Tag-Archiv für » Hochschullehre «

Lehrpunkte

Wednesday, 27. May 2009 11:58

Professorinnen und Professoren auf Punktejagd? Teaching Points zu vergeben?

Olaf Winkel, Professor für Public Management an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht, hat laut der Zeit Online vom 14. Mai 2009 ein System entwickelt, mit dem er die Lehre an deutschen Hochschulen verbessern und das Prinzip der Zeitsparkasse ins Positive wenden will.

Ganz neu ist die Idee allerdings nicht, denn auch das Centrum für Hochschulentwicklung  (CHE) hat bereits im Jahre 2005 einen Bericht zu demselben Thema veröffentlicht.

Im Bericht der Zeit online ist zu lesen:

Wer besonders engagiert lehrt, muss künftig weniger lehren. Wer in einem Semester gute Leistungen in der Lehre erbringt, wer zusätzliche Zeit für Seminare und Betreuung von Studenten investiert, kann sich Zeit ansparen und sie im folgenden Semester wieder von seinem Zeitkonto abheben und zum Beispiel in die Forschung investieren. 

Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Ansatz die Qualität der Lehre tatsächlich verbessern kann. Gut lehrt – meiner Ansicht nach – wer ein echtes Interesse am Lernen der Studierenden hat, diese ernst nimmt und ihnen gegenüber auch die eigene Begeisterung für das Fach nahe bringen kann.

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Virtuelle 3D-Welten

Wednesday, 27. May 2009 11:20

Via Ricarda Reimer vom E-Learning Center der Universität Zürich, erfuhr ich von diesem Call, den ich gerne auf meinem Blog platziere:

3dwelten.png

Bereits hier habe ich schon einmal über Second Life resp. die Initiativen von Ricarda Reimer bezüglich des Einsatzes von Second Life in der Hochschullehre berichtet.

Nun geht es um den Call der 7. e-Learning Fachtagung der Gesellschaft für Informatik / LERNEN IM DIGITALEN ZEITALTER zum Thema: Virtuelle Welten “3D-Seminar- und Tagungsorte als internationale und hochschulübergreifende E-Learning-Architekturen”. 

Internationalisierung und Hochschulkooperationen – bieten 3D-Umgebungen neuer Felder? Die Sicherung des internationalen fachwissenschaftlichen Diskurses kann über die Durchführung von Tagungen, Konferenzen und Expert/innen-Gesprächen in Präsenz betrieben werden. Jedoch bieten neuen Technologien Erweiterungen für diese klassischen Treffen an. So finden heutzutage schon einige Fachgespräche über Videoconference-Systeme statt. Eine gänzlich andere Form der Begegnung und des Austausches sind durch Avatare in virtuellen Welten zu erzeugen.

Die Organisator/-innen freuen sich über interessierte Referent/-innen aus sowohl Hochschule oder Wirtschaft und Personen, welche gerne von Ihrem heimischen PC aus – in Second Life – in Berlin mitdiskutieren möchten. Selbstverständlich begrüssen sie auch gerne Referent/-innen vor Ort in Berlin ;-)

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Lehrpreis 2009 | Universität Zürich

Tuesday, 28. April 2009 9:37

Am diesjährigen Dies Academicus der Universität Zürich wurde bereits zum dritten Mal der “Credit Suisse Award of Best Teaching” vergeben. Diesmal stand der Schwerpunkt “Verknüpfung von Forschung und Lehre” im Zentrum. Welcher Dozentin resp. welchem Dozenten gelingt diese Verknüpfung in ihrer / seiner Lehrveranstaltung (es wurden ausschliesslich Bachelorstudierende befragt) am besten?

Diesmal gewinnt eine Frau der Rechtswissenschaftlichen Fakultät – Prof. Dr. Brigitte Tag – den Lehrpreis. Wer wissen möchte, was für sie gute Lehre bedeutet und insbesondere, wie sie es schafft in ihren Veranstaltungen Forschung und Lehre zu verbinden, ist herzlich eingeladen, sich das Interview mit Frau Tag anzusehen.

 tag.jpgInterview mit Prof. Dr. Brigitte Tag

 
Aufnahme: Multimedia and E-Learning Services (MELS, Universität Zürich)
Auftraggeberin: Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik (AfH, Universität Zürich) 

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Studienfachwahl und motivationale Aspekte

Thursday, 2. April 2009 12:39

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Das Bundesamt für Statistik hat eine neue Publikation veröffentlicht: Studienfachwahl und Hochschulwahl: Motivationale Aspekte. 

In der einleitenden Übersicht heisst es: 

Die vorliegende Analyse befasst sich mit einer Auswahl von Motiven, welche für die Studierenden bei der Wahl des Studienfachs und der Wahl der Hochschule retrospektiv von relevanter Bedeutung waren. Studierende zeichnen sich durch eine Reihe von Merkmalen aus, welche sich auf die Motivation bei der Wahl ihres Studienfaches wie auch der Hochschule übertragen. Bestimmte Merkmale favorisieren sowohl die freie Wahl der Hochschule wie auch die freie Wahl des Studienfaches, andere schränken sie eher ein. Die sich dabei abzeichnenden Motivationsmuster lassen sich sehr gut in die bislang in der Literatur bekannten Konzepte einordnen.   

Und weiter unten:

Die Analyse der Motivationslage bei der Wahl des Studienfachs wie auch der Hochschule ergibt eine Auslegeordnung der Motive auf zwei je dichotom ausgerichteten Dimensionen. So können die zur Begründung der Studienwahl angefügten Argumente auf einer Dimension mit den beiden entgegen gesetzten Polen «intrinsisch motiviert» und «extrinsisch motiviert» situiert werden, jene zur Begründung der Hochschulwahl auf einer Dimension mit den Polen «selbstbestimmt» versus «fremdbestimmt».   

Und:

Frauen wählen ihr Studienfach stärker aufgrund intrinsischer Motive als Männer. Bei den extrinsischen Motiven sind die Männer hingegen stärker vertreten als die Frauen. Männer begründen die Wahl ihrer Hochschule eher mit Argumenten, welche Selbstbestimmung und Autonomie ausdrücken, Frauen tun dies in weniger hohem Ausmass. Jene Argumente, die eher fremdbestimmter Natur sind, werden von den Frauen als wichtiger erachtet als von den Männern. 

Die Autorenschaft schreibt im Fazit der Studie zu Recht, dass im Jahre 2005, in welchem die Umfrage durchgeführt worden ist, die Bolognareform noch nicht soweit fortgeschritten war wie heute. Die Anzahl Studierender, welche sich damals in einem Masterstudiengang befanden war noch nicht ausreichend genug, um umfassende Auswertungen der unterschiedlichen Motivationslagen in Abhängigkeit der Studienstufe zu erlauben. In diesem Jahr wird erneut eine solche Studie durchgeführt: Zudem können dann auch noch Auswertungen zum vertikalen Studienverhalten, also dem Übertritt von der Bachelor- zur Masterstufe untersucht werden, welche Beiträge im Zusammenhang mit motivationalen Aspekten liefern können. Da können wir ja gespannt sein!

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Exzellente Lehre

Wednesday, 11. February 2009 8:22

exzellent.png

Um den Stellenwert der Hochschullehre zu steigern und ihre Bedeutung für die zukünftige Entwicklung des Wissenschaftsstandortes zu unterstreichen, haben die Kultusministerkonferenz der Länder und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam den “Wettbewerb exzellente Lehre” initiiert. Gesucht sind strategische Konzepte, in denen die Hochschulen auf der Grundlage ihres Selbstverständnisses und ihrer bisherigen Leistungen in der Lehre ihre Ziele für Studium und Lehre definieren. Sie sollen darlegen, wie sie ihre Attraktivität als Ausbildungsstätte – insbesondere für grundständige Studiengänge – maßgeblich steigern wollen.

Begründet wird dieser Ausschreibung folgendermassen:

Der Bologna-Prozess hat dazu beigetragen, das Bewusstsein hierfür zu schärfen. Die Umstellung auf ein gestuftes Abschlusssystem, die Modularisierung und die Perspektive auf den berufsqualifizierenden Charakter des Studiums geben zunehmend Anlass, die Qualität von Lehre und Studium kritisch zu betrachten, gilt es doch, im Rahmen der Strukturreformen eine neue, studierendenzentrierte Lehr- und Lernkultur in den Hochschulen auf hohem Niveau zu entwickeln.

Und soviel kann gewonnen werden:

Der Wettbewerb ist mit 10 Mio. Euro dotiert, von denen 6 Mio. Euro für Konzepte der Universitäten und 4 Mio. Euro für Konzepte der Fachhochschulen zur Verfügung stehen. Die ausgezeichneten Konzepte werden über einen Zeitraum von drei Jahren mit jeweils bis zu 1 Mio. Euro gefördert; die Hochschulen werden in der Umsetzung von den Gutachterkommissionen begleitet. 

Persönlich gefällt mir diese Idee sehr. Ich habe bereits einige Male über Lehrpreise in der Schweiz berichtet (hier) (hier) und bin ja auch bei der “Suche” nach der besten Dozentin / des besten Dozenten für den “Credit Suisse Award for best Teaching” an der Universität Zürich mitbeteiligt. Dass hier nun nicht eine einzelne Person, sondern eine ganze Institution geehrt wird und dies auch mit wesentlich mehr finanziellem Anreiz verbunden ist, welcher direkt den Konzepten zukommt, finde ich einen sehr spannenden Ansatz!

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Professoren-Ratings oder was beliebte Profs in der Lehre richtig machen

Monday, 13. October 2008 13:06

Diesen Beitrag muss ich – im Nachtrag zum Letzten – einfach schreiben: Statements von 12 Professorinnen und Professoren die ihre Lehre sehr gut gestalten! Geschrieben von Katharina Täubl in “Zeit Online” (hier), auch wenn an anderer Stelle (im Blog von Mandy Schiefner) bereits auf den Artikel verwiesen worden ist.

12 Profs 

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Professoren-Ratings

Sunday, 12. October 2008 10:05

In der heutigen Sonntagsausgabe der NZZ auf der wöchentlichen Seite für Studium und Karriere veröffentlichte Sarah Genner einen Beitrag mit dem Titel: «Fragwürdige Kriterien entkräften Professoren-Ratings» (hier).

NZZ-Ratings

Bild: Annette Karrenbach

Sie schreibt, dass digitale Plattformen, auf denen Professoren bewertet werden wie zum Beispiel in der Schweiz MeinProf.ch, sich ausbreiten, aber ihre Ergebnisse kein Spiegel für die Lehrqualität darstellen.

[...]

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EARLI SIG 11 Meeting: Unser Beitrag

Wednesday, 3. September 2008 7:45

Das Meeting der Mitglieder der “Special Interest Group” (SIG) 11 mit der thematischen Ausrichtung “Teaching and Teacher Education” tagte vom 17. – 20. August 2008 an der Universität Fribourg (CH). Wir waren mit einem Poster vertreten “Communities of Teachers and Learners at Universities“, da das übergreifende Thema des Meetings “Fostering Communities of Learning” lautete. Dies in Vorbereitung auf den EARLI-Kongress vom August 2009 in Amsterdam.

Für uns stellt sich immer wieder die Frage, was denn (Lern-)Gemeinschaften an Universitäten sind, unterscheidet sich doch die Aufgaben von Dozierenden an der Universität in wesentlichen Punkten von denen vorangehender Bildungseinrichtungen. [...]

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Lehrprofessur versus Universitätsprofessur

Monday, 7. July 2008 9:29

In einer Pressemeldung des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) ist heute zu lesen:

Es ist jedoch falsch, bei anderen Universitätsprofessoren die Lehrdeputate zu Lasten der Forschungsanteile zu erhöhen. … Denn nur eine Lehre, die sich ständig aus der Forschung erneuere, sei universitäre Lehre. …. Viel Lehre und wenig Forschung führen nicht zu einer Aufwertung, sondern zu einer Abwertung der Lehre. 

Die Diskussion um die Verknüpfung von Forschung und Lehre an Universitäten ist nicht neu, aber meiner Ansicht nach sehr spannend: Unterrichten Dozierende mit viel Forschungserfahrung anders? Wie “anders”? Soll auch in Bachelor-Studiengängen forschungsorientiert unterrichtet werden? Oder gibt es nicht auch Veranstaltungen, bei denen “einfach” Grundlagenwissen vermittelt werden muss?Einige – aus meiner Sicht – interessante Artikel zum Thema habe ich einmal zusammengestellt; über weitere Hinweise würde ich mich sehr freuen!

  • Brew, A. (1999). Research and Teaching: changing relationships in a changing context. Studies in Higher Education, 24 (3), 291-301.
  • Brinckmann, H. (2002). Die Einheit von Forschung und Lehre: über die Zukunft der Universität. Wetzlar: Büchse der Pandora.
  • Die Junge Akademie. (2008). Zur Zukunft der Lehre an Universitäten in Deutschland. Verfügbar unter: www.diejungeakademie.de/pdf/Positionspapier_Lehre.pdf  [Stand: 29.06.2008].
  • Halse, C., Deane, E., Hobson, J., & Jones, G. (2007). The research-teaching nexus: what do national teaching awards tell  us? Studies in Higher Education, 32 (6), 727-746.
  • Hattie, J., & Marsh, H. W. (1996). The Relationship Between Research and Teaching: A Meta-Analysis. Review of Educational Research, 66 (4), 507-542.
  • Tremp, P. (2005). Hochschuldidaktik als systematisiche Verknüpfung von Forschung und Lehre. Education Permanente (2), 40-42.
  • Tremp, P. (2005). Verknüpfung von Lehre und Forschung: Eine universitäre Tradition als didaktische Herausforderung. Beiträge zur Lehrerbildung, 23 (3), 339-348. 

Thema: Didaktik, Hochschullehre | Kommentare (0) | Autor: admin

Euro 2008: Wo treffen sich Fussball und Didaktik?

Wednesday, 21. May 2008 11:01

 standardsituationen.png  

In einer unterhaltsamen aber durchaus ernst gemeinten Broschüre der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik der Universität Zürich werden Standardsituationen – so wie im Fussball wie zum Beispiel der “Elfmeter” oder der “Eckstoss” – mit Standardsituationen in der Lehre verglichen.  [...]

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