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19 | 08 | 2014

Online-Eignungstest für Lehrpersonen

Ob jemand für den Lehrerberuf geeignet ist, lässt sich häufig erst dann feststellen, wenn die Person vor einer Klasse steht und die Wirkungen des Unterrichtshandelns sich auch im Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler manifestieren. An den meisten Pädagogischen Hochschulen wird denn auch das erste Studienjahr genutzt, um die Eignung der zukünftigen Lehrpersonen zu überprüfen. Nun gibt es von der Ludwig-Maximilians-Universität in München “SeLF” einen Selbsterkundungstest für Studierende [Hinweis via unterricht.educa.ch – News, 17. Juli 2014 08:48 by carola.androwski@educa.ch].

SeLFDas frei zugängliche Online-Beratungsangebot des Münchener Zentrums für Lehrerbildung der Ludwig-Maximilians-Universität gibt Studieninteressierten am Lehrerberuf, Berufs- beratenden und Lehrenden die Möglichkeit, mit Hilfe von Filmen und Zusatzmaterial ihre Eignung für den Beruf zu testen.

Die Eignungsreflexion umfasst drei Schritte:

  • 1. Schritt: Einzelne Filme nach Interesse auswählen, um sich anschaulich zu informieren.
  • 2. Schritt: Im Anschluss an den jeweiligen Film zu drei Fragen Stellung nehmen, um die eigene Haltung zu reflektieren.
  • 3. Schritt: Feedback dazu lesen und über die persönliche Eignung für den Lehrerberuf weiter nachdenken.

Anhand von drei Fragen – die im Anschluss an die 16 ca. 3-minütigen Filmsequenzen beantworten werden können – kann “getestet” werden, was Lehrpersonen alles tun und ob dies den eigenen Vorstellungen entspricht.

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15 | 05 | 2014

Wochenartikel 16: Einstellungen von Mentorinnen und Mentoren

Alexander Gröschner und Janina Häusler haben einen Beitrag mit dem Titel “Inwiefern sagen berufsbezogene Erfahrungen und individuelle Einstellungen von Mentorinnen und Mentoren die Lernbegleitung von Lehramtsstudierenden im Praktikum voraus?” im Buch „Schulpraktika in der Lehrerbildung“ (vgl. diesen Blogeintrag) veröffentlicht. In ihrer Studie untersuchten sie, über welche Einstellungen Mentor/-innen (in diesem Fall Praxislehrpersonen) gegenüber der Mentorentätigkeit und dem beruflichen Umfeld verfügen, die Lehrerstudierende während eines Praxissemesters an der Schule betreuen und unterstützen und inwiefern diese mit ihren Angaben zur Lernbegleitung (Betreuungszeit, Unterstützung) zusammenhängen. Hierzu wurden Daten von 129 Praxislehrpersonen erhoben. Nebst den Korrelationen hätte mich persönlich noch interessiert, welchen Einfluss die Einstellungen auf die Qualität der Lernbegleitung oder auf das Lernen der Studierenden hatten. Ob diesbezüglich ebenfalls Daten vorliegen, weiss ich jedoch nicht.

Erhoben wurden die Einstellungen der Praxislehrpersonen mittels Skalen zur Innovationsbereitschaft, Berufszufriedenheit, dem persönlichen Gewinn aus der Mentoring-Beziehung durch die Eröffnung neuer Perspektiven und dem persönlichen Gewinn durch Reflexion & Weiterentwicklung. In Deutschland werden (im Gegensatz zur Schweiz) Praxislehrpersonen nur sehr rudimentär auf ihre neue Rolle vorbereitet. Auf dieser Hintergrundfolie betrachtet ist der Befund, dass der persönlichen Gewinn, welcher aus der Betreuung von Lehrerstudierenden abgeleitet wird, eher der Reflexion der eigenen Tätigkeit als dem Erhalt neuer fachlicher bzw. pädagogischer Perspektiven dient (vgl. S. 328) zu verstehen, welcher auf den ersten Blick erstaunt und auch nicht im Einklang mit bisherigen Befunden steht. Neue Perspektiven eröffnen sich Praxislehrpersonen meiner Ansicht nach vor allem auch dann, wenn sie stärker mit der Ausbildungsinstitution verbunden sind und direkt mit aktuellen Erkenntnissen der Lehr-Lernforschung, als auch der Fach- und Allgemeindidaktik in Kontakt kommen.

Dass die Befragten mit ihrem Beruf zufrieden sind und die Innovationsbereitschaft im beruflichen Umfeld überdurchschnittlich beurteilt wird zeigt jedoch einmal mehr, dass als Praxislehrpersonen vor allem die stark engagierten und interessierten Lehrpersonen gewonnen werden müssen.

Quelle: Gröschner, A. & Häusler, J. (2014). Inwiefern sagen berufsbezogene Erfahrungen und individuelle Einstellungen von Mentorinnen und Mentoren die Lernbegleitung von Lehramtsstudierenden im Praktikum voraus? In K.-H. Arnold, A. Gröschner & T. Hascher (Eds.), Schulpraktika in der Lehrerbildung: Theoretische Grundlagen, Konzeptionen, Prozesse und Effekte (pp. 315-333). Münster: Waxmann.

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14 | 04 | 2014

Buchtipp 09: Schulpraktika in der Lehrerbildung

SchulpraktikaAnfangs April 2014 erschien im Waxmann-Verlag das Herausgeberwerk von Karl-Heinz Arnold, Alexander Gröschner und Tina Hascher mit dem Titel “Schulpraktika in der Lehrerbildung. Theoretische Grundlagen, Konzeptionen, Prozesse und Effekte”. Der Band kann sowohl als Buch oder auch als E-Book gekauft und natürlich dann – hoffentlich – auch gelesen werden.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert: (1) Grundlagen der schulpraktischen Komponenten der Lehrerbildung, (2) Wirksamkeit von Praktika: Lernerfahrungen und Kompetenzentwicklung und (3) Effekte von Mentoring in Schulpraktika. Das gesamte Inhaltsverzeichnis kann hier heruntergeladen werden.

Hier bereits einmal der Klappentext:

Seit mehr als zwanzig Jahren werden in der tertiären Lehramtsausbildung Schulpraktika reformiert und neuerdings in ihrem zeitlichen Umfang relativ zur Studienzeit vergrößert. Zum Gegenstand reger Forschungsaktivitäten avancierten Schulpraktika jedoch erst im letzten Jahrzehnt. Hiermit werden ein Überblick über das Forschungsfeld (Grundlagen der schulpraktischen Komponenten der Lehrerbildung; Forschungsmethodik) vorgelegt und aktuelle Forschungsergebnisse zu zentralen Aspekten der Wirksamkeit von Praktika und Effekten von Mentoring präsentiert.
In englischsprachigen bzw. deutschsprachigen Beiträgen wird der Forschungsstand in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz sowie den USA aufgezeigt.
Der Band richtet sich an Personen, die in der Lehrerbildung tätig sind, also an Dozent/inn/en in Hochschulen und Seminaren, an Lehrerbildungs­forscher/innen sowie an Fachpersonen in der Bildungsadministration und interessierte Studierende.

Gerne stelle ich in nächster Zeit den einen oder anderen Buchbeitrag hier etwas genauer vor :-)

 

 

 

 

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22 | 11 | 2013

Beste Schule?!

Nachtrag (2.12.13) zum Blogbeitrag vom 22.11.13:

Gerade entdeckte ich, dass die PH Zürich gemeinsam mit der Mercator-Stiftung als auch der Bildungsdirektion und am Projekt beteiligten Schulen, das Projekt “Schulen lernen von Schulen (SLS)” (Laufzeit: fünf Jahre) durchgeführt hat. Dieses ist auf der Projektseite sehr gut dokumentiert und es wurden ebenfalls einzelne Schulen mit innovativen Projekten prämiert. Zudem wurde aber auch darauf geachtet, dass die Projekte nicht nur sichtbar gemacht wurden, sondern auch ein Wissenstransfer stattfinden konnte. Nicht von ungefähr lassen sich unter den prämierten SLS-Schulen (vgl. prämierte Schulen) dieselben vier Schulen, welche auch am 5.12.13 im Final stehen, wiederfinden. Was mir beim SLS-Projekt vor allem gefällt ist, dass die prämierten Schulen sich nicht dadurch auszeichneten, dass

sie die bisherige Praxis hervorragend lebten (“best practice”), sondern dass sie mit ihrem Projekt wichtige Elemente der Vision der Volksschule nach der Umsetzung der Reform (“next practice”) realisierten. Es sollten also nicht zwingend exzellente Schulen ausgezeichnet werden, sondern gute Schulen, die anderen Schulen bei der Umsetzung des Volksschulgesetzes den Weg zeigen konnten (vgl. Abschlussbericht des Projekts, S. 32 f.).

 

Blogbeitrag (22.11.2013):

Im Tages-Anzeiger vom 16. November 2013 war zu lesen, dass am 5. Dezember 2013 in Bern aus 18 Finalistinnen die “beste” Schule gekürt wird.

Zürich – Nach «Musicstar» und «Schweizer des Jahres» gibt es bald eine «Schweizer Schule des Jahres». Am 5. Dezember wird sie im Stade de Suisse in Bern von Ex-Miss Schweiz Christa Rigozzi und Radprofi Fabian Cancellara gekürt. Wissen­schaftler und Schulreformer kopieren also ein TV-Format, um die beste Schweizer Schule ins Rampenlicht zu ­rücken. Es soll eine Schule sein, die zum Vorbild wird, nach dem sich andere richten können. Ein ähnlicher Preis wird seit einigen Jahren auch in Deutschland vergeben. Eine externe Begutachtung ergab dort, dass der Preis einen positiven ­Effekt auf das ganze Schulsystem hatte.

Lanciert hat den Preis das Forum Bildung und die beste Schule erhält 80’000 Schweizer Franken. Interessanterweise wird der Preis von den Lehrerveränden nicht unterstützt, da es nicht möglich sei, eine “beste” Schule zu küren. Vorstellbar sei, “dass man Preise in unterschiedlichen Kategorien vergibt, etwa für gute IT-Konzepte, herausragende Integrations- oder Elternarbeit”, sagt Beat Zemp, Zentralpräsident des Schweizer Lehrerverbandes.

Momenten werden die Schulen bezüglich sechs Kriterien beurteilt:

  • Leistung: Die Schüler sollen besondere Leistungen erbringen – im Vergleich zu Schulen in ähnlichem Umfeld.
  • Vielfalt: Die Schule soll eine Strategie haben, wie sie Schülern unterschiedlicher Herkunft gerecht wird.
  • Unterricht: Die Schule soll praxisorientiertes Lernen ermöglichen und Lernfreude vermitteln.
  • Verantwortung: Die Schule soll mit Projekten die Eigeninitiative fördern.
  • Schulklima: Die Schule soll pädagogisch fruchtbare Beziehungen und einen offenen Umgang nach aussen pflegen.
  • Weiterentwicklung: In der Schule sollen Lehrpersonen voneinander lernen. Es sollen neue Formen der Zusammenarbeit ausprobiert werden.

Aus dem Kanton Zürich stehen vier Schulen im Final. Die Diskussion, ob es möglich sei, die “beste” Schule zu küren erinnert mich daran, dass im Jahre 2007 an Hochschulen und Universitäten erstmals der Preis für die “beste” Lehre vergeben wurde, der “Credit Suisse Award for Best Teaching”. Auch damals stellte sich die Frage, ob es möglich sei, die “beste” Lehre auszuzeichnen? Die UZH wählte ein Verfahren, bei welchem jedes Jahr ein anderer “Schwerpunkt” der Lehre im Zentrum steht. Es wird diejenige Person ausgezeichnet welche es schafft z.B. ihre Studierenden am besten für die Wissenschaft zu begeistern oder am besten betreut etc. Dies würde sich mit der Forderung von Zemp decken.

Wie die Tatsache, dass sich insgesamt nur 100 Schulen um den Preis beworben haben gedeutet werden kann, zeigt sich wohl erst in einer zweiten Runde mit mehr oder weniger Bewerbungen.

 

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26 | 05 | 2013

Masterdiplom für Primarlehrer/-innen?

In der heutigen NZZ am Sonntag (26. Mai 2013) ist zu lesen, dass der Lehrerverband will, dass angehende Primarlehrpersonen künftig einen Master machen sollen. Begründet wird diese höhere Qualifikation mit mehr Attraktivität des Berufs für Männer.

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Zudem reiche die Zeit von heute sechs Semesters nicht, um junge Lehrpersonen auf die gestiegenen Anforderungen im Unterricht vorzubereiten, wobei nicht der theoretische Teil ausgebaut werden soll, sondern vor allem der praktische. «Wir schlagen eine berufsbegleitende Masterstufe vor, welche Praxis und Theorie eng miteinander verknüpft», sagt Zemp. Der Schweizerische Lehrerverband (LCH) sieht als Grund für diese Forderung die zunehmende Komplexität der Aufgaben, mit der sich ein Berufseinsteiger konfrontiert sehen.

Gemeint sind unter anderem Gespräche mit zunehmend anspruchsvollen Eltern, mehr Kinder ohne Deutschkenntnisse, aber auch der Umgang mit Gewalt oder Missbrauchsvorwürfen an Schulen. In der Volksschule seien zunehmend solche Spezialkenntnisse gefragt, schreibt der LCH. Viele Schulen seien darum dazu übergegangen, Expertinnen anzustellen. Gemeint sind etwa Sozialarbeiterinnen, Sprachlehrer für ausländische Kinder und interkulturelle Vermittler. Künftig sollen Lehrer wieder dazu befähigt werden, diese Aufgaben von Anfang an selbst zu übernehmen.

Also primär zwei Gründe werden angeführt: mehr Karrierechancen für Männer und gestiegene Anforderungen. Liest man das Positionspapier des LCH sind die Gründe jedoch noch differenzierter:

  1. Für Lehrpersonen auf der Vorschul- und Primarstufe ist die Grundausbildung nicht ausreichend gewährleistet. Die Abschlusskompetenzen der Pädagogischen Hochschulen sind nicht harmonisiert. Wesentliche Rahmenbedingungen haben sich seit 10 Jahren geändert:
    1. Zunehmende Heerogenität, die Integration, die grösseren Klassen sowie die Reduktion von Halbklassen stellen höchste Anforderungen an Berufsanfänger/-innen bezüglich Klassenführung, Unterrichtsorganisation und Beziehungsgestaltung.
    2. Die Kommunikation mit anspruchsvollen Eltern zählt bei Berufsanfänger/-innen zu den grössten Herausforderungen.
    3. Die Ansprüche an die professionelle Kooperation und Kommunikation innerhalb der geleiteten und interdisziplinär arbeitenden Schulen hat zugenommen.
    4. Die Anforderungen für den Einstieg in die Grundausbildung sind angepasst worden: Eine Fachmatura reicht für einen Direkteinstieg. Quereinstiege sind mit Anrechung von Vorerfahrungen möglich. Die Abschlusskompetenzen für Stufen- und Fächerprofile sind untern den PH noch nicht harmonisiert.
  2. Die Möglichkeiten für eine Fachlaufbahn innerhalb des Berufs sind auf allen Stufen ungenügend ausgebaut. An den Schulen sind zunehmend auch Spezialkenntnisse gefragt.
    1. Für besonders herausfordernde Situationen (Gewaltvorkommnisse, Interventionen bei Missbrauchsverdacht, Kooperation mit dem Umfeld, Unterrichts- und Qualitätsentwicklung, Projektleitung, Kommunikation nach aussen, Praxisausbildung und Coachingn von neu einsteigenden Lehrpersonen etc.) werden an Schulen zunehmend Expertinnen und Experten eingesetzt.
    2. An grossen Schulen benötigt die Schulleitung Unterstützung in der Führung z.B. für Stufenleitungen und Projekte. Es braucht auch Lehrpersonen, welche pädagogische Leitungsfunktionen übernehmen, da in einigen Kantonen auch Schulleitungen ohne Lehrbefähigung angestellt werden können.
    3. Für die Attraktivität und Professionalität eines Berufs sind fachliche Spezialisierungen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung im Beruf wesentlich.
    4. Altrechtliche Diplome müssen als Zugang für zertifizierte Weiterbidlungen an Fachhochschulen wie versprochen dem Bachelorabschluss gleichgestellt sein. Ansonsten sind innerhalb der Arbeitszeit und kostenlos “Passarellen” einzurichten.

Ganz am Schluss des Papiers finden sich dann noch die Forderungen zur Grundausbildung und beruflichen Entwicklung von Lehrpersonen. Einige habe ich hier herausgegriffen:

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26 | 02 | 2013

Buchtipp 07: Kompetenzorientierung im Schulpraktikum

Gerade erschienen (2013) und sehr nah an unseren/meinen eigenen Forschungsinteressen situiert sich die Dissertation von Andreas Bach von der Universität Hildesheim (D):

Bach, A. (2013). Kompetenzentwicklung im Schulpraktikum. Ausmass und Stabilität von Lerneffekten hochschulischer Praxisphasen. Münster: Waxmann.

Adaptierter Auszug aus dem Klappentext: Schulpraktika sind seit jeher ein zentrales Element hochschulischer Lehrerbildung. Sie gelten als Übungs- und Lerngelegenheiten, um berufsspezifische Kompetenzen in einem Anwendungskontext auszubilden. Ob diese Lernwirkungen jedoch tatsächlich erreicht werden, ist – laut Bach – bislang nicht hinreichend empirisch belegt. So untersucht er in seiner Studie mittels linearer Strukturgleichungsmodelle den Lernfortschritt von Studierenden in jenem Kompetenzbereich, der insbesondere in allgemeinen Schulpraktika fokussiert wird: die allgemeindidaktische Kompetenz zur Planung von Unterricht.

Der sorgfältig recherchierte Theorieteil als auch die statistischen Auswertungen überzeugen an dieser Dissertation. Ausgehend vom Versuch der Fassung des Kompetenzbegriffs werden sodann die Kompetenzbereiche  zur Unterrichtsplanung, -durchführung und -analyse ausdifferenziert und die Herausforderungen, welche sich bei deren Messung stellen, dargelegt. Auch vorhandene Studien zum Wissen und Handeln von angehenden Lehrpersonen im Praktikum werden – nebst anderen Teilkapiteln (z.B. Selbstwirksamkeit) – umfassend dargestellt. Die folgenden drei Forschungsfragen stellt sich der Autor:

  1. Wie verläuft die selbsteingeschätzte Kompetenzentwicklung von Studierenden hinsichtlich der allgemeindidaktischen Planungskompetenz in einem vierwöchigen Blockpraktikum? Bleiben die Effekte über einen Zeitraum von drei Monaten stabil (Follog-up-Messung)?
  2. Entwicklung von Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung als persönlichkeitsbezogene Lernwirkung: Wie entwickelt sich die Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung von Studierenden? (Blockpraktikum und Follow-Up)
  3. Welchen Einfluss auf die Kompetenzentwicklung haben (a) schulpädagogisch-didaktisches Wissen, (b) pädagogische Vorerfahrungen, (c) die Qualität der Beziehung zur Praxislehrperson sowie (d) die Lehrer-Selbstwirksamkeitserwartung von Studierenden bzw. in welcher Wechelswirkung stehen diese Bedingungsfaktoren mit der Kompetenzentwicklung?

Interessiert hat mich vor allem Frage 1 und Frage 3 (c), deren Ergebnisse ich nachfolgend kurz berichte.

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13 | 12 | 2012

Innere Tertiarisierung und berufspraktische Ausbildung: eine Standortbestimmung

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, ein Referat zu halten bezüglich der inneren Tertiarisierung der Pädagogischen Hochschulen, mit besonderem Blick auf die Gestaltung der berufspraktischen Ausbildung. Gerne stelle ich die Folien, als auch mein Redemanuskript hier zur Verfügung.

 

 

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19 | 11 | 2012

Teachers’ Training in Environmental Education

Endlich wieder einmal konnte ich Mitte Oktober 2012 für zwei Wochen nach Kenia reisen, um gemeinsam mit meiner Projektleiterin einem Teil der bisher 70 ausgebildeten Lehrpersonen und Schul- leitenden an ca. 50 Schulen an der Küste zwischen Mombasa und Lamu einen Besuch abzustatten (vgl. www.teacher-training-edu.org). Das ganze Jahr 2012 steht unter dem Evaluations-Stern, denn bevor allenfalls wieder neue Lehrpersonen ausgebildet – oder Ehemalige zu einem Fresh-Up eingeladen – werden, möchten wir die Wirksamkeit des Programms (so gut als möglich) überprüfen. Ganz wenig stolz war ich schon, als ich gesehen habe wie initiativ, phantasievoll, engagiert und zum Teil mit einer riesengrossen Portion Enthusiasmus ausgestattet, an einzelnen Schulen Umweltclubs gegründet worden sind und nun mit den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern Projekte initiiert und umgesetzt werden.

Gestartet bin ich – wohl auch mit einem ziemlichen Portion Enthusiasmus – im Jahr 2003, als ich gemeinsam mit Dr. René Haller und einer Biologin das erste Seminar “Teachers’ Training in Environmental Education” im Haller-Park in Mombasa durchführte. Teilgenommen haben fünf Lehrpersonen von zwei Schulen und niemand davon leitet heute noch einen Club… Dafür nahm die spätere kenianische Projektleiterin teil und diese schaffte es, dass wir als wohltätiger Verein (ohne Mitglieder), dafür mit einem engagierten Vorstand, mit einer renommierten Umweltorganisation vor Ort kooperieren können (CORDIO) und unser Programm mittlerweile vom Ministry of Education anerkannt ist.

Die Bedingungen an den einzelnen Schulen könnten unterschiedlicher nicht sein. Zugegeben: Schwierig ist es für alle, jedoch haben einige – vor allem städtische Schulen mit zum Teil 2000 Schüler/-innen und mit wenig Support von Kolleginnen/Kollegen und/oder der Schulleitung – sehr widrige Umstände. Kein Geld, Diebstähle der Zäune um die frisch gesetzten Bäume, Niedertrampeln der Pflanzen durch andere Schüler/-innen etc. Besonders eindringlich schilderte dies mir eine 55-jährige Lehrperson (Jane unten auf dem Bild), welche immer wieder von vorne beginnt und – trotz dieser Demotivierung – nicht aufgibt. Bei anderen Schulen sind die Bedingungen besser, es konnten hunderte von Bäumen gepflanzt und diese mit den Schüler/-innen auch wirklich gepflegt werden.

Natürlich: es gibt auch Schulen, an denen existiert der Club nicht mehr. Versetzte Lehrpersonen, mangelnde Unterstützung, keine Motivation etc. Solche Probleme gibt es mit der Freiwilligenarbeit aber hier auch. Die Lehrpersonen gründen diese “Environmental Clubs” auf eigene Faust, nachdem sie das Seminar besucht haben und die Schüler/-innen (meist 50-80) nehmen einmal wöchentlich nach der Schule daran teil. Es braucht viel Wille und Engagement, um immer dran zu bleiben. Die Begeisterung der Schüler/-innen und die Sinnhaftigkeit des Tuns wirken jedoch bei den meisten verstärkend.

Mehr Informationen zum Programm können hier eingesehen werden und auch auf dem Blog der Projektleiterin auf unserer Webseite, welcher zugegebenermassen etwas aktiver “bedient” werden könnte.

 

 

 

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14 | 03 | 2012

Entscheidungen im Unterricht

Per Zufall stiess ich auf ein Instrument, welches ein ehemaliger Studienkollege von mir (Gaudenz Lügstenmann) für die Weiterbildung von Lehrpersonen an der PH Thurgau entwickelte. Es geht darum, eine “gestellte” Unterrichtssituation auf Video zu betrachten, wobei einige Rahmenbedingungen angegeben werden.

Nach einiger Zeit erscheint ein “Stopp-Signal” und man wird aufgefordert sich zu überlegen, wie man nun reagieren würde als Lehrperson. Falls man dies gerade nicht weiss, gibt es einige Hilfestellungen wie Leitfragen und/oder ein Hörbeispiel. Nach Eintragen der Reaktion kann man sich ein Handlungsfeld zu Disziplin in der Schule herunterladen und wiederum aufgrund von Leitfragen reflektieren, wie sich das eigene Handlungsfeld (z.B. “Strukturen, Werte, Normen” oder “Unterrichtsgestaltung & Klassenführung”) zeigt. Danach kann die vorgängig beschriebene Reaktion bezogen auf die Textlektüre nochmals überdacht und gegebenfalls adaptiert werden.

Ich habe dieses Instrument mit meiner Studierendengruppe an der Pädagogischen Hochschule ausprobiert und obwohl sie ja noch keine eigene Klasse haben, waren die einzelnen Situationen so gut, dass eine rege Diskussion über mögliche und sinnvolle Reaktionen entstand.

Interessiert? Hier geht’s zum Einführungsvideo (aufs Bild klicken).

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24 | 09 | 2011

First impressions…

Seit dem 1. September 2011 arbeite ich nun nicht mehr an der Hochschuldidaktik der Universität Zürich, sondern an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz. Es ist bisher sehr anregend, mit motivierten und engagierten zukünftigen Lehrpersonen zu arbeiten. Etwas Umstellung braucht es noch bezüglich des Alters der Studierenden, sind doch Dozentinnen und Dozenten an der Universität meist älter als die Studierenden an einer Pädagogischen Hochschule. Dafür spüre ich die Begeisterung für den Lehrerberuf hier sehr gut, was toll ist! Etwas anders sind auch die Inhalte, mehr Schule und Unterricht und weniger Forschung und Lehre. Da kann man wieder das “Didaktische Dreieck” und PADUA, KAFKA und SAMBA hervornehmen. Und dass dies nichts mit einer Tanzchoreographie zu tun hat, kann in den Folien nachgelesen werden…

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