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Friday Lectures | Universität Wien

Friday, 7. May 2010 17:35

Heute hielt ich im Rahmen der Friday Lectures der Universität Wien ein Referat zum Thema “Verknüpfung von Forschung und Lehre in der studentischen Wahrnehmung”.

Im Zentrum der Friday Lectures steht die Auseinandersetzung mit vermeintlichen und echten Problemen sowie mit Vorteilen der Bologna-Studienstrukturreformen. Anliegen der Friday Lectures ist es, Problemstellungen, die auch mit den Studierendenprotesten besondere Aktualität erlangten, aus wissenschaftlicher Perspektive zu reflektieren und interessierte Studierende aktiv in den Diskussionsprozess einzubinden.

In meinem Referat ging es um die Wahrnehmung der Studierenden bezüglich der Verknüpfung von Forschung und Lehre an der Universität Zürich. Dieses “research-based teaching” war der Schwerpunkt bei der Lehrpreisvergabe im Jahr 2009 (vgl. hier). Die Studierenden mussten bei ihrer Wahl begründen, wie genau die von ihnen gewählte Person Forschung und Lehre in ihrer Lehrveranstaltung verknüpft. Mittels Inhaltsanalyse konnten sodann Codes generiert werden und es zeigt sich, dass am meisten Nennungen den Codes “aktuellen Stand der Forschung in die Lehre integrieren”, “Forschungsbeispiele liefern” und “Forschungs-/Fachhintergrund gut erklären” zugeordnet werden konnten.

In der anschliessenden Diskussion mit den Studierenden und den anwesenden Dozierenden und Mitarbeitenden von der Universität Wien wurden vor allem Fragen bezüglich des Nutzens der Einheit von Forschung und Lehre für die Studierenden erörtert. Gerade in der Studieneingangsphase, mit vielen sehr überfüllten Studienprogrammen, seien die Ziele Universität – welche u.a. gerade in der forschungsbasierten Lehre” zu suchen sind – für die Studierenden nicht erlebbar. Denn wenn überfüllte Studienprogramme es unterstützen (so die Aussage einer anwesenden Studentin), dass Studierende möglichst schnell oberflächliche Kenntnisse erlangen, dann sei keine Verknüpfung von Forschung und Lehre möglich, denn diese bedürfe der Zeit, um Fragestellungen sorgfältig zu generieren und Erkenntnisse auch vernetzt zu verarbeiten und mit anderen Studierenden und den Dozierenden zu erörtern.

Dies ist tatsächlich eine besonder Herausforderung der Studieneingangsstufe  – und trotzdem: in den Antworten der Zürcher Studierenden lassen sich Hinweise finden, dass es sehr viele Dozierende schaffen, bei den Studierenden eine Forschungsbegeisterung auszulösen resp. ihnen aufzuzeigen, was den Forschung überhaupt heisst und weshalb an der Univerisät – im Gegensatz zu anderen Bildungsinstitutionen – forschungsorientiert gelehrt werden soll.

Thema: Bildung, Didaktik, Forschung, Hochschullehre, Universität | Kommentare (0) | Autor: admin

Bolognareform und Prüfungslandschaft

Tuesday, 23. February 2010 6:49

In der “Neuen Zürcher Zeitung” vom 8. Februar 2010 erschien ein Artikel mit dem Titel “Die Bologna-Reform veränderte die Prüfungslandschaft – geschätzte rund 100’000 Prüfungen pro Semester müssen korrigiert werden” von Markus Binder. Obwohl der Verweis auf diesen Artikel nicht mehr ganz aktuell ist, schient es mir dennoch wichtig, nochmals die Hauptaussagen des Artikels aufzugreifen.

Es ist eine simple Rechnung: An der Universität Zürich gibt es rund 20’000 Bachelor- und Masterstudierende, die pro Semester vier bis fünf Module besuchen. Macht 80’000 bis 100’000 Prüfungen pro Semester. Weil gleichzeitig die Prüfungsperiode am Ende des Semesters stark verkürzt worden ist, erstaunt es nicht, dass der gestiegene Prüfungs- und Korrekturaufwand wegen der Bologna-Reform beklagt wird.

Dazu lässt sich tatsächlich nichts anmerken, dies sind Fakten, mit welchen alle Studierenden aber auch alle Dozierenden konfrontiert sind. Dass vor allem die Assistierenden sehr gefordert sind, ist ein bekanntes Problem, denn sie tragen die Hauptlast der Korrekturarbeiten.

Umso erstaunlicher ist nach Binder die Zurückhaltung von Vertreter/-innen des Mittelbaus, dass es “gar nicht so dramatisch” sei. Drei Gründe sprechen jedoch laut diesen dafür:

  1. Bologna trifft nicht alle Fächer gleich, viele Fächer der Natur- und Sozialwissenschaften waren schon vor der Reform eine grosse Zahl von Prüfungen und Studierenden gewohnt.
  2. Die Assistierenden wollen den Aufwand für Prüfung und Korrektur nicht isoliert sehen, sondern grundsätzlich auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen (hohe Arbeitsbelastung, klareres Pflichtenheft,…)
  3. Die Reform habe auch das Nachdenken über das eigene Fach gefördert, was positiv zu vermerken sei.

Hier setzt auch die Vermutung an, dass einige Institute, die über die Prüfungslast klagen, die Reform zu oberflächlich umgesetzt haben und Prüfungen als Anhängsel einer Veranstaltung sehen, anstatt in Modulen zu denken, wie Balthasar Eugster von der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik vermerkt.

Trotzdem:

Bleibt [an der Universität Zürich, Anmerkung KF] die riesige Zahl von 200’000 Leistungsnachweisen pro Jahr, die auch mit einer stärkeren Modularisierung nicht wesentlich kleiner wird.

Gespannt können wir da auf die Ergebnisse des Pilotprojektes “E-Assessment” warten, welche im Herbst 2010 vorliegen sollten und aufzeigen, welche Prüfungen sich sinnvoll auf dem Computer absolvieren lassen und wie sie organisiert werden müssen.

Download des Artikel der NZZ: hier

Thema: Hochschullehre, Universität | Kommentare (0) | Autor: admin

Werden künftige Lehrpersonen allein gelassen?

Sunday, 25. October 2009 3:26

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Dass zukünftige Lehrpersonen allein gelassen werden, sagt Frau Susanne Klatten in einem Gespräch mit der ZEIT, in welchem sie gemeinsam mit Wolfgang Herrmann (Präsident der TU München) und Manfred Prenzel (Bildungsforscher und Dekan der neuen Fakultät) interviewt wurde.
© Michael Herdlein für DIE ZEIT

Für Frau Klatten, welche die Gründung dieser neuen Fakultät für die Lehrer/-innenbildung finanziell unterstützt ist klar, dass Lehramtsstudierende an den Universitäten kein richtiges “Zuhause” haben. Zwar seien sie an Fakultäten ihrer Fachwissenschaft “angedockt”, diese interessieren sich aber nicht sonderlich für sie. Zudem ziehe sich die Pädagogik nicht wie ein roter Faden durch deren Studium, denn im Vordergrund stehe die Fachausbildung. Auch Herrmann doppelt nach: Bei uns pendelten die Studierenden mit gespaltener Identität zwischen zwei Fakultäten, die sie nicht mehr als ihre Studierenden angesehen haben.

So koordiniert die neue Fakultät der TU München, die School of Education, mit den Fachfakultäten wie Elektronik und Physik und entwickelt ein eigenes Forschungsprogramm im Bereich der Bildungsforschung. Denn: Ohne eigene Forschungsprogrammatik wird laut Herrmann eine Fakultät nicht anerkannt.

Dass nun Manfred Prenzel, nach sechs Jahren als deutscher Pisa-Chef nun Dekan dieser neuen Fakultät wird hängt damit zusammen, dass er nach eigenen Worten mit PISA vorwiegend Bericht erstattet habe und nun die Chance locke, zum Kern vorzudringen, etwas Neues zu schaffen und die Schulen besser zu machen.

Hier der ganze Interview!

Manfred Prenzel stellte übrigens in seinem Referat an der SGL | SGBF-Jahrestagung 2009 “Von der Unterrichtsforschung zur Exzellenz in der Lehrerbildung” (Abstract) u.a. diese neue Fakultät ebenfalls vor. Er gliederte sein Referat damals in die vier Bereiche:

  1. Gegenstand und Zweck der Unterrichtsforschung
  2. Wissen über Unterricht und Lehrkräfte
  3. Herausforderungen für die Lehrerbildung
  4. Perspektiven

Beim letzten Punkt stellte er die neue Fakultät der TU München vor und versuchte aufzuzeigen, wie er sich diese neue Fakultät vorstellt, diese Ausführungen gründeten auf den drei vorangehenden Bereiche.

Weitere Links:

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Nachtrag: Die Idee der Universität und ihre Zukunft

Wednesday, 8. July 2009 6:59

Via den folgenden Blogeintrag im e-Denkarium von Prof. Dr. Gabi Reinmann, bin ich auf den Artikel von Holm Tetens aufmerksam gemacht wurden (hier einsehbar), welcher sich ebenfalls Gedanken zur Idee der Universität macht. Ebenfalls deshalb, weil ich hier bereits den von Prof. Dr. U. Herrmann zur Veröffentlichung freigegeben Artikel erwähnt habe.

Tetens umschreibt die “Idee der Universität” folgendermassen:

Wissenschaft versucht systematisch und methodisch zu erkunden (erforschen), was alles Wichtiges in der Welt der Fall ist und warum es der Fall ist. Bei dieser Erforschung der Welt lassen sich die Wissenschaftler durch fünf Ideale anleiten: das Ideal der Wahrheit, das Ideal der Begründung, das Ideal der Erklärung und des Verstehens, das Ideal der Selbstreflexion und das Ideal der Intersubjektivität.

Da die Wissenschaft ihrer Idee nach kein Geheimwissen einer privilegierten Minderheit hervorbringt, müssen – ihrem Ideal nach Intersubjektivität nach – sich wissenschaftliche Resultate auch immer wieder von anderen Forschern nachvollziehen und bestätigen lassen. «Wissen, das sich nicht intersubjektiv mitteilen und intersubjektiv nachprüfen lässt, verwirkt auf Dauer den Anspruch, wissenschaftliches Wissen zu sein» (vgl. Tetens, 2008).

Aus der “Idee der Universität / der Idee der Wissenschaft” folgert Tetens Grundätze, nach denen die beiden Aufgaben der Universitäten, die Forschung und die Lehre, zu organisieren sind.
[...]

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Expertenwissen zur Entwicklung von Hochschule und Wissenschaft

Tuesday, 7. July 2009 2:36

Vom 5. bis 8. Juli findet in Paris die Weltkonferenz zur Hochschulbildung (World Conference on Higher Education) unter dem Titel “Die neue Dynamik in Hochschulbildung und Forschung für sozialen Wandel und Entwicklung” statt. Zu dieser Konferenz hat das Internationale Zentrum für Hochschulforschung der Universität Kassel (INCHER-Kassel) zusammen mit dem UNESCO Forum on Higher Education, Research and Knowledge einen Bericht publiziert, der Expertenwissen zur weltweiten Hochschul- und Wissenschaftsentwicklung versammelt.

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Via Bildungklick erfährt man, dass der Band “Higher Education, Research and Innovation: Changing Dynamics”, herausgegeben von V. Lynn Meek, Ulrich Teichler und Mary- Louise Kearney erschienen ist und bei der UNESCO gedruckt bezogen oder hier als PDF heruntergeladen werden kann.

Der Band verdeutlicht die Dynamik der weltweiten Veränderungen in Hochschule und Forschung. Dabei greift er die zentralen Themen auf, mit denen sich das UNESCO Forum und die in ihm aktiven Experten seit 2001 beschäftigen, und beleuchtet aus einer Meta-Perspektive sowohl den Stand der Forschung als auch die öffentliche Debatte über Hochschule und Wissensproduktion.Die Autorinnen und Autoren geben Einblick in weltweite Dynamiken der Wissensgesellschaft und in die Rolle von Hochschule und Forschung bei der Wissensproduktion, zeigen die wichtigsten Veränderungen in der Wissenslandschaft in den letzten 10 Jahren und deren politische und gesellschaftliche Einflüsse auf, beschreiben die Herausforderungen für wissenschaftliche Forschung besonders in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen und betonen die Notwendigkeit weiterer kontinuierlicher “Forschung über Forschung”. Indem er die wichtigsten Herausforderungen für die Wissensproduktion und -vermittlung in einer globalisierten Welt thematisiert, richtet sich der Band ebenso an politisch Verantwortliche wie an die Wissenschaft.

Thema: Bildung, Forschung, Hochschullehre, Universität | Kommentare (0) | Autor: admin

Die Idee der Universität

Saturday, 4. July 2009 5:20

Die Hochschulreform und ihre schreckliche Wirklichkeit “Die Idee der Universität” – Ein Wort an die Ignoranten unter ihren Verächtern: So lautet der Titel eines Artikels welchen Prof. Dr. Ulrich Herrmann (erimitierter Professor für Allgemeine und Historische Pädagogik) am 3. Juli 2009 im Bildungsklick zur Veröffentlich frei gegeben hat.

Worum geht es?

Einleitend hält Herrmann fest, dass Jürgen Habermas bei einem Festakt ein paar Sätze sagte, die das Publikum bewegten:

In jedem Seminar kann ein neues Gesicht auftauchen, ein Student resp. eine Studentin, der/die einen unerwarteten Stein ins Wasser wirft. Das ist das Ausserordentliche des universitären Lebens uns Lernens. Denn er (Habermas) glaube, dass es im Seminar nur so lange mit rechten Dingen zugeht, wie auch der Professor/die Professorin von seinen/ihren Studierenden etwas lernen kann.

Herrmann schliesst aus diesen Sätzen, dass dies – im Jahre 10 von Bologna – Humboldt pur sei und begründet dies in seinem kurzen und klar geschrieben Artikel fogendermassen:
[...]

Thema: Bildung, Didaktik, Forschung, Hochschullehre, Universität | Kommentare (0) | Autor: admin

Studienfachwahl und motivationale Aspekte

Thursday, 2. April 2009 12:39

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Das Bundesamt für Statistik hat eine neue Publikation veröffentlicht: Studienfachwahl und Hochschulwahl: Motivationale Aspekte. 

In der einleitenden Übersicht heisst es: 

Die vorliegende Analyse befasst sich mit einer Auswahl von Motiven, welche für die Studierenden bei der Wahl des Studienfachs und der Wahl der Hochschule retrospektiv von relevanter Bedeutung waren. Studierende zeichnen sich durch eine Reihe von Merkmalen aus, welche sich auf die Motivation bei der Wahl ihres Studienfaches wie auch der Hochschule übertragen. Bestimmte Merkmale favorisieren sowohl die freie Wahl der Hochschule wie auch die freie Wahl des Studienfaches, andere schränken sie eher ein. Die sich dabei abzeichnenden Motivationsmuster lassen sich sehr gut in die bislang in der Literatur bekannten Konzepte einordnen.   

Und weiter unten:

Die Analyse der Motivationslage bei der Wahl des Studienfachs wie auch der Hochschule ergibt eine Auslegeordnung der Motive auf zwei je dichotom ausgerichteten Dimensionen. So können die zur Begründung der Studienwahl angefügten Argumente auf einer Dimension mit den beiden entgegen gesetzten Polen «intrinsisch motiviert» und «extrinsisch motiviert» situiert werden, jene zur Begründung der Hochschulwahl auf einer Dimension mit den Polen «selbstbestimmt» versus «fremdbestimmt».   

Und:

Frauen wählen ihr Studienfach stärker aufgrund intrinsischer Motive als Männer. Bei den extrinsischen Motiven sind die Männer hingegen stärker vertreten als die Frauen. Männer begründen die Wahl ihrer Hochschule eher mit Argumenten, welche Selbstbestimmung und Autonomie ausdrücken, Frauen tun dies in weniger hohem Ausmass. Jene Argumente, die eher fremdbestimmter Natur sind, werden von den Frauen als wichtiger erachtet als von den Männern. 

Die Autorenschaft schreibt im Fazit der Studie zu Recht, dass im Jahre 2005, in welchem die Umfrage durchgeführt worden ist, die Bolognareform noch nicht soweit fortgeschritten war wie heute. Die Anzahl Studierender, welche sich damals in einem Masterstudiengang befanden war noch nicht ausreichend genug, um umfassende Auswertungen der unterschiedlichen Motivationslagen in Abhängigkeit der Studienstufe zu erlauben. In diesem Jahr wird erneut eine solche Studie durchgeführt: Zudem können dann auch noch Auswertungen zum vertikalen Studienverhalten, also dem Übertritt von der Bachelor- zur Masterstufe untersucht werden, welche Beiträge im Zusammenhang mit motivationalen Aspekten liefern können. Da können wir ja gespannt sein!

Thema: Bildung, Forschung, Hochschullehre | Kommentare (0) | Autor: admin

Vernetzt lernen im Web 2.0

Sunday, 22. February 2009 10:21

Heute bin ich via Frank Calbergs Beitrag auf ein mir bisher unbekanntes Blog von Herr Larbig gestossen, welcher in seinem Beitrag auf ein sehenswertes Video aufmerksam macht. Abgesehen davon, dass er sich ebenfalls mit Bildung und dem Lehrer/-innenberuf auseinandersetzt, benutzt er auch noch dasselbe “WordPress-Thema” wie ich…

Hier also das kurze, sehenswerte Video: 

Thema: Bildung, Lehrer/-innenbildung, Schule, Web2.0 | Kommentare (0) | Autor: admin

Exzellente Lehre

Wednesday, 11. February 2009 8:22

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Um den Stellenwert der Hochschullehre zu steigern und ihre Bedeutung für die zukünftige Entwicklung des Wissenschaftsstandortes zu unterstreichen, haben die Kultusministerkonferenz der Länder und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam den “Wettbewerb exzellente Lehre” initiiert. Gesucht sind strategische Konzepte, in denen die Hochschulen auf der Grundlage ihres Selbstverständnisses und ihrer bisherigen Leistungen in der Lehre ihre Ziele für Studium und Lehre definieren. Sie sollen darlegen, wie sie ihre Attraktivität als Ausbildungsstätte – insbesondere für grundständige Studiengänge – maßgeblich steigern wollen.

Begründet wird dieser Ausschreibung folgendermassen:

Der Bologna-Prozess hat dazu beigetragen, das Bewusstsein hierfür zu schärfen. Die Umstellung auf ein gestuftes Abschlusssystem, die Modularisierung und die Perspektive auf den berufsqualifizierenden Charakter des Studiums geben zunehmend Anlass, die Qualität von Lehre und Studium kritisch zu betrachten, gilt es doch, im Rahmen der Strukturreformen eine neue, studierendenzentrierte Lehr- und Lernkultur in den Hochschulen auf hohem Niveau zu entwickeln.

Und soviel kann gewonnen werden:

Der Wettbewerb ist mit 10 Mio. Euro dotiert, von denen 6 Mio. Euro für Konzepte der Universitäten und 4 Mio. Euro für Konzepte der Fachhochschulen zur Verfügung stehen. Die ausgezeichneten Konzepte werden über einen Zeitraum von drei Jahren mit jeweils bis zu 1 Mio. Euro gefördert; die Hochschulen werden in der Umsetzung von den Gutachterkommissionen begleitet. 

Persönlich gefällt mir diese Idee sehr. Ich habe bereits einige Male über Lehrpreise in der Schweiz berichtet (hier) (hier) und bin ja auch bei der “Suche” nach der besten Dozentin / des besten Dozenten für den “Credit Suisse Award for best Teaching” an der Universität Zürich mitbeteiligt. Dass hier nun nicht eine einzelne Person, sondern eine ganze Institution geehrt wird und dies auch mit wesentlich mehr finanziellem Anreiz verbunden ist, welcher direkt den Konzepten zukommt, finde ich einen sehr spannenden Ansatz!

Thema: Bildung, Hochschullehre | Kommentare (0) | Autor: admin