Wo lernen Studierende?

Via einen Tweet von Kerstin Mayrberger stiess ich auf die HIS-Pressemitteilung zur Publikation «HIS:Forum Hochschule 7|2013» welche sich mit der Frage des Selbststudiums befasst  resp. wo Studierende lernen.

Gute Rahmenbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches und effizientes Studium. Dies betrifft nicht nur die Bedingungen in der Lehre, sondern gilt auch für das Selbststudium als elementarem Bestandteil des Studiums. Wie Studierende ihr Selbststudium zeitlich und räumlich organisieren und welche Rolle die Hochschule als Lernort spielt, ist empirisch bisher wenig erforscht.

Eine neue Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) liefert auf der Grundlage einer Befragung von Studierenden erstmals belastbare Erkenntnisse. Wo lernen Studierende? Wo und in welchem Umfang betreiben sie ihr Selbststudium? Wo möchten sie vorzugsweise lernen? Welche Faktoren beeinflussen die Wahl des Lernortes?

Dadurch wird es den Hochschulen möglich ihren Bedarf an Arbeitsplätzen für Studierende realistisch zu kalkulieren und, wo mein Wunsch, auch Antworten auf Fragen der Gestaltung des Selbststudiums zu finden. Interessant scheint mir schon einmal der Befund, dass Studierende an Universitäten durchschnittlich etwa 34,5 Stunden für ihr Studium aufwenden, wobei 16,5 Stunden  auf den Besuch von Lehrveranstaltungen entfallen und 18 Stunden in das Selbststudium investiert werden (also die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen, die Lektüre von Fachliteratur, das Verfassen von Studien- und Abschlussarbeiten, die Prüfungsvorbereitung u. Ä.). An den Fachhochschulen ist das Verhältnis umgekehrt. Besonders intensiv nutzen Studierende der Rechts- und der Ingenieurwissenschaften an Universitäten die Hochschule als Ort des Selbststudiums. An den Universitäten ist der Aufwand fuür das Selbststudium “ mit Ausnahme der Agrarwissenschaften
und der Medizin – höher als fuür Lehrveranstaltungen. Den höchsten Zeitaufwand fuür das Studium an den Fachhochschulen erbringen die Studierenden der Agrarwissenschaften mit 38,4 Stunden/Woche, das niedrigste Zeitbudget findet sich bei den Sozialwissenschaften mit 29,8 Stunden/Woche.

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Wen die gesamte Publikation interessiert, kann sie sich hier herunteladen.

 

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