Beiträge vom March, 2009

Mittel gegen “faden” Facebookauftritt

Friday, 27. March 2009 5:55

Im Tages-Anzeiger vom 23. März 2009 schrieb Matthias Schüssler folgenden Artikel:facebook.png

Natürlich wollte ich meinen “Auftritt” anpassen: Mein Ziel war, meinen Blog einzubinden:  

Es ist auch möglich, Anwendungen in der linken Spalte, unterhalb des Profilbilds einzublenden. Eine Parade-Anwendung für die linke Spalte ist beispielsweise das «Visual Bookshelf». In diesem Bücherregal stellen Sie Bücher aus, die Sie lesen oder empfehlen. Auch Ihr Blog macht sich an dieser Stelle ausgezeichnet.

Nun – ganz so einfach war dies meiner Ansicht nach nun nicht! Es gelang mir schliesslich (mit Hilfe des E-Experten Caspar Nötzli) mich durch das doch nicht ganz so bedienerfreundliche Facebook-Interface durchzuschlagen und meinen Blog in der linken Spalte zu platzieren. Was dies bringt? Mmh… gute Frage ;-)

Thema: Diverses, Medienpädagogik, Technik | Kommentare (0) | Autor: admin

Den Grundlagen des Lernens auf der Spur

Monday, 23. March 2009 7:36

Beim Lernen spielt das Eiweiss Neurotrypsin eine zentrale Rolle. Forschende der Universität Zürich haben jetzt gezeigt, wie im Zusammenspiel zwischen Neurotrypsin und dem Eiweiss Agrin neue Synapsen entstehen können. Ihre Studie über die biochemischen Grundlagen des Lernens erscheint am 20. März 2009 in der renommierten Wissenschaftszeitschrift «Cell».

Seit längerer Zeit befasst sich die Forschergruppe rund um Peter Sonderegger der Universität Zürich mit den biochemischen Vorgängen des Lernens und des Gedächtnisses. Nun ist es der Forschergruppe gelungen, einen Regulationsmechanismus der synaptischen Plastizität auf biochemischer und struktureller Ebene aufzuklären.

Im gesunden Gehirn führt der Impuls einer aktiven Nervenzelle zur Ausschüttung von Neurotrypsin an den Synapsen. Nur wenn auch die nachfolgende Nervenzelle aktiv ist, kann Neurotrypsin mit einem weiteren Eiweiss, dem Agrin, interagieren und es spalten. [...] Durch die spezifische Kommunikation zweier aktiver Nachbarzellen werden also an der Synapse biochemische und zelluläre Prozesse in Gang gesetzt, die letztendlich zu neuen Synapsen und damit zu einer strukturellen Veränderung der neuronalen Schaltkreise führen können. Das Neurotrypsin-Agrin-System fungiert dabei quasi als «Koinzidenzdetektor», d.h. es wirkt wie ein Sensor, der die zeitgleiche Aktivität zweier verknüpfter Nervenzellen signalisiert. Vermutlich ist dieser Mechanismus besonders wichtig für die Ausbildung und den Unterhalt von Langzeitgedächtnisleistungen.

Ich bin sicher, dass in Zukunft die Pädagogische Psychologie resp. die Kognitionspsychologie sich noch viel stärker mit solchen Resultaten beschäftigen muss!

Originalbeitrag:
Matsumoto-Miyai, K., Sokolowska, E., Zurlinden, A., Gee, C.E., Lüscher, D., Hettwer, S., Wölfel, J., Ladner, AP., Ster, J., Gerber, U., Rülicke, T., Kunz, B. & Sonderegger, P.: Coincident pre- and postsynaptic activation induces dendritic filopodia via neurotrypsin-dependent agrin cleavage. Cell, März 2009  

Thema: Forschung | Kommentare (0) | Autor: admin

Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik | Jahrestagung 2009 | Teil 3

Sunday, 15. March 2009 12:04

Über das Referat von Eva Buff-Keller und Ute Woschnack habe ich bereit hier einmal berichtet. Freundlicherweise haben die beiden mir drei ihrer Folien des gehaltenen Referates “Fachübergreifende Handlungskompetenzen” für das “Bildungsfutter” zur Verfügung gestellt :-)

Es sind die drei Folien, welche sie auch an der Tagung dem Publikum zur Diskussion vorlegten. Da ich die dahinter liegende Fragestellung sehr spannend finde, möchte ich sie in diesem Beitrag nochmals aufgreifen und hoffe, dass sich vielleicht jemand dazu äussert. Es geht darum, mittels welcher Umsetzungsvarianten überfachliche Kompetenzen am besten geschult und gefördert werden können.

Folie 1:

HochschuldidaktikerInnen (HD) arbeiten in einer zentralen Einheit, welche Beratung, Dienstleistungen, Begleitungen etc. anbietet. Auf Wunsch geht man zu den Fachbereichen oder einzelnen Dozierenden oder Studierenden. HD bietet ihre Dienstleistungen aber auch als Programm über verschiedene Kanäle für die Dozierenden, Studierenden und Studiengänge an. 

   

eth1.png

Folie 2:

In jedem Fachbereich, Studiengang, Departement oder Fakultät ist ein(e) HochschuldidaktikerIn vor Ort angestellt (wenn möglich mit Fachhintergrund und Hochschuldidaktischer Ausbildung), welche sich im Fachbereich gut vernetzten und verankern sollte, aber auch regelmässigen Kontakt und Austausch/Absprache mit einer institutionsinternen Hochschuldidaktischen Stelle hat. Diese zentrale Stelle bietet Beratung, Dienstleistungen, Koordination via die HD in den Fachbereichen, sowie strategische Überlegungen für die gesamte Hochschule etc. an. Daneben kann sie für einzelne Dozierenden oder Studierendengruppen auch eigene Dienste anbieten. 

eth2.png

Folie 3:

Ein “Haus der Kompetenzen” in welchem HochschuldidaktikerInnen, Studierende als auch Dozierende “ein und aus” gehen.  

eth3.png

Mir persönlich gefällt die Variante 2 sehr gut, ich stelle mir jedoch vor, dass es schwierig sein wird, solche Institutsinternen Fachpersonen zu finden. Aber wie gesagt: Ich würde mich über andere Meinungsäusserungen sehr freuen!

Thema: Bildung, Didaktik, Hochschullehre, Tagungen | Kommentare (0) | Autor: admin

Besser Lernen im Second Life?

Saturday, 14. March 2009 8:56

 marla-loire-hamburg-2.jpg 

Leider war es mir nicht möglich, live an der Second Life Topic-Veranstaltung des E-Learning Centers der Universität Zürich dabei zu sein, da diese zeitgleich mit der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik stattfand.
Zum Glück kann mittels eines Berichtes von UZH-News nachgelesen werden, was alles an diesem Abend vorgestellt wurde: 

Wir schweben hoch über einer Plattform. Unter uns doziert ein Mann namens Xon Emoto vor einer riesigen Leinwand, auf der seine Präsentation abläuft. Dahinter öffnet sich der Blick aufs Meer, auf dem vereinzelte kleine Inseln zu sehen sind.Tatsächlich sitzen wir jedoch in einem stickigen, mit der Zeit arg überheizten Raum und verfolgen gespannt die oben beschriebene Szene, die mittels Beamer an die Wand projiziert wird. Das Referat ist Teil einer parallelen Veranstaltung, die sowohl in der realen Welt, wie auch in der virtuellen Welt des Second Life stattfindet.  

Besonders faszinierend finde ich folgende Aussage:

Das besondere dabei ist, dass sich bei den Benutzern das Gefühl einstellt, dass sie sich tatsächlich in den virtuellen Räumen begegnen. Immersion nennt sich der Effekt, dessen neuronalen Grundlagen der Neuropsychologe Prof. Lutz Jäncke an der Veranstaltung erläuterte. Insbesondere in der emotionalen Reaktion macht nämlich das menschliche Hirn keinen grossen Unterschied zwischen realer und computergenerierter Welt.  

schweizer-pavillon.jpg

Ricarda Reimer, welche vom E-Learning Center aus den Abend organisierte und selber im Second Life sehr aktiv ist, wünscht sich, dass bald auch an der Universität Zürich Veranstaltungen im Second Life angeboten werden. Einige Institutionen aus Zürich sind schon in SL vertreten, Lehrveranstaltungen der UZH in SL sind jedoch nicht bekannt.

Immer fragen muss man sich jedoch, was genau der “Mehrwert” solcher “Tools” sind. Von Däniken schreibt dazu, dass Second Life auf technischer Ebene Vorteile gegenüber anderen Lernplattformen bietet. «So können zum Beispiel Multimediadateien oder Präsentationen auf einfache Weise eingebunden werden. Oder Veranstaltungen können aufgezeichnet uns nachher als virtuelle «Videos» zur Verfügung gestellt werden».

Und auf didaktischer Ebene? Welche Vorteile bietet Second Life hier? Was oder wie kann im Second Life besser gelernt werden als im realen Leben? Welche Chancen, aber auch welche Herausforderungen oder Risiken bietet diese MUVE (Multi User Virtual Environment)?

Mein Avatar schläft zur Zeit…   

Thema: Bildung, Didaktik, Hochschullehre, Technik | Kommentare (0) | Autor: admin

100 Sekunden Wissen: Comenius

Tuesday, 10. March 2009 5:18

090310_comenius.jpg

Diese 100 Sekunden Wissen sind natürlich ein “MUSS” fürs Bildungsfutter :-)

Zum Anhören aufs Bild klicken!

Thema: Bildung, Didaktik, Schule | Kommentare (0) | Autor: admin

Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik | Jahrestagung 2009 | Teil 2

Sunday, 8. March 2009 13:22

Wie angekündigt, möchte ich gerne noch über andere Beiträge von der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik berichten.
Drei Beiträge widmeten sich dem selbstgesteuerten Lernen resp. der Verbindung von Studium und Praktika.
Silke Weiss von der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik der Universität Freiburg i.Br. hielt einen Vortrag mit dem Titel: Selbstbestimmtes Lernen im Studium – Lernmotivation in reformierten Studiengängen. Sie referierte auf Deci und Ryans Selbstbestimmungstheorie resp. deren drei „basic needs” (Kompetenzerleben, Autonomie und soziale Eingebundenheit) und deren Stufung der Lernmotivation „extrinsisch, introjieziert, identifiziert, intrinsisch”.  Frau Weiss befragte 318 Bachelorstudierende aus verschiedenen Studiengängen als auch Studierende, welche noch nicht in reformierten Studiengängen studierten. Ein für mich spannendes Ergebnis war, dass vor allem im 2. Studienjahr weniger intrinsische Motivation vorhanden war als im ersten und dass beim Selbststudium die Lernmotivation vor allem extrinsisch motiviert war! Da kann man sich wirklich fragen: Weshalb?!

[...]

Thema: Bildung, Forschung, Hochschullehre, Tagungen | Kommentare (0) | Autor: admin

Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik | Jahrestagung 2009 | Teil 1

Wednesday, 4. March 2009 11:44

dghd.png

Vom 2.-4. März 2009 fand in Freiburg i.Br. die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik statt. Das Programm war vielseitig und liess auf interessante Referate und Posters hoffen. Das Thema der Tagung lautete: Studiengangsentwicklung in hochschuldidaktischer Perspektive.

Die erste Keynote wurden von James Wisdom aus England zum Thema: „Learning, assessment and programme design: recent experiences in the UK” gehalten. Die zweite Keynote hielt Gabi Reinmann, welche jedoch leider selber nicht anwesend sein konnte, weshalb ihr Beitrag zum Thema: „Studiengangsentwicklung zwischen Politik und Hochschulforschung” via Videoeinspielung angeboten wurde. Verdankenswerterweise stellt Frau Reinmann ihre Vorträge meist auf ihrem Blog (hier) zur Verfügung :-)

Selber hielt ich ein Referat in der Gruppe: “Forschendes und selbstgesteuertes Lernen” mit folgendem Inhalt:

Verknüpfung von Forschung und Lehre in der studentischen Wahrnehmung
Das Leitbild der Universität Zürich schreibt fest, dass wissenschaftliche Bildung einer universitären Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden bedarf und dass diese Bildung auf selbstständiger Forschung beruht, welche nur durch Personen vermittelt werden kann, die auch selbst Forschung betreiben. Dieser Beitrag untersucht, ob und wie diese „Verknüpfung von Forschung und Lehre” aus Sicht der Studierenden wahrgenommen wird und ob sich diese als Teil der universitären Gemeinschaft sehen. Im Rahmen der Vergabe des Lehrpreises 2009 an der Universität Zürich (Fokuskriterium „Verknüpfung von Forschung und Lehre”), konnte mittels Pretest für die Itemanalyse und der eigentlichen Vollerhebung bei allen eingeschriebenen Bachelorstudierenden, eine ansehnliche Datenbasis gewonnen werden. In diesem Beitrag werden erste Resultate vorgestellt und es wird vor allem auch der Frage nachgegangen, ob die „Verknüpfung von Forschung und Lehre” in der studentischen Wahrnehmung an der Universität vorkommt und wenn ja, wie sich dieses curriculare Prinzip zeigt.

Über die weiteren Beiträge berichte ich demnächst!

Thema: Bildung, Didaktik, Forschung, Hochschullehre, Tagungen | Kommentare (0) | Autor: admin