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Nachtrag: Die Idee der Universität und ihre Zukunft

Wednesday, 8. July 2009 6:59

Via den folgenden Blogeintrag im e-Denkarium von Prof. Dr. Gabi Reinmann, bin ich auf den Artikel von Holm Tetens aufmerksam gemacht wurden (hier einsehbar), welcher sich ebenfalls Gedanken zur Idee der Universität macht. Ebenfalls deshalb, weil ich hier bereits den von Prof. Dr. U. Herrmann zur Veröffentlichung freigegeben Artikel erwähnt habe.

Tetens umschreibt die “Idee der Universität” folgendermassen:

Wissenschaft versucht systematisch und methodisch zu erkunden (erforschen), was alles Wichtiges in der Welt der Fall ist und warum es der Fall ist. Bei dieser Erforschung der Welt lassen sich die Wissenschaftler durch fünf Ideale anleiten: das Ideal der Wahrheit, das Ideal der Begründung, das Ideal der Erklärung und des Verstehens, das Ideal der Selbstreflexion und das Ideal der Intersubjektivität.

Da die Wissenschaft ihrer Idee nach kein Geheimwissen einer privilegierten Minderheit hervorbringt, müssen – ihrem Ideal nach Intersubjektivität nach – sich wissenschaftliche Resultate auch immer wieder von anderen Forschern nachvollziehen und bestätigen lassen. «Wissen, das sich nicht intersubjektiv mitteilen und intersubjektiv nachprüfen lässt, verwirkt auf Dauer den Anspruch, wissenschaftliches Wissen zu sein» (vgl. Tetens, 2008).

Aus der “Idee der Universität / der Idee der Wissenschaft” folgert Tetens Grundätze, nach denen die beiden Aufgaben der Universitäten, die Forschung und die Lehre, zu organisieren sind.
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Thema: Forschung, Hochschullehre, Universität | Kommentare (0) | Autor: admin

Expertenwissen zur Entwicklung von Hochschule und Wissenschaft

Tuesday, 7. July 2009 2:36

Vom 5. bis 8. Juli findet in Paris die Weltkonferenz zur Hochschulbildung (World Conference on Higher Education) unter dem Titel “Die neue Dynamik in Hochschulbildung und Forschung für sozialen Wandel und Entwicklung” statt. Zu dieser Konferenz hat das Internationale Zentrum für Hochschulforschung der Universität Kassel (INCHER-Kassel) zusammen mit dem UNESCO Forum on Higher Education, Research and Knowledge einen Bericht publiziert, der Expertenwissen zur weltweiten Hochschul- und Wissenschaftsentwicklung versammelt.

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Via Bildungklick erfährt man, dass der Band “Higher Education, Research and Innovation: Changing Dynamics”, herausgegeben von V. Lynn Meek, Ulrich Teichler und Mary- Louise Kearney erschienen ist und bei der UNESCO gedruckt bezogen oder hier als PDF heruntergeladen werden kann.

Der Band verdeutlicht die Dynamik der weltweiten Veränderungen in Hochschule und Forschung. Dabei greift er die zentralen Themen auf, mit denen sich das UNESCO Forum und die in ihm aktiven Experten seit 2001 beschäftigen, und beleuchtet aus einer Meta-Perspektive sowohl den Stand der Forschung als auch die öffentliche Debatte über Hochschule und Wissensproduktion.Die Autorinnen und Autoren geben Einblick in weltweite Dynamiken der Wissensgesellschaft und in die Rolle von Hochschule und Forschung bei der Wissensproduktion, zeigen die wichtigsten Veränderungen in der Wissenslandschaft in den letzten 10 Jahren und deren politische und gesellschaftliche Einflüsse auf, beschreiben die Herausforderungen für wissenschaftliche Forschung besonders in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen und betonen die Notwendigkeit weiterer kontinuierlicher “Forschung über Forschung”. Indem er die wichtigsten Herausforderungen für die Wissensproduktion und -vermittlung in einer globalisierten Welt thematisiert, richtet sich der Band ebenso an politisch Verantwortliche wie an die Wissenschaft.

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Thema: Bildung, Forschung, Hochschullehre, Universität | Kommentare (0) | Autor: admin

Neue Zeitschrift: Lehrerbildung auf dem Prüfstand (LbP)

Thursday, 7. May 2009 6:45

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Obwohl dies bereits die zweite Nummer dieser neuen Zeitschrift zur Lehrer/-innenbildung ist, bin ich erst jetzt darauf gestossen resp. darauf aufmerksam gemacht worden. 

Die Zeitschrift versteht sich als Organ, das die Lehrerbildung im gesamten deutschsprachigen Raum mit Hilfe empirischer Untersuchungen, kritischer Diskurse und Diskussionen begleitet und evaluiert. Das Ziel besteht darin, der Lehrerbildung zu einem hohen Niveau zu verhelfen. Dieses Ziel wird sowohl mit Themenheftenverfolgt, die sich einer bestimmten Thematik widmen, als auch mit Heften, in denen empirische Untersuchungen, historische Diskurse, Perspektiven der Lehrerbildung, Metaanalysen, Buchbesprechungen etc. abgedruckt werden.

Die Zeitschrift Lehrerbildung auf dem Prüfstand (LbP) veröffentlicht Beiträge zu Inhalten der Lehrerbildung.

Die Beiträge sind im Regelfall empirisch orientiert, Beiträge mit grundsätzlichem Charakter sind erwünscht.

 

Sehr erfreulich ist, dass alle Beiträge online abzurufen sind. Nachtrag: Leider nur die Abstracts :-(

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Thema: Forschung, Lehrer/-innenbildung, Schule | Kommentare (0) | Autor: admin

200 Empfehlungen Übergang Mittelschule – Hochschule

Tuesday, 13. January 2009 9:38

Erstmals haben mehr als 130 Dozierende und Mittelschullehrpersonen die Schnittstelle zwischen Mittelschule und Hochschule analysiert. Sie legen über 200 Empfehlungen für einen verbesserten Übergang ins Studium vor. Diese «Expertise der Praxis» haben die Zürcher Kantonsschulen, die ETH Zürich und die Universität Zürich am Dienstag, den 13.1.2009, an einer Medienkonferenz vorgestellt.   

Hier finden sich weitere Informationen und hier der Bericht (aufs Bild klicken)!

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Thema: Bildung, Forschung | Kommentare (0) | Autor: admin

Wochenartikel 01 | Dilemma Lehrerberuf

Monday, 12. January 2009 12:11

Obwohl das “Füttern” meines Blogs für mich eindeutig Passion und keine Pflichtübung ist (vgl. zum Thema “Pflichtübung oder Passion” die Masterarbeit von Tamara Bianco), habe ich mir vorgenommen ca. einmal pro Woche einen Artikel, den ich gelesen habe hier vorzustellen und so kurz als möglich zusammenzufassen.Hier also die Nummer 01:Rothland, M. (2008). Das Dilemma des Lehrerberufs sind … die Lehrer? Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 11 (3), 1-15.

Lehrpersonen gehören zu den Berufsgruppen, die unter besonders viel Belastung leiden.

Solche oder ähnliche Aussagen sind nach Rothland (2008) nicht nur in der Öffentlichkeit oder den Medien anzutreffen, sondern sie dienen auch als Ausgangspunkt sowie als Begründung intensiver Forschungsbemühungen. Dabei wird auch immer wieder argumentiert, dass Lehrpersonen unter diesen Belastungen leiden. Rothland fragt sich nun, ob die Lehrpersonen besonders leiden, weil ihre Belastungen so hoch und zahlreich sind oder weil sie (die Lehrpersonen) – wie in der Öffentlichkeit zum Teil kolportiert – besonders wehleidig sind.Die empirische Forschung kann laut Rothland (2008) kaum Antworten auf diese Frage(n) geben und zwar deshalb, …

…weil die Konzentration auf das subjektive, arbeitsbezogene Empfinden von Lehrerinnen und Lehrern nicht mit der konzeptionellen und forschungspraktischen Konzentration auf personenbezogene Einflussfaktoren und Folgen im Kontext der Lehrerbelastungsforschung übereinstimme (vgl. ebd., S. 3).

Bislang sind die Ergebnisse einer persönlichkeitspsychologisch dominierten Lehrerbelastungsforschung eher einseitig und kritiklos rezipiert worden. Dies bedeutet für Rothland (2008) also, dass Persönlichkeitsmerkmale für die Erklärungen klar im Mittelpunkt stehen, …

… «gefolgt von Untersuchungen zu den individuellen, mittel- und langfristigen Folgen sowie Forschungsarbeiten, welche die subjektive Wahrnehmungen als belastend wahrgenommener Aspekte der Berufstätigkeit über Selbstauskünfte erfassen» (vgl. ebd., S. 4).

So gerät nach Rothland (2008) also nur eine Seite der Medaille in den “forschenden Blick”, während die andere, welche arbeits- und situationsbezogene Aspekte umfasst, systematisch unterbelichtet bleibt. Daraus folgert Rothland (2008), dass das “Dilemma des Lehrerberufes die Lehrer selbst seien” [resp. die Art und Weise wie Lehrpersonenbelastungsforschung betrieben wird, Anmerkung K.F.] und fordert Forschungszugänge, die sich der Erfassung von strukturellen, berufsspezifischer Merkmale des Arbeitsplatzes Schule und des beruflichen Handelns von Lehrerinnen und Lehrern widmen. Dadurch würde erst eine ausgewogene empirische Basis für eine differenzierte Analyse und Interpretation von Personenmerkmalen sowie Arbeits- bzw. Situationsmerkmalen geschaffen werden, die schliesslich in den Versuch einer Integration beider Betrachtungsweisen münden könne.Quelle:Rothland, M. (2008). Das Dilemma des Lehrerberufs sind … die Lehrer?Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 11 (3), 1-15.   

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Thema: Bildung, Forschung, Schule | Kommentare (0) | Autor: admin

PISA-Studie

Wednesday, 3. December 2008 10:37

Einmal mehr möchte ich auf einen 100-Sekunden-Beitrag von Schweizer Radio DRS 2 aufmerksam machen. Diesmal handelt es sich um die PISA-Studie. Doch hören Sie selbst (auf das Bild klicken):

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Mehrere Schweizer Kantone haben die Pisa-Studien von 2006 für sich auswerten lassen. Die Ergebnisse werden jetzt vorgestellt. Was aber hat die Stadt mit dem schiefen Turm mit Bildungspolitik zu tun? Eigentlich gar nichts. 100 Sekunden Wissen – von Katharina Bochsler.

Hier die im Hörbeitrag angesprochen Webseite des Bundes mit den aktuellen Berichten der Kantone:

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Für den Kanton Zürich schrieben Urs Moser und Domenico Angelore den Bericht. Auf S. 6 kann folgendes gelesen werden:

PISA 2006 bestätigte weitgehend die bisherigen Ergebnisse der internationalen Vergleiche in den Jahren 2000 und 2003. Die Schweizer 15-Jährigen gehören in der Mathematik zu den Besten. In den Naturwissenschaften erreichen sie jeweils gute Ergebnisse und am grössten ist ihr Rückstand gegenüber den besten Ländern im Lesen. 

Ab S. 8 kommen dann die Zürcher Leistungen (im Vergleich mit den anderen Kantonen) hervor. Folgende Fragestellungen werden gestellt:

Wie sind die Ergebnisse des Kantons Zürich im nationalen Vergleich zu beurteilen? Wie gross ist der Anteil an Jugendlichen, deren Grundbildung am Ende der obligatorischen Schulbildung ungenügend ist? Wäre das Ergebnis des Kantons Zürich gleich gut, wenn die hohe Quote an Schülerinnen und Schülern in Sonderklassen und Sonderschulen berücksichtigt würde? Sind die Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Kanton Zürich in den letzten Jahren besser geworden? Zeigen sich besondere Stärken oder Schwächen in den einzelnen naturwissenschaftlichen Kompetenz- und Wissensbereichen? 

Wer dies alles wissen will, kann sich hier den gesamten Bericht ansehen.  

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Thema: Bildung, Forschung, Schule | Kommentare (0) | Autor: admin