Archiv für die Kategorie » Bildung «

13 | 02 | 2016

Heuristik bedeutet…

NZZ Campus stellt in loser Folge Video-Casts online zum Thema:

Hättest du’s gewusst?

Es gibt Begriffe, die begegnen einem laufend, ob man nun Betriebswirtschaft oder Philosophie studiert. Mit der Kamera haben wir den Test gemacht und bei Studierenden nachgefragt, was sie unter den jeweiligen Begriffen verstehen.

Dasjenige vom 9. Februar dreht sich um den Begriff „Heuristik“:

In fast jedem Studiengang wird einem der Begriff um die Ohren gehauen. Doch was genau bedeutet Heuristik schon wieder? Wir haben uns an den Universitäten Zürich, Bern und Basel umgehört und Definitionen gesammelt.

 

Heuristik bedeutet … NZZ Campus – Studium, Karriere, Hochs from Kathrin Futter on Vimeo.

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13 | 01 | 2016

Buchtipp 16: Zum Start bereit?

Mit gebührender Verspätung, dafür umso sehnlicher erwartet… lag gestern der Herausgeberband von Oser, F., Biedermann, H., Brühwiler C. & Steinemann. S. (2015). Zum Start bereit? Vertiefende Analysen aus TEDS-M zur schweizerischen Lehrerbildung im internationalen Vergleich. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich in meinem Briefkasten.

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Wie gut sind angehende Lehrkräfte auf die Berufstätigkeit vorbereitet? Am Beispiel Mathematik werden neben theoretischen Überlegungen zur Wirksamkeit der Lehrerbildung zentrale Ergebnisse zum fachlichen und fachdidaktischen Wissen, zu Überzeugungen sowie zur Motivation am Ende der Lehrerausbildung nachgezeichnet. Ebenfalls werden Befunde zu den Lerngelegenheiten der Studierenden, aber auch zu Unterschieden zwischen (deutsch-)schweizerischen Institutionen aufgezeigt.

Hier bereits einmal das Inhaltsverzeichnis. Gelesen – ehrlicherweise erst angelesen – habe ich Kapitel 9 von Samuel Krattenmacher und Sibylle Steinmann: Viel Praxiserfahrung, wenig Reflexion: Praxiserfahrung von Studierenden an Deutschweizer Lehrerbildungsinstitutionen. Interessanterweise ist die Primar- als auch Sekundarstufe der Deutschweiz sehr tief platziert bezüglich dem Theorie-Praxis-Bezug. Dieser wurde gemessen mit einer Skala bestehend aus acht Items zur Frage: Wie oft wurde bisher in Ihren Praktika von Ihnen verlangt, die folgenden Dinge zu tun?“ (z.B. Nachweisen, dass sie die Unterrichtsmethoden anwenden können, die Sie in Ihren Ausbildungsveranstaltungen gelernt haben“; „Strategien entwickeln, um über Ihr berufliches Wissen nachzudenken“ etc.). Die Autoren folgern, dass es im schulpraktischen  Alltag der Deutschschweizer Lehrerausbildung eher um die individuelle Entwicklung während des Praxiseinsatzes geht bei der die Kontrollfunktion eine viel geringere Rolle in der Ausbildung spielt (vgl. ebd., S. 266). Sie fügen an derselben Stelle auch an, dass möglicherweise in der Deutschweiz eine besondere Art der Reflexionskultur herrscht, wobei in anderen Ländern vielleicht mehr dokumentiert würde, was in der Praxisausbildung gelernt oder ausprobiert wurde, als dies bei uns der Fall sei (vgl. ebd.). Weiter schreiben die Autoren, dass rund die Hälfte der befragten Studierenden (Primar = 936; Sekundar = 141) aller Pädagogischer Hochschulen der Deutschschweiz angeben, nie oder selten Aspekte der Theorieverbindung wie z.B. Lehrmethoden beobachten etc. praktiziert zu haben. Zudem würden Reflexionsstrategien in geringem Masse in der berufspraktischen Ausbildung angewendet, da dies von den entsprechenden Institutionen nicht eingefordert würde (vgl. ebd., S. 266). Die Autoren schliessen, dass eine intensivere Kommunikation zwischen den Institutionen und den Praxislehrpersonen wünschenswert wäre, da diese den inhaltlichen Abgleich stärken würde und somit die Kohärenz von Lerninhalten gewährleisten könnte (vgl. ebd., S. 267). Sie halten aber auch fest, dass der Vergleich der erfassten Daten innerhalb der Deutschweiz beträchtliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ausbildungsgängen und Institutionen aufzeigt und es bezüglich der von der EDK gewünschten Harmonisierung im Bereich der schulpraktischen Ausbildung angehender Lehrpersonen noch einiges zu tun gäbe (vgl. ebd., S. 267).

 

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20 | 12 | 2015

Buchtipp 15: Die Pädagogische Hochschule gestalten

Am 17. Dezember 2015 wurde Walter Bircher (Rektor der PH Zürich) altershalber offiziell verabschiedet. Es war eine gelungen Feier! Nebst vielen anderen Abschiedsgeschenken wurde auch eine Festschrift verfasst, welche ich mittlerweile mit grossem Interesse gelesen habe.

Hier der Klappentext:

Wie lassen sich Hochschulen realisieren? Mit der Etablierung von Pädagogischen Hochschulen und dem neu formulierten „vierfachen Leistungsauftrag“ an die Einrichtungen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung stellen sich einige Herausforderungen: Wie gestaltet sich das Verhältnis von lokalem Bezug und internationaler Ausrichtung? Wie lässt sich eine Balance finden zwischen Kooperation und Konkurrenz mit anderen Hochschulen? Wie strukturiert sich die Hochschule, wie stehen Disziplin-, Professions- und Leistungsbereichsorientierung zueinander?

Die Diskussion um das Selbstverständnis als Hochschule ist für den Typus „Pädagogische Hochschule“ nach wie vor präsent, wie die einzelnen Beiträge zeigen:

  • Tremp, Peter: Hochschule realisieren – zur Einleitung
  • Schärer, Hans-Rudolf: Einen neuen Hochschultypus gestalten – Anmerkungen zur Entwicklung und zur Besonderheit der Pädagogischen Hochschulen in der schweizerischen Hochschullandschaft
  • Pruss, Michael: „Unique Selling Point“ der Pädagogischen Hochschulen – Zur Bedeutung der Fachdidaktik
  • Brändli, Sebastian: Pädagogische Hochschulen und ihre Standorte – Die Lehrerbildung als Teil des Zürcher Schmelztiegels
  • Brunner, Ivo: Trinationale Herausforderungen in der Pädagog/-innenbildung – Errichtung einer Bildungswissenschaftlichen Universität Voralberg als regionaler Lösungsansatz
  • Keller, Hans-Jürg: Bologna als Einstiegshilfe in die nationale und internationale Hochschullandschaft
  • Rhyn, Heinz & Leutwyler, Bruno: Kooperation und Diskurs fördern – Zwanzig Jahre Forum Lehrerinnen- und Lehrerbildung
  • Hoffmann-Ocon, Andreas & Hardegger-Rathgeb, Elisabeth: Die SGL als Mitgestalterin Pädgogischer Hochschulen – Dynamiken und Grenzen verbandspädagogischer Debatten durch Kongresse und fachinterne Arbeitsgruppen
  • Fäh, Barbara: Pädagogische Hochschule – vor allem der Lehre verpflichtet? Über die Bedeutung des Leistungsbereichs Ausbildung an Pädagogischen Hochschulen
  • Suter, Alois & Tremp, Peter: Angekommen, aber noch nicht am Ziel – Weiterbildung und Forschung als neue Leistungsbereiche in den Institutionen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung
  • Meier, Roger: Verwaltung zwischen Support, Rahmensetzung und Eigenleben
  • Tremp, Peter & Thaler, Reto: „Eine solche berufliche Laufbahn lässt sich nicht im Voraus planen“ – Ein Gespräch mit Walter Bircher

Alle Beiträge sind lesenswert! Wirklich! Vor allem dann, wenn einen die Gestaltung von Pädagogischen Hochschulen interessiert. Es ist ein breites Spektrum, welches geboten wird und die unterschiedlichen Zugänge als auch Sichtweisen kommen klar und zum Teil auch pointiert zur Geltung. So schreibt zum Beispiel Sebastian Brändli zur Regionalisierung als Ordnungsprinzip, dass der Aufbau von regionalen Fachhochschulen wenigstens in einzelnen Konstallationen der Schweiz zu regionalen Lösungen geführt habe und fügt das Beispiel der PH FHNW als gelungene Regionalisierung an, wohingegen er die kleinen Pädagogischen Hochschulen der Zentralschweiz als „unterkritisch“ bezeichnet… (vgl. S. 100). Zu klein um eine Hochschule zu sein? Er schliesst seinen Beitrag mit dem Ausblick auf das Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG), welches mittels Akkreditierung die Hochschulen berechtigt, ihre Bezeichnungen zu führen und auch entsprechende Titel zu vergeben.

Eher den internationalen, als den kantonalen Blick nimmt Hans-Jürg Keller ein und führt aus, dass die „nationale und internationale Vernetzung“ von Anfang an ein wesentliches Markenzeichen der PH Zürich war. Vor allem die Mobilität der Studierenden wurde – und wird noch immer – stark gefördert und es konnten viele Partnerschaften mit Hochschulen auch im aussereuropäischen Raum aufgebaut werden. Davon profitieren nicht nur Studierende, sondern auch Dozierende. Er bilanziert, dass sich die PH Zürich, dank der Bologna-Reform, relativ schnell und gut in der Hochschullandschaft platzieren konnte und dass die sich daraus ergebenden Themen nach wie vor Kernthemen der PHZH sind.

Quelle:

Tremp, P. & Thaler, R. (2015). (Hrsg.). Die Pädagogische Hochschule gestalten. Festschrift für Walter Bircher. Bern: hep.

 

 

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05 | 10 | 2015

Einstieg in den Lehpersonenberuf gelingt gut

Am 2. Oktober 2015 wurde von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich folgende Medienmitteilung verfasst:

Die Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich wird von den ehemaligen Studierenden positiv beurteilt. Der anspruchsvolle Übergang vom Studium in die Berufspraxis gelingt den jungen Lehrpersonen gut. Dies zeigt die Befragung von Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern an der Zürcher Volksschule.
Zum zweiten Mal wurde im Auftrag der Bildungsdirektion eine Umfrage bei Absolventinnen und Absolventen der PH Zürich durchgeführt. Die Ergebnisse sind erneut erfreulich. Die Absolventinnen und Absolventen fühlen sich fachlich gut gerüstet und auf das Unterrichten gut vorbereitet.
Seit der letzten Befragung vor drei Jahren wurden die berufspraktischen Teile der Ausbildung an der PH Zürich markant erweitert. Dieser stärkere Praxisbezug kommt bei den Studierenden gut an. Die Studie weist zudem nach, dass die jungen Lehrpersonen ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen in der Phase des Berufseinstiegs nochmals stark erweitern können. Dies zeigt, wie bedeutsam diese erste Phase ist. Mit einer aktiven Unterstützung können die Schulen entscheidend zu einem guten Einstieg der jungen Lehrpersonen in den Lehrerberuf beitragen.

Ich habe den Bericht «Der anspruchsvolle Weg zum Lehrerinnen- und Lehrerberuf. Zweite Befragung von Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger an der Volksschule im Kanton Zürich» gelesen und möchte gerne zwei interessante Stellen wiedergeben. Dass sich insgesamt nur etwa 86 ehemalige Studierende an der Umfrage beteiligt haben von den 222 kontaktierten Lehrpersonen, ist natürlich sehr schade.

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28 | 07 | 2015

Bildung in den Medien

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Fremdsprachenunterricht – Lehrplan 21 – Lehrberuf – Sparpolitik – Berufszufriedenheit – Gewalt an Schulen – Sexualkundeunterricht – Politische Bildung – Schulschrift – Sponsoring an Schulen … Die Liste mit Bildungsthemen, über die in den Medien berichtet wird, ist lang. Eine grosse Auswahl an Pressestimmen können in der Rubrik «Bildung in den Medien» abgerufen und nachgelesen (Online-Redaktion des LCH, Newsletter vom 28.7.2015)

 

Diesen Dienst des LCH (Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz) finde ich äusserst wertvoll. Besten Dank für den Service!

Und hier geht’s zum Dienst 🙂

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06 | 07 | 2015

Buchtipp 13: Mentoring for Learning „Climbing the Mountain“

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Es ist etwas ruhig geworden beim Bildungsfutter… nicht, dass es nichts zu berichten gäbe, aber wie so alle Projekte, braucht auch ein Blog Pflege und Zeit und diese steht nicht immer in demselben Ausmass zur Verfügung. Jetzt habe ich aber gerade ein Buch „quergelesen“, welches sich als Buchtipp eignet:

Tillema, H., van der Westhuizen, G. & Smith, K. (Eds.). (2015). Mentoring for Learning „Climbing the Mountain“. Rotterdam Sense Publisher.

 

Zuerst einmal der Klappentext:

No doubt, students appreciate the talks they have with their mentors but do they learn from it as well? Conversations can be comforting or confronting, but above all they need to be helpful in the attainment of a higher level of proficiency and understanding. Are you, as a mentor, up to the task of „climbing the mountain“; that is, to attain the goals you have set with your students and create a truly learning conversation? Conversations are a prime tool in a mentoring relationship. Keeping track of the flow and direction of a conversation is a crucial element in mentor professionalism and a condition to ascertain learning will happen. Mentoring for Learning: „Climbing the Mountain“ concentrates on the need to get grip on what happens during a conversation between a mentor and a mentee to enable both mentor and mentee to understand the nature and route of their talks. The book provides tools for the professional development of mentors to conduct learning conversations.

Selbstverständlich habe ich mit sehr grossem Interesse mit Lesen begonnen, nicht nur weil ich gerne Berge besteige, sondern weil ich in meiner Dissertation ja auch sehr viele Mentoring-Dialoge untersucht habe bezogen darauf, ob diese von den Studiererenden (zukünftigen Lehrpersonen) zum Lernen genutzt werden und wie die Mentorinnen und Mentoren (in der Schweiz Praxislehrpersonen genannt), die Besprechungen gestalten.

Das Buch bietet eine Fülle von Texten und ist ein drei Teile gegliedert:

  1. Learning from Mentoring Conversations: Do we?
  2. Mentoring Conversations: A Two Hearted Affair
  3. Mentoring Professional Development – Learning to Become a Good Mentor

Besonders interessiert hat mich das Kapitel von Harm Tillema und Gert van Westhuizen „Mentoring Conversation and Student Teacher Learning“. Hier die Zusammenfassung:

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14 | 05 | 2014

Broschüre «Studying in Switzerland»

Via den CRUS-Newsletter erfahren: Die Broschüre «Studying in Switzerland 2014» wurde dieses Jahr erstmals gemeinsam von allen drei Hochschulrektorenkonferenzen im Namen von swissuniversities erstellt und publiziert. Seit Ende April 2014 kann sie als PDF-Datei heruntergeladen werden.higher education

 

 

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21 | 02 | 2014

Der Wiki-Weg des Lernens

 

cover-219x300Via den Newsletter des Medienpädagogik-Praxis-Blogs bin ich auf ein neues Herausgeberwerk von Michele Notari und Beat Döbeli Honegger gestossen: Der Wiki-Weg des Lernens.

Das Buch kann hier online gelesen, als PDF heruntergeladen oder natürlich auch als gedruckte Ausgabe gekauft werden.

 

Im Buch wird zum Einen das Wiki-Prinzip erläutert und in Bezug zu Lerntheorien gesetzt, vor allem aber finden sich in der Publikation konkrete Einsatzbeispiele aus verschiedenen Schulstufen sowie konkrete Hinweise zum Starten eigener Wiki-Projekte.

Sicher eine spannende Lektüre!

 

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19 | 07 | 2013

Edutags – Social Bookmarking zum Zweiten

 

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Tagging ist nun ja wirklich nicht mehr neu und „social tagging“ auch nicht. Trotzdem möchte ich auf ein Edutags-Webinar des Deutschen Bildungsserver hinweisen, welches auch als Aufzeichnung nachträglich angesehen werden kann.

 

Die erste Aufzeichnung erfolgte Ende Juni 2013 und es hat nochmals drei Termine (Freitag, 19.7.2013 – 14:00 Uhr; Montag, 12.8.2013 – 15:00 Uhr; Dienstag, 17.9.2013 – 16:00 Uhr), welche als Webinar besucht werden können. Speziell an Edutags ist die eigene Plattform, mit derer Hilfe uch mit Studierenden Lesezeichen gesammelt werden können. Diese wurde schon früher entwickelt (ich berichtete damals in einem eigenen Blogposting) und scheint mittlerweile etabliert(er) zu sein. Zum Ansehen / Hören des Webinars HIER klicken.

Selber benutze ich jedoch nicht Edutags für meine individuelle Sammlung, sondern habe die ganz wichtigen Lesezeichen nach wie vor im Browser in Ordnern abgelegt und synchronisiere sie zwischen den Rechnern und auch auf das iPhone/iPad mit xmarks. Das funktioniert bestens und so bin ich an denjenigen Geräten, die ich hauptsächlich brauche, gut ausgerüstet. Für das „Tagging“ von Seiten, welche mir gerade sonst so „unterkommen“ benutze ich Diigo und bin damit ebenfalls sehr zufrieden. Delicious wäre auch eine gute Alternative. Bei der Recherche, ob Edutags auch bei Schweizer Lehrpersonen eine Möglichkeit darstellt, stiess ich auf einen Blogbeitrag von Hans-Peter Füllmann „Lernwelten“, welcher ziemlich genau und unabhängig von mir, ein ähnliches Blogposting verfasst hat (vgl. Social Bookmarking – Angebot auf Deutsch).

 

 

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25 | 06 | 2013

Wo lernen Studierende?

Via einen Tweet von Kerstin Mayrberger stiess ich auf die HIS-Pressemitteilung zur Publikation «HIS:Forum Hochschule 7|2013» welche sich mit der Frage des Selbststudiums befasst  resp. wo Studierende lernen.

Gute Rahmenbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches und effizientes Studium. Dies betrifft nicht nur die Bedingungen in der Lehre, sondern gilt auch für das Selbststudium als elementarem Bestandteil des Studiums. Wie Studierende ihr Selbststudium zeitlich und räumlich organisieren und welche Rolle die Hochschule als Lernort spielt, ist empirisch bisher wenig erforscht.

Eine neue Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) liefert auf der Grundlage einer Befragung von Studierenden erstmals belastbare Erkenntnisse. Wo lernen Studierende? Wo und in welchem Umfang betreiben sie ihr Selbststudium? Wo möchten sie vorzugsweise lernen? Welche Faktoren beeinflussen die Wahl des Lernortes?

Dadurch wird es den Hochschulen möglich ihren Bedarf an Arbeitsplätzen für Studierende realistisch zu kalkulieren und, wo mein Wunsch, auch Antworten auf Fragen der Gestaltung des Selbststudiums zu finden. Interessant scheint mir schon einmal der Befund, dass Studierende an Universitäten durchschnittlich etwa 34,5 Stunden für ihr Studium aufwenden, wobei 16,5 Stunden  auf den Besuch von Lehrveranstaltungen entfallen und 18 Stunden in das Selbststudium investiert werden (also die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, die Lektüre von Fachliteratur, das Verfassen von Studien- und Abschlussarbeiten, die Prüfungsvorbereitung u. Ä.). An den Fachhochschulen ist das Verhältnis umgekehrt. Besonders intensiv nutzen Studierende der Rechts- und der Ingenieurwissenschaften an Universitäten die Hochschule als Ort des Selbststudiums. An den Universitäten ist der Aufwand für das Selbststudium – mit Ausnahme der Agrarwissenschaften
und der Medizin – höher als für Lehrveranstaltungen. Den höchsten Zeitaufwand für das Studium an den Fachhochschulen erbringen die Studierenden der Agrarwissenschaften mit 38,4 Stunden/Woche, das niedrigste Zeitbudget findet sich bei den Sozialwissenschaften mit 29,8 Stunden/Woche.

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Wen die gesamte Publikation interessiert, kann sie sich hier herunteladen.

 

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