Tag-Archiv für » Lehrer/-innenberuf «

Werden künftige Lehrpersonen allein gelassen?

Sunday, 25. October 2009 3:26

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Dass zukünftige Lehrpersonen allein gelassen werden, sagt Frau Susanne Klatten in einem Gespräch mit der ZEIT, in welchem sie gemeinsam mit Wolfgang Herrmann (Präsident der TU München) und Manfred Prenzel (Bildungsforscher und Dekan der neuen Fakultät) interviewt wurde.
© Michael Herdlein für DIE ZEIT

Für Frau Klatten, welche die Gründung dieser neuen Fakultät für die Lehrer/-innenbildung finanziell unterstützt ist klar, dass Lehramtsstudierende an den Universitäten kein richtiges “Zuhause” haben. Zwar seien sie an Fakultäten ihrer Fachwissenschaft “angedockt”, diese interessieren sich aber nicht sonderlich für sie. Zudem ziehe sich die Pädagogik nicht wie ein roter Faden durch deren Studium, denn im Vordergrund stehe die Fachausbildung. Auch Herrmann doppelt nach: Bei uns pendelten die Studierenden mit gespaltener Identität zwischen zwei Fakultäten, die sie nicht mehr als ihre Studierenden angesehen haben.

So koordiniert die neue Fakultät der TU München, die School of Education, mit den Fachfakultäten wie Elektronik und Physik und entwickelt ein eigenes Forschungsprogramm im Bereich der Bildungsforschung. Denn: Ohne eigene Forschungsprogrammatik wird laut Herrmann eine Fakultät nicht anerkannt.

Dass nun Manfred Prenzel, nach sechs Jahren als deutscher Pisa-Chef nun Dekan dieser neuen Fakultät wird hängt damit zusammen, dass er nach eigenen Worten mit PISA vorwiegend Bericht erstattet habe und nun die Chance locke, zum Kern vorzudringen, etwas Neues zu schaffen und die Schulen besser zu machen.

Hier der ganze Interview!

Manfred Prenzel stellte übrigens in seinem Referat an der SGL | SGBF-Jahrestagung 2009 “Von der Unterrichtsforschung zur Exzellenz in der Lehrerbildung” (Abstract) u.a. diese neue Fakultät ebenfalls vor. Er gliederte sein Referat damals in die vier Bereiche:

  1. Gegenstand und Zweck der Unterrichtsforschung
  2. Wissen über Unterricht und Lehrkräfte
  3. Herausforderungen für die Lehrerbildung
  4. Perspektiven

Beim letzten Punkt stellte er die neue Fakultät der TU München vor und versuchte aufzuzeigen, wie er sich diese neue Fakultät vorstellt, diese Ausführungen gründeten auf den drei vorangehenden Bereiche.

Weitere Links:

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Thema: Bildung, Lehrer/-innenbildung | Kommentare (1) | Autor: admin

Lehrer – Autorität oder Prügelknabe

Wednesday, 29. October 2008 17:57

Viele Lehrkräfte sind durch die mannigfaltigen Anforderungen seitens der Schüler, Eltern, Behörden und der Politik überfordert. Eine Flut von Reformen hat das Ihre getan, dass viele Lehrpersonen nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht.

Im «Treffpunkt» erzählen Lehrer aus ihrem Berufsalltag. Ein Student berichtet, warum er sich – allen Unkenrufen zum Trotz – vom Lehrerberuf nach wie vor angezogen fühlt. Und ein Historiker blickt zurück auf die Anfänge der Schule, wo die Welt der Schulmeisters gar nicht so heil war, wie dies heute manchmal scheinen mag.

Radio DRS strahlte am 16. Oktober 2008 einen “Treffpunkt” zum Thema “Lehrer – Autorität oder Prügelknabe” aus. Im Studio diskutierten Bruno Schüep (Sekundarlehrer seit 36 Jahren) und Heinz Bättig (Departementsleiter Primarstufe der PHZH) unter der Leitung von Ladina Spiess.
Mal davon abgesehen, dass offensichtlich nur Männer “Prügelknaben” sein können (zum Glück für mich als Frau…), hat mir die Sendung gut gefallen. Es kommen ganz verschiedene – an der Schule interessierte – Menschen zu Wort. Insgesamt dauert ein solcher “Treffpunkt” zwei Stunden, was mir doch eher lang scheint. Deshalb entschloss ich mich, die Musik und einige Hörer/-innenbeiträge herauszuschneiden. Zwar dauert der Podcast nun immer noch fast eine Stunde, aber vielleicht hört ja mal jemand rein?

Zum Podcast geht es hier!

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Thema: Didaktik, Lehrer/-innenbildung, Unterrichtscoaching | Kommentare (0) | Autor: admin

Warum Lehrpersonen nicht mehr Lehrpersonen sein wollen…

Monday, 6. October 2008 13:51

Im Tages-Anzeiger Magazin vom 4. Oktober war ein Artikel von Martin Beglinger zu lesen mit dem Titel «Warum ich nicht mehr Lehrer bin. Ein Berufsstand verzweifelt an tausend Ansprüchen» (hier). Heute – Montag, 6. Oktober – hat der Artikel bereits 19 Kommentare. Doch was genau ist es, was “Bernhard Lorenz” (richtiger Name der Tages-Anzeiger-Redaktion bekannt) dazu gebracht hat, nicht mehr Lehrer zu sein, obwohl er dies eigentlich als seinen “Traumberuf” bezeichnet? Nachfolgend zwei Zitate aus dem Artikel:

Warum ich trotzdem nicht mehr Lehrer sein will? Das hat mich meine Frau auch gefragt, als ich ihr vor einem Jahr zum ersten Mal sagte: ‹Du, ich kann nicht mehr schlafen. Die Ansprüche von allen Seiten erdrücken mich. Mein Beruf macht mich kaputt.› All die Sprüche über die Lehrer, diese ‹Berufsjammerer in der geschützten Werkstatt›, die ‹Ferientechniker mit ihren dreizehn freien Wochen pro Jahr›: Ich kann sie nicht mehr hören.   

Schwer zu sagen, was anders werden müsste in diesem Beruf. Es ist so vieles und doch vor allem eines: Man müsste die Lehrerinnen und Lehrer endlich wieder ernst nehmen. Also nicht Reform um Reform von oben nach unten durchdrücken und damit die Kluft zwischen Bildungsbürokratie und Schulalltag weiter vergrössern.

Es steht mir nicht zu, die Aussagen von “Bernhard Lorenz” in Frage zu stellen. Der Bericht, bewusst subjektiv verfasst, scheint jedoch vielen Lehrpersonen aus dem Herzen zu sprechen. Sicher, auch ich war einmal Lehrerin und unterrichtete 8 Jahre lang an der Volksschule (sehr gerne!), weswegen ich den Artikel auch mit Interesse las. Und: Auch ich bin heute nicht mehr Lehrerin – wenn auch aus anderen Gründen als “Bernhard Lorenz”. Was ich mich jedoch frage ist: Was läuft schief? Läuft wirklich so vieles schief? Sind der subjektive Einzelbericht und die 19 Kommentare repräsentativ? Und: Wo bleiben die motivierten Lehrpersonen?! Wo arbeiten Bildungspolitiker/-innen, Bildungswissenschaftler/-innen, Lehrerbildner/-innen und Lehrpersonen produktiv und gewinnbringend zusammen?!

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Thema: Diverses, Lehrer/-innenbildung | Kommentare (0) | Autor: admin