Beiträge vom May, 2010

E-Portfolio Tagung

Thursday, 27. May 2010 19:56

Am 19. Mai 2010 fand in Bern eine von der schweizerischen e-learning Community organisierte informelle E-Portfoliotagung statt, da das Thema E-Portfolio in jüngerer Vergangenheit zunehmendes Interesse an Schweizer Hochschulen gewonnen hat (Martin Hofmann berichtete bereits hier). Dem E-Portfolio wird sowohl als didaktisches Instrument als auch für die Organisation persönlicher lebenslanger Lernaktivitäten grosses Potenzial zugeschrieben.

Ein wesentliches Ziel der Veranstaltung ist den Teilnehmern die Möglichkeit zu einem intensiven Informationsaustausch zu bieten.

Es fanden sich über 50 Interessierte ein und insgesamt neun Personen stellten entweder ihre Erfahrungen mit E-Portfolios und/oder technische Aspekte von Softwarelösungen vor. Ich war beeindruckt von der Fülle der Informationen und konnte viel lernen! Die Folien der meisten Inputs können hier heruntergeladen werden.

Im Progamm “Teaching Skills” der Universität Zürich sammelten wir ebenfalls erste Erfahrungen mit einem E-Lehrportfolio und die Absolvent/-innen gestalteten ihre E-Portfolios mit der Software Mahara. Sicher den schwierigsten Teil stellt die “didaktische Reflexion” in einem Lehrportfolio (egal ob “E” oder nicht) dar. Wie Assistierende ihre Lehrtätigkeit beschreiben, reflektieren und evaluieren ist von grosser Bedeutung für ihre Lehrkompetenzentwicklung.

Im Anschluss an die Tagung formierte sich eine SIG um das weitere Vorgehen bezüglich E-Portfolio an Schweizer Hochschulen zu konzipieren. Man kann gespannt sein!

Thema: Didaktik, Hochschullehre, Lehrer/-innenbildung, Tagungen, Universität, Web2.0 | Kommentare (0) | Autor: admin

Friday Lectures | Universität Wien

Friday, 7. May 2010 17:35

Heute hielt ich im Rahmen der Friday Lectures der Universität Wien ein Referat zum Thema “Verknüpfung von Forschung und Lehre in der studentischen Wahrnehmung”.

Im Zentrum der Friday Lectures steht die Auseinandersetzung mit vermeintlichen und echten Problemen sowie mit Vorteilen der Bologna-Studienstrukturreformen. Anliegen der Friday Lectures ist es, Problemstellungen, die auch mit den Studierendenprotesten besondere Aktualität erlangten, aus wissenschaftlicher Perspektive zu reflektieren und interessierte Studierende aktiv in den Diskussionsprozess einzubinden.

In meinem Referat ging es um die Wahrnehmung der Studierenden bezüglich der Verknüpfung von Forschung und Lehre an der Universität Zürich. Dieses “research-based teaching” war der Schwerpunkt bei der Lehrpreisvergabe im Jahr 2009 (vgl. hier). Die Studierenden mussten bei ihrer Wahl begründen, wie genau die von ihnen gewählte Person Forschung und Lehre in ihrer Lehrveranstaltung verknüpft. Mittels Inhaltsanalyse konnten sodann Codes generiert werden und es zeigt sich, dass am meisten Nennungen den Codes “aktuellen Stand der Forschung in die Lehre integrieren”, “Forschungsbeispiele liefern” und “Forschungs-/Fachhintergrund gut erklären” zugeordnet werden konnten.

In der anschliessenden Diskussion mit den Studierenden und den anwesenden Dozierenden und Mitarbeitenden von der Universität Wien wurden vor allem Fragen bezüglich des Nutzens der Einheit von Forschung und Lehre für die Studierenden erörtert. Gerade in der Studieneingangsphase, mit vielen sehr überfüllten Studienprogrammen, seien die Ziele Universität – welche u.a. gerade in der forschungsbasierten Lehre” zu suchen sind – für die Studierenden nicht erlebbar. Denn wenn überfüllte Studienprogramme es unterstützen (so die Aussage einer anwesenden Studentin), dass Studierende möglichst schnell oberflächliche Kenntnisse erlangen, dann sei keine Verknüpfung von Forschung und Lehre möglich, denn diese bedürfe der Zeit, um Fragestellungen sorgfältig zu generieren und Erkenntnisse auch vernetzt zu verarbeiten und mit anderen Studierenden und den Dozierenden zu erörtern.

Dies ist tatsächlich eine besonder Herausforderung der Studieneingangsstufe  – und trotzdem: in den Antworten der Zürcher Studierenden lassen sich Hinweise finden, dass es sehr viele Dozierende schaffen, bei den Studierenden eine Forschungsbegeisterung auszulösen resp. ihnen aufzuzeigen, was den Forschung überhaupt heisst und weshalb an der Univerisät – im Gegensatz zu anderen Bildungsinstitutionen – forschungsorientiert gelehrt werden soll.

Thema: Bildung, Didaktik, Forschung, Hochschullehre, Universität | Kommentare (0) | Autor: admin