{"id":1001,"date":"2011-07-08T17:49:07","date_gmt":"2011-07-08T15:49:07","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=1001"},"modified":"2011-07-14T15:46:15","modified_gmt":"2011-07-14T13:46:15","slug":"wochenartikel-14-kompetenzmodelle-standardmodelle-und-professionsstandards","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wochenartikel-14-kompetenzmodelle-standardmodelle-und-professionsstandards","title":{"rendered":"Wochenartikel 14: Kompetenzmodelle, Standardmodelle und Professionsstandards"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1001 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1001')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1001').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Es wurde von Andreas Frey und Claudia Jung verfasst und der Titel lautet: Kompetenzmodelle, Standardmodelle und Professionsstandards in der Lehrerbildung: Stand und Perspektiven. Bestellm\u00f6glichkei: <a href=\"http:\/\/www.vep-landau.de\/Bestellen.htm\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Im Vorwort von Prof. Reinhard J\u00e4ger ist zu lesen, dass die beiden Autoren aus der Vielfalt der Modellvorstellungen eine Auswahl getroffen h\u00e4tten, welche in der dargestellten Breite einer Inventarisierung entspricht. Zu w\u00fcnschen sei, dass nicht immer wieder erneut die Modelldiskussion forciert werde, sondern mehr nach Gemeinsamkeiten, vor allem mit Blick auf die Lehrerbildung zu suchen sei und dieser Band hierf\u00fcr eine Grundlage biete. Mit Interesse habe ich also das kleine B\u00fcchlein gelesen und m\u00f6chte gerne nachfogend die wichtigsten Punkte vorstellen.<\/p>\n<p>Zum Weiterlesen auf den Button klicken!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zuerst kl\u00e4ren die beiden Autoren die Begriffe: Kompetenz, Kompetenzmodelle und Standards und stellen danach sowohl Kompetenz- als auch Standardmodelle exemplarisch vor. Danach f\u00fchren sie auch die Kritik und Problemfelder rund um Standards und Kompetenzmodelle ins Feld und suchen nach &#8222;roten F\u00e4den&#8220; in der Kompetenz-Standard-Diskussion, welche in einem Makromodell der Lehrkompetenz und inhaltlichen \u00dcbereinstimmungen und Parallelen m\u00fcnden.<\/p>\n<p>Die Begriffskl\u00e4rung von Kompetenz orientiert sich auch bei den Autoren an dem von der DIPF-Expertise Definition in Anlehnung an Weinert (2001), welche weit verbreitet ist.<\/p>\n<blockquote><p>&#8220; [&#8230;] die bei Individuen verf\u00fcgbaren oder von ihnen erlernbaren kognitiven F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten, bestimmte Probleme zu l\u00f6sen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und F\u00e4higkeiten, die Probleml\u00f6sungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu k\u00f6nnen\u009d (zit. nach Klieme et al., 2003, S. 72). Dabei werden sieben Facetten der Kompetenz ber\u00fcchsichtig, auf welchen sich die individuelle Auspr\u00e4gung der jeweiligen Kompetenz bestimmen l\u00e4sst (vgl. die Abbildung in meinem <a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=974\" target=\"_blank\">letzten Blogposting<\/a>).<\/p><\/blockquote>\n<p>Ebenso f\u00fchren die beiden Autoren auf, dass sich mittlerweile die meisten darin einige sind, dass der Begriff &#8222;Kompetenz&#8220; sich nicht allein \u00fcber zugrundeliegendes Wissen und vorhandene Fertigkeiten definiert, sondern deren erfogreiche Anwendung miteinschliesse. In Abgrenzung zur &#8222;Kompetenz&#8220; fokussieren Standards laut den Autoren das vom kompetenten Anwender resp. der kompetenten Anwederin gezeigte Verhalten, und nicht die ihm zugrunde liegenden Fertigkeiten und Wissenselemente. Standards k\u00f6nnen auf einem theoretischen Kompetenzmodell fussen, werden jedoch i.d.R. \u00fcber eine Sammlung, Bewertung und Strukturierung durch Experten entwickelt (vgl. Frey &amp; Jung, 2011, S. 8).<\/p>\n<p>Die folgenden acht Kompetenzmodelle werden danach aufgef\u00fchrt und beschrieben:<\/p>\n<ul>\n<li>Modell professioneller Handlungskompetenz im Lehrberuf der Studie COACTIV (Kraus et al., 2004)<\/li>\n<li>Expertentum des Lehrens (Sternberg &amp; Horvarth, 1995)<\/li>\n<li>die Lehrperson als kompetente Erzeugerin von Lerngelegenheiten (Bromme, 1997)<\/li>\n<li>der Erwerb von \u00fcberfachlichen Kompetenzen in akademischen Bildungsg\u00e4ngen (Gonzales &amp; Wagenaar, 2003)<\/li>\n<li>Kompetenzen in der Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (Rauch, Steiner &amp; Streissler, 2007)<\/li>\n<li>arbeitsbezogene Verhaltens- und Erlebensmuster (Schaarschmidt, 2007)<\/li>\n<li>das hierarchische Strukturmodell von Handlungskompetenz (Frey, 2008)<\/li>\n<li>berufliche Anforderungen von Lehrkr\u00e4ften nach der Studie MT21 (Bl\u00f6meke et al., 2008)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hier h\u00e4tte ich mir gew\u00fcnscht, dass auch auf die &#8222;key competencies&#8220; in der OECD Studie von Rychen und Salganik (2001) eingegangen worden w\u00e4re, wenn schon die TUNING-Kompetenzen abgebildet sind f\u00fcr die Terti\u00e4rstufe.<\/p>\n<p>Ebenso die folgenden f\u00fcnf Standardmodelle:<\/p>\n<ul>\n<li>das Modell des Interstate New Teacher Assessment and Support Consortium (INTASC, 1992)<\/li>\n<li>das Modell des National Board for Professional Teaching Standards (NBPTS, 1987)<\/li>\n<li>die von Oser entwickelten Standards der Lehrerbildung (1997)<\/li>\n<li>die von Terhart entwickelten Standards (2002)<\/li>\n<li>die Standards f\u00fcr die Lehrerbildung der Kultusministerkonferenz und des KOSTA-Projekts (2004)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bez\u00fcglich der <a href=\"http:\/\/www.luzern.phz.ch\/fileadmin\/media\/ku.luzern.phz.ch\/grafiken\/plu_info_ausbildungsstandard.pdf \" target=\"_blank\">Professionsstandards<\/a> rekurrieren die beiden Autoren auf die von der P\u00e4dagogischen Hochschule Zentralschweiz f\u00fcr die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen. Sie betonen, dass sich hierbei in eindrucksvoller Weise zeige, dass sich Kompetenzmodelle und die Formulierung von Standards keineswegs ausschliesse.<\/p>\n<p>Gut gef\u00e4llt mir an dem kleinen B\u00fcchlein, dass auch der Kritik an der Standard-Konzeption gen\u00fcgend Raum einger\u00e4umt wird (vgl. S. 55ff). Das letzte Kapitel versucht dann in der Zusammenschau der gesammelten Kompetenz- und Standardmodelle &#8211; bei allen offenen Fragen &#8211; \u00c4hnlichkeiten, Parallelen und wiederkehrende Muster herauszuarbeiten. Dies gelingt meiner Ansicht nach mit dem Makromodell der Lehrkompetenz auf S. 60ff sehr gut. Etwas weniger einleuchtend finde ich jedoch die die zusammenfassenden Darstellung einzelner Elemente, die in den unterschiedlichen Modellen immer wieder ihre Erw\u00e4hnung finden. Hier scheinen mir die Darstellung und auch die Erkl\u00e4rungen in sich nicht koh\u00e4rent zu sein und es wird f\u00fcr meinen Geschmack etwas gar vieles vermischt.<\/p>\n<p>Trotz allem: ein lesenswertes Sonderheft!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern kam per Post ein neues Sonderheft aus der Reihe &#8222;Lehrerbildung auf dem Pr\u00fcfstand&#8220; aus Landau des Verlags Empirische P\u00e4dagogik, welches ich vor einiger Zeit bestellt habe. 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