Beiträge vom August, 2009

EARLI 2009 | Teil 1

Sunday, 30. August 2009 13:18

Die diesjährige EARLI-Konferenz (European Association for Research on Learning and Instruction) fand vom 25.-29. August 2009 in Amsterdam zum Thema: “Fostering Communities of Learners” statt. Über 2000 Teilnehmende waren an der VU University versammelt. Davon waren immerhin ca. 120 aus der Schweiz, was prozentual zur Einwohner/-innenzahl der Schweiz gar nicht so schlecht ist.

Die Tagung war hervorragend organisiert und was mir besonders gefiel, waren einige – zumindest für mich – neue Formate. So gab es neben den gängigen Symposien, Keynotes und Paperpräsentationen auch sogenannte “Roundtables” bei welchen Arbeiten vorgestellt wurden, welche mitten im Prozess sind. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik blieben pro Thema noch fast 45 Minuten um intensiv und in kleinen Gruppen die Fragen der Präsentatorin / des Präsentators zu diskutieren.

Ebenfalls gelungen scheint mir die etwas andere Form der Posterpräsentationen. Waren diese nicht wie sonst üblich alle in einem Raum und man kämpfte sich zu dem Poster durch, das einen interessierte, sondern sie waren thematisch gruppiert, so dass nicht mehr als sechs Poster in einem Raum waren. Nach einer kurzen Sichtung aller Poster wanderte die Gruppe dann geführt von Poster zu Poster und die Ausstellenden hatten fünf Minuten Zeit ihr Poster zu präsentieren. Danach konnte man sich nochmals vertiefter und individuell mit demjenigen Poster auseinandersetzen, welches einen am meisten interessierte. Diese Form ermöglicht es, tatsächlich etwas über die Person, die hinter dem Poster steht zu erfahren und auch einen vertieften Zugang zu den Inhalten zu erhalten und nicht in einem Meer von Menschen und Postern zu “versinken”.

Ein drittes Format waren die Workshops, in welchen man sich 90 Minuten aktiv mit einem Thema, einer Fragestellung oder ganz konkret mit einer neuen Software auseinandersetzen konnte.

Gerne stelle ich nun nachfolgend eine kleine Auswahl der von mir besuchten Veranstaltungen vor. Ich habe mich vor allem auf Themen der Hochschudidaktik und der Lehrer/-innenbildung fokussiert, bin jedoch auch in den einen oder anderen ICT-Veranstanstaltung gesessen. Sowieso hatte ich den Eindruck, aber vielleicht täusche ich mich, dass im Vergleich zu anderen Jahren diesmal viel mehr Sessions zu computer-unterstütztem Lernen und auch zu einigen Web2.0 Applikationen angeboten wurden.Netterweise wurde einem diesmal nicht nur ein Tagungsband ausgeliefert, sondern auf einem USB-Stick auch noch alle Abstracts und Proposals, so dass man sich bestens auf die Referate vor- resp. nachbereiten konnte.

Nun aber zum Inhaltlichen: [...]

Thema: Bildung, Didaktik, Forschung, Hochschullehre, Lehrer/-innenbildung, Medienpädagogik, Schule, Tagungen, Universität, Unterrichtscoaching | Kommentare (0) | Autor: admin

Buchtipp 04: Die formative Beurteilung und ihr Nutzen für die Entwicklung von Lernkompetenz

Sunday, 23. August 2009 13:32

Smit, R. (2009). Die formative Beurteilung und ihr Nutzen für die Entwicklung von Lernkompetenz. Eine empirische Studie in der Sekundarstufe I. Hohengehren: Baltmannsweiler.

Welcher Nutzen zeigt eine formative (lernförderliche) Beurteilung für das Lernen von Schülerinnen und Schülern? So lautet die wichtigste Frage der Dissertation von Robbert Smit. Antworten darauf generiert Smit aus der Evaluation des Projektes Beurteilen+Fördern, das im Kanton Zug (Schweiz) durchgeführt worden ist. So heisst es auf dem Klappentext des Buches weiter:

Zentral ist die Abstimmung des Unterrichts auf eine Beurteilung, welche die Entwicklung von Lernkompetenz unterstützt. Als geeignet zeigen sich insbesondere der offene Unterricht und reflexives Arbeiten mit Lernjournal und Portfolio. Für die Schulentwicklung interessant erweist sich der unterschiedliche Umgang der Lehrpersonen mit Schwierigkeiten wie fehlende Zeit und vorherrschende selektive Notenkultur.

Mit der formativen Beurteilung kann eine Lehrperson jedoch nach Smit den gängigen Zyklus von Lerneinheit, Prüfung, Notenverkündigungsakt, neue Lerneinheit, neue Prüfung, neuer Verkündigungsakt etc. unterbrechen. Mit der formativen Beurteilung kann die Lehrperson Informationen über den momentanen Unterschied zwischen Lernstand und -ziel und den Lernprozess der Schüler/-innen gewinnen. Entsprechend besitzt sie dann eine Grundlage, ihren Unterricht kontinuierlich auf den Lernstand der Schüler/-innen auszurichten. So kann die formative Beurteilung zur Förderung der individuellen Kompetenzen der Schüler/-innen genutzt werden.

Smit untersuchte mittels eines mixed-methods Design in drei Teilstudien folgende Fragestellungen:

  1. Wie zeigen sich Komponenten einer förderorientierten Beurteilung im Unterricht?
  2. Gibt es einen Zusammenhang zwischen förderorientierter Beurteilung und Methoden- sowie Selbstkompetenzen (beides Lernkompetenzen)?
  3. Welche Probleme und Lösungsansätze zur Umsetzung von förderorientierter Beurteilung bestehen in einem solchermassen gestalteten Unterricht?

Als wichtiges Ergebnis konnte Smit zeigen, dass sich die drei Faktoren (“förderorientierte Beurteilung”, “Lernkompetenz fördern” und “Unterricht für förderorientierte Beurteilung”) mittels Strukturgleichungsanalysen in einem Modell darstellen lassen und dass die Faktoren in einem positiven Zusammenhang stehen. Zudem konnte Smit zeigen, dass der Lehrpersonen-Faktor “Unterricht für eine förderorientierte Beurteilung” in einem positiven Zusammenhang zur Selbstkompetenz steht. Dies bedeutet, dass Lehrpersonen, deren Beurteilung förderorientiert ist, die Selbstkompetenz der Lernenden unterstützen, was schnell einleuchtet.

Einen zusätzlichen Erkenntnisgewinn brachte Smit die Anlayse der geführten Interviews: Es existieren offensichtlich auf der Seite der Lehrpersonen unterschiedliche Einstellungen gegenüber der formativen Beurteilung.

Während einige aktiv Lösungen suchen, sind andere teilweise skeptisch eingestellt und bleiben auf halbem Wege in der Umsetzung stecken, was den Erfolg verhindern kann.

Der grösste Widerstand für eine nachhaltige Wirkung der formativen Beurteilung liegt nach Smit in der Notenorientierung, sowohl der Lernenden wie auch der Lehrpersonen. Diese kann meiner Ansicht nach auch schwer unterbrochen werden, solange Noten den schulischen Alltag prägen.

Quelle:
Smit, R. (2009). Die formative Beurteilung und ihr Nutzen für die Entwicklung von Lernkompetenz. Eine empirische Studie in der Sekundarstufe I. Hohengehren: Baltmannsweiler

Thema: Bildung, Forschung, Lehrer/-innenbildung, Schule | Kommentare (0) | Autor: admin

Getting things done (GTD)

Tuesday, 18. August 2009 12:25

Dass To-do-Listen mehr als nur eine Reihe von Notizen auf einem Papierzettel sind, zeigt der Ansatz von David Allen namens GTD (Getting Things Done). Dieser sieht vor, dass man seine Ideen und zu erledigenden Tätigkeiten aus seinem Kopf auf ein geeignetes System auslagert und sich voll auf die Erledigung seiner Aufgaben konzentrieren kann. So nachzulesen in der neuesten Ausgabe der Macwelt (09/09, S. 58).

Als mit verschiedensten Projekten beschäftigte Wissenschaftlerin will ich natürlich möglichst effizient meine GTD bearbeiten und habe mich nach Lektüre des obigen Artikels entschieden die Software “Omnifocus” zu testen. Einige Videotutorials und ein Querlesen des Handbuchs weiter, bin ich etwas schlauer und habe mein Projekte sortiert und in zu bearbeitende Task unterteilt. Zudem mit Anfangs- und Fälligkeitsdatum versehen und – falls sinnvoll – direkt die zu bearbeitenden Dokumente ins Programm eingebunden.

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Soweit so gut. Zeitaufwand für das Kennenlernen des elaborierten Programms und dem Einpflegen meiner Daten: ca. 5 Stunden… Nun hoffe ich doch sehr, dass ich in der verbleibende Zeit mich auch tatsächlich mit der eigentlichen Arbeit beschäftigen kann und dass mir “Omnifocus” diese auch wirklich erleichtert ;-)

Thema: Technik | Kommentare (0) | Autor: admin

Getting started with Second Life

Tuesday, 11. August 2009 1:19

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Via die Newsmeldung von JISC stiess ich auf einen neuen Guide zu Second Life:

The guide has been written by representatives from several projects from within JISC’s recent Users and Innovation programme, which gave project teams the opportunity to work in emergent technology spaces that at the time were the domain of very few in higher education. These included multi user virtual environments such as Second Life.
The guide is aimed at staff who are looking to connect through a virtual world to learning and research activities, this guide should be the first step in any proposed use of Second Life for learning and teaching, providing a step by step approach and a range of guidance in the key areas and issues.

Und hier kann der Guide heruntergeladen werden!

Thema: Hochschullehre, Web2.0 | Kommentare (0) | Autor: admin

100 Sekunden Wissen: MS DOS

Monday, 10. August 2009 9:29

Wieder einmal ein 100 Sekunden Wissen Beitrag von Radio DRS 2, genau das Richtige, um nach der Sommerpause wieder einzusteigen.

Ein PC, der fünf Jahre auf dem Buckel hat, ist heute eine Antiquität. Und was noch weiter zurückliegt als fünf Jahre, ist beim Computer schon fast prähistorisch. Können Sie sich noch an MS-DOS erinnern, das Betriebssystem der achtziger Jahre? Ein Rückblick in 100 Sekunden – von Thomas Weibel.

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Zum hören aufs Bild klicken!

Thema: Diverses, Technik | Kommentare (0) | Autor: admin