06

Klusmann, U., Trautwein, U., Lüdkte, O., Kunter, M. & Baumert, J. (2009). Eingangsvoraussetzungen beim Studienbeginn. Werden Lehramtsstudierende unterschätzt? Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 23 (3-4), 265-278.

«In öffentlichen Diskussionen über den Berufsstand der Lehrkräfte wird häufig die Annahme formuliert, dass sich für diesen Beruf Personen mit ungünstigen kognitiven und psychosozialen Merkmalen entschieden, was dazu führe, dass ein Teil der Lehrkräfte seine beruflichen Aufgaben nicht erfolgreich erfüllen könne» (Klusmann et al., 2009, 265). Die Ergebnisse der Studie von Klusmann et al. aus Deutschland zeigen jedoch, dass sich die These einer generellen Negativ-Selektion nicht bestätigen lässt. Werden jedoch die zukünftigen Lehrkräfte getrennt nach Schulart betrachtet (Gymnasium vs. Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschullehrkräfte), findet sich eine negative Binnenselektion in Form von niedrigeren kognitiven Eingangsvoraussetzungen bei den zukünftigen Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschullehrkräften im Vergleich zu den zukünftigen Gymnasiallehrkräften (S. 265).

Die Datengrundlage für diese Untersuchung bildete die Studie “Transformation des Sekundarschulsystems und akademische Karrieren” (TOSCA), welche am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung durchgeführt wurde. 4730 Abiturientinnen und Abiturienten aus Baden-Württemberg wurden zwei Jahre lang in ihrer beruflichen und psychosozialen Entwicklung begleitet, wobei 2314 auch bei der letzten Befragung noch dabei waren. Für 1756 lagen sodann vollständige Angaben vor, wovon 328 davon das Studium des Lehramtes aufnahmen und 1418 an einer Universität ein Fachstudium absolvierten. Von den 328 Lehramtsstudierenden konnten 209 den Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschullehrkräften (GHRS) zugeteilt werden und 119 den Gymnasiallehrkräften.

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Thema: Forschung, Lehrer/-innenbildung, Schule | Kommentare (0)

100 Sekunden Wissen: Die Nullerjahre

Wednesday, 30. December 2009 6:39

Am 31.12.2009 geht ein Jahrzehnt zu Ende. Man nennt es die «Nullerjahre». Ein Ausdruck, der uns noch schwer über die Lippen geht – anders als zum Beispiel die 30er-Jahre oder die 80er-Jahre. 100 Sekunden Wissen – von Hansjörg Schultz.

Zum hören hier oder aufs Bild klicken!

Thema: Diverses | Kommentare (0)

Wochenartikel 10: Mentoring dialogues

Saturday, 26. December 2009 16:02

Hennissen, P., Crasborn, F., Brouwer, N., Korthagen, F. & Bergen, T. (2009). Uncovering contents of mentor teachers’ interactive cognitions during mentoring dialogues. Teaching and Teacher Education, 26, 207-214.

In ihrem soeben erschienenen Artikel beschreiben Hennissen et al. zwei Studien, in welchen sie Gespräche zwischen Praxislehrpersonen und zukünftigen Lehrpersonen analysierten. Ausgehend von folgendem Zitat von Bullough und Draper (2004) «In teacher education, the availability of effective guidance by and cooperation with a mentor teacher is an essential condition for student teachers’ learning at the workplace» kommen die Autoren zum Schluss, dass für die Betreuungspraxis die Gespräche zwischen den Praxislehrpersonen und den Lehrerstudierenden sehr wichtig sind. «Through their dialogues with student teachers, mentor teachers have a considerable influence on how and what student teachers learn» (Feinman-Nemser, 2000; Glickman & Bey, 1990). Jedoch liege der Fokus bei solchen Gesprächen nach Hennissen et al. mehr darauf, wie Lehrerstudierende unterrichteten als darauf, dass die Lehrerstudierenden selber Lernende sind. Wenn nun die Studierenden als Lernende gefördert werden sollen, dann bräuchten die Praxislehrpersonen dazu auch spezifische Kommunikationsstrategien.

Um den Gebrauch solcher “Kommunikationsstrategien” (supervisory skills) zu fördern, führten die Autoren zwei Studien mithilfe der Methode des “stimulated recalls” durch: «Firstly, with eight participants, an instrument was developed to categorize contents of interactive cognitions. Secondly, with 30 participants, the instrument was applied to uncover contents of mentor teachers’ interactive cognitions, before and after training supervisory skills» (p. 207).

Was ist mit “interactive cognitions” gemeint?

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Thema: Lehrer/-innenbildung, Schule, Unterrichtscoaching | Kommentare (0)

Skype im Klassenzimmer

Friday, 25. December 2009 9:54

Wie sagt man so schön zu dieser Art Blogpostings: Me too ;-)

Via Martin Hofmanns “nextgenerations learning blog“, welcher das Video im Blog Inititative D21 von René Scheppler gefunden hat, nun auch im Bildungsfutter: Skype im Klassenzimmer, der Einsatz von Videotelefonie zur Kommunikation mit anderen Schulklassen.

Thema: Medienpädagogik, Schule, Technik | Kommentare (0)

Online-Lernjournal der Universität Potsdam

Saturday, 12. December 2009 6:59

Via e-teaching.org stiess ich auf eine neue frei verfügbare Software für ein Online-Lerntagebuch der Universität Potsdam, welche von Prof. Dr. Joachim Ludwig entwickelt wurde. Sie bedarf – so der Entwickler – keiner Einarbeitung und sei selbsterklärend.

In der Ankündigung auf e-teaching.org kann folgendes nachgelesen werden:

Das Online-Lerntagebuch ist eine frei nutzbare Software, die begleitend zu Präsenzlehrveranstaltungen eingesetzt werden kann. In ihren Tagebucheinträgen beantworten die Studierenden von den Lehrenden gestellte Fragen. Dies bringt sie dazu, ihren Lernprozess zu reflektieren, bietet ihnen aber auch die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit denen ihrer Kommilitonen zu vergleichen. So entstehen mit Hilfe der Kommentarfunktion kooperative und selbstgestaltete Lernzusammenhänge. Lehrende können die Bearbeitungszeit der Studierenden über den Fragenumfang und die Fragenschwierigkeit steuern; erfahrungsgemäß liegt der Zeitbedarf für die Studierenden bei durchschnittlich 5 Minuten pro Frage. Durch die Antworten der Studierenden bekommen die Lehrenden wiederum schnelle Rückmeldungen auf die letzte Sitzung. Das Lerntagebuch ist somit auch eine Evaluationshilfe. Darüber hinaus kann es als Mittel für die Erbringung von Studienleistungen (Creditpoints) dienen.

Hier geht es zum Login der Software und hier können mehr Informationen dazu gesichtet werden.

Im folgenden Video erläutert Prof. Ludwig das Online-Lerntagebuch:

Online-Lerntagebuch als Unterstützungsmedium für Lehr-Lernverhältnisse. Ein Interview mit dem Entwickler Prof. Dr. Ludwig from AG eLEARNING on Vimeo.

Und nachfolgend ein Video zur Nutzung des Instrumentes:

Online-Lerntagebuch als Unterstützungsmedium für Lehr-Lernverhältnisse. Screencast zur Nutzungsweise des Online-Lerntagebuchs from AG eLEARNING on Vimeo.

Thema: Didaktik, Hochschullehre, Medienpädagogik | Kommentare (2)

Mehr Ehre für die Lehre

Saturday, 14. November 2009 15:48

Ein Video des Stifterverbandes zur Konferenz “Mehr Ehre für die Lehre” vom November 2008 thematisiert die Sicht der Lehrenden an Universitäten und Fachhochschulen des 21. Jahrhunderts:

In diesem Zusammenhang werden – nicht nur vom Stifterverband – auch immer öfter Preise für “gute” Lehre vergeben. So wird auch an der Universität Zürich wiederum ab dem 20. November 2009 eine Online-Umfrage gestartet, bei welcher sämtliche immatrikulierten Studierenden die beste Dozentin oder den besten Dozenten wählen können. Wie immer wird dies nicht global erfragt, sondern es wird eine Perspektive beleuchtet: Dieses Mal soll diejenige Person gewählt werden, welche es schafft, mit den Studierenden den ergiebigsten “Lerndialog” zu führen.

Für den Lehrpreis 2010 steht der Schwerpunkt «Lerndialog» im Zentrum, denn Lehren und Lernen sind auch soziale Prozesse. Der Austausch zwischen Dozierenden und Studierenden, als auch unter Studierenden, ist ein zentraler Bestandteil universitärer Bildung. So kann sich ein Lerndialog beispielsweise als Interaktion in Lehrveranstaltungen, bei der Verwendung interaktiver Lernmedien oder auch als Rückmeldungen auf studentische Leistungen (Projekte, Referate, Prüfungen, …) etablieren.

So go and vote – die Umfrage für die Studierenden der Universität Zürich startet am 20. November 2009!

Thema: Bildung, Didaktik, Hochschullehre, Universität | Kommentare (0)

Lernkulturen an Hochschulen

Tuesday, 10. November 2009 5:23

Per Zufall stiess ich auf einen neuen Forschungsschwerpunkt des Institutes für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen:

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts “Lernkulturen an Hochschulen” bearbeiten am Institut für Wirtschaftspädagogik drei DoktorandInnen (Jenny Dommen, Thema: Prüfungskulturen an Hochschulen; Anja Gebhardt, Thema: Entwicklung eines Inventars zur Erfassung von Lernkulturen an Hochschulen und  Tobias Jenert, Thema: Studienprogramme gestalten?! Zum Einfluss der Gestaltung von Studienkontexten auf die Studienorganisation) Forschungsfragen im Themenbereich Lernen und Lehren an der Hochschule. Gefördert werden die Projekte durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Rahmen des Pro*Doc-Programms.

Mit Interesse las ich das diesen drei Arbeiten zugrunde liegende Verständnis von Lernkulturen an Hochschulen (Download hier) mit dem Zusatztitel: Theoretische Überlegungen zur Betrachtung studentischen Lernens unter individueller, pädagogischer und organisatorischer Perspektive. Das Ziel des Artikels beschreibt die Autorenschaft so, dass es um eine konzeptuelle Begriffsbestimmung des Konstrukts Lernkulturen an Hochschulen geht, das einerseits umfassenden Charakter besitzt und andererseits den spezifischen Gegebenheiten des Lernortes Hochschule Rechnung trägt (vgl. ebd., S.5). Dies alles basierend auf dem Hintergrund, dass sich in verschiedenen Bereichen des Bildungssystems ein Wandel der Lernkulturen vollzieht resp. die Schaffung neuer Lernkulturen gefordert wird (vgl. dazu die Schlagworte wie “Kompetenz- und Outputorientierung” oder “Shift from Teaching to Learning”.

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Thema: Bildung, Forschung, Hochschullehre, Universität | Kommentare (6)

100 Sekunden Wissen: John Dewey

Monday, 26. October 2009 1:29

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Wieder einmal ein pädagogischer 100-Sekunden-Beitrag von Radio DRS 2!

Zum Anhören aufs Bild klicken!

Vor 150 Jahren, am 20. Oktober 1859, kam im amerikanischen Vermont John Dewey zur Welt. Der spätere Pädagoge und Philosoph erlebte die Folgen des amerikanischen Bürgerkrieges, das Auf und Ab zwischen Wohlstand und Rezession, sowie die beiden Weltkriege und den Aufschwung danach. In seinen pädagogischen Prinzipien stellte er das Lernen über strenge Lehrpläne und wandte sich gegen autoritäre Methoden. 100 Sekunden Wissen – von Angelika Schett.

Doch hören Sie selbst!

Thema: Bildung, Didaktik | Kommentare (0)

Werden künftige Lehrpersonen allein gelassen?

Sunday, 25. October 2009 3:26

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Dass zukünftige Lehrpersonen allein gelassen werden, sagt Frau Susanne Klatten in einem Gespräch mit der ZEIT, in welchem sie gemeinsam mit Wolfgang Herrmann (Präsident der TU München) und Manfred Prenzel (Bildungsforscher und Dekan der neuen Fakultät) interviewt wurde.
© Michael Herdlein für DIE ZEIT

Für Frau Klatten, welche die Gründung dieser neuen Fakultät für die Lehrer/-innenbildung finanziell unterstützt ist klar, dass Lehramtsstudierende an den Universitäten kein richtiges “Zuhause” haben. Zwar seien sie an Fakultäten ihrer Fachwissenschaft “angedockt”, diese interessieren sich aber nicht sonderlich für sie. Zudem ziehe sich die Pädagogik nicht wie ein roter Faden durch deren Studium, denn im Vordergrund stehe die Fachausbildung. Auch Herrmann doppelt nach: Bei uns pendelten die Studierenden mit gespaltener Identität zwischen zwei Fakultäten, die sie nicht mehr als ihre Studierenden angesehen haben.

So koordiniert die neue Fakultät der TU München, die School of Education, mit den Fachfakultäten wie Elektronik und Physik und entwickelt ein eigenes Forschungsprogramm im Bereich der Bildungsforschung. Denn: Ohne eigene Forschungsprogrammatik wird laut Herrmann eine Fakultät nicht anerkannt.

Dass nun Manfred Prenzel, nach sechs Jahren als deutscher Pisa-Chef nun Dekan dieser neuen Fakultät wird hängt damit zusammen, dass er nach eigenen Worten mit PISA vorwiegend Bericht erstattet habe und nun die Chance locke, zum Kern vorzudringen, etwas Neues zu schaffen und die Schulen besser zu machen.

Hier der ganze Interview!

Manfred Prenzel stellte übrigens in seinem Referat an der SGL | SGBF-Jahrestagung 2009 “Von der Unterrichtsforschung zur Exzellenz in der Lehrerbildung” (Abstract) u.a. diese neue Fakultät ebenfalls vor. Er gliederte sein Referat damals in die vier Bereiche:

  1. Gegenstand und Zweck der Unterrichtsforschung
  2. Wissen über Unterricht und Lehrkräfte
  3. Herausforderungen für die Lehrerbildung
  4. Perspektiven

Beim letzten Punkt stellte er die neue Fakultät der TU München vor und versuchte aufzuzeigen, wie er sich diese neue Fakultät vorstellt, diese Ausführungen gründeten auf den drei vorangehenden Bereiche.

Weitere Links:

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