{"id":1678,"date":"2014-06-24T15:28:31","date_gmt":"2014-06-24T13:28:31","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=1678"},"modified":"2014-06-24T15:28:31","modified_gmt":"2014-06-24T13:28:31","slug":"sgbf-jahreskongress-2014-ph-luzern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/sgbf-jahreskongress-2014-ph-luzern","title":{"rendered":"SGBF Jahreskongress 2014 | PH Luzern"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_1678 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_1678')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_1678').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Nun: der letzte war 2012 in Bern &#8211; ich berichtete <a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=1230\" target=\"_blank\">hier<\/a>, aber die Zeit rast wohl&#8230;<\/p>\n<p>Am Vormittag nahm ich selber an einer Paper-Veranstaltung teil. Ein kurzer R\u00fcckblick: Zuerst berichteten Mirjam Kocher und Andrea Keck Frei erste Ergebnisse der <span id=\"ctl00_ctl00_MainContent_PageContent_MainBody_Property1_ctl00_ctl01_ctl00_Kurztitel\">Begleitstudie ReQuest &#8211; Quereinstieg in den Lehrberuf.<\/span><\/p>\n<p>Hier ein Auszug aus dem Abstract:<\/p>\n<blockquote><p>Aufgrund des Mangels an Lehrpersonen in diversen Kantonen bieten verschiedene P\u00e4dagogische Hochschulen in der Schweiz verk\u00fcrzte Studieng\u00e4nge f\u00fcr Quereinsteigende an. Dabei handelt es sich um ein neues Segment von Studierenden, die bereits \u00fcber einen Studienabschluss (oder eine \u00e4quivalente Vorbildung) sowie Berufserfahrung verf\u00fcgen. Die Quereinsteigenden bringen Erfahrungen und Kompetenzen mit Transferpotenzial aus ihrem Erstberuf mit, die f\u00fcr ihren zuk\u00fcnftigen (Lehr-)Beruf als wichtig erachtet werden und daher eine k\u00fcrzere Ausbildung rechtfertigen. Besonderes Merkmal der Quereinstieg-Studieng\u00e4nge an der P\u00e4dagogischen Hochschule Z\u00fcrich ist ihre berufsintegrierte bzw. berufsbegleitete Ausrichtung und das ihnen zugrunde liegende learning-by-doing-Ausbildungsmodell.<\/p><\/blockquote>\n<p>Gefragt haben sich die Forscherinnen im Beitrag: Welche Kompetenzen bringen die QUEST-Studierenden bei Studieneintritt mit, wie entwickelt sich der Kompetenzaufbau im Studium? Besteht zudem ein Unterschied zur Kompetenzentwicklung von Studierenden in den Regelstudieng\u00e4ngen?<\/p>\n<p>Momentan liegen Fragebogendaten zu drei Messzeitpunkten vor: am Anfang und am Ende des ersten Studienjahres, sowie am Ende des zweiten, berufsintegrierten Studienjahres.<\/p>\n<blockquote><p>Erste Ergebnisse zeigen, dass sich das Wissen und K\u00f6nnen und die konstruktivistischen subjektiven Theorien der Quereinsteigenden, gemessen anhand eigener Einsch\u00e4tzungen, im ersten Studienjahr steigern und die Selbstwirksamkeits\u00fcberzeugungen im Lehrberuf bereits am Anfang der Ausbildung hoch eingesch\u00e4tzt werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier kann man auf weitere Ergebnisse sehr gespannt sein!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Anschluss an diesen Input referierte Manuela Keller-Schneider (ebenfalls von der PH Z\u00fcrich) zum Thema &#8222;Kompetenz und die Strukturierung beruflicher Anforderungen durch Studierende und Lehrpersonen unterschiedlicher Phasen ihres Professionalisierungsprozesses&#8220;. Wiederum aus dem Abstract:<\/p>\n<blockquote><p>In der Novizen-Expertenforschung wird davon ausgegangen, dass sich das Wissen von Experten nicht in erster Linie durch ein \u0161mehr wissen auszeichnet, sondern durch eine verdichtetere Strukturierung. Was den Experten vom Novizen unterscheidet, zeigt sich in der Art der Strukturierung und dem Grad der Vernetzung von Anforderungen zu verdichteten Anforderungsbereichen. Das Handeln von Anf\u00e4ngerinnen und Anf\u00e4ngern ist von Regeln und Richtlinien geleitet, die nach Entsprechungen im situativen Kontext suchen. Durch die Erfordernisse der aktuellen Situation erfolgt eine Adaptation des regelgeleiteten Wissens wie auch eine Differenzierung und ein Abgleich von sich widersprechenden \u00dcberlegungen. Erfahrungen in die subjektive Denkstruktur integriert und somit als Lerngelegenheit genutzt, treiben die Kompetenzentwicklung voran.<\/p><\/blockquote>\n<p>Aufgrund dessen stellte Manuela Keller-Schneider die folgenden Fragen:<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">1) Wie unterscheidet sich das Kompetenzerleben in der Bew\u00e4ltigung von Berufsanforderungen von Lehrpersonen unterschiedlicher Berufserfahrungsphasen?<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">2) Lassen sich Unterschiede im Ausmass wie auch in der latenten Strukturierung der Kompetenzein-sch\u00e4tzungen zwischen Studierenden am Ende ihres Studiums, in den Beruf einsteigenden und berufserfahrenen Lehrpersonen identifizieren?<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">Zur Pr\u00fcfung dieser Fragestellung wurden Studierende der PH Z\u00fcrich im letzten Studienjahr (n= 241) und im Kanton Z\u00fcrich berufst\u00e4tige Lehrpersonen (Lehrpersonen in der Berufseinstiegsphase: n= 217 und berufserfahrene Lehrpersonen mit 7-15 Berufsjahren: n= 204) mittels Fragebogen befragt.<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">Die vorgestellten Ergebnisse lassen annehmen, dass sich sowohl im Ausmass des Kompetenzerlebens wie auch in der latenten Strukturierung der wahrgenommenen beruflichen Anforderungen, berufsphasenspezifische Unterschiede zeigen. Dies insofern, als dass einzelne Items der Kompetenzerfassung auf jeweilen andere Faktoren laden. Zudem konnte Manuela Keller-Schneider die Annahme, dass die Entwicklung von Kompetenz sich auch im Verdichten und Vernetzen von Anforderungen zeigt, mit diesen Befunden verifizieren.<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">Auch hier: Dies sind \u00e4usserst spannende Ergebnisse!<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">Mein Beitrag fokussierte dann wiederum &#8211; wie k\u00f6nnte es ander sein &#8211; die Unterrichtsbesprechungen. Ich fragte, auf der Grundlage von 49 ausgewerteten Unterrichtsbesprechungen mit insgesamt 17h30&#8242; Dauer:<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">1) Werden Lerngelegenheiten in Unterrichtsbesprechungen von Studierenden zum Lernen genutzt?<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">2) Unterscheiden sich Lerngelegenheiten mit Belegstellen f\u00fcr Lernen der Studierenden von solchen ohne Belegstellen, bez\u00fcglich zweier Aspekte der kommunikativen Kompetenz (Gespr\u00e4chsstil und modaler Sprachgebrauch) der Praxislehrpersonen?<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">In Anlehnung an meinen Input am DGFE-Kongress (vgl. <a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=1629\" target=\"_blank\">hier<\/a>) konnte ich jedoch heute bereits mit einer gr\u00f6sseren Stichprobe zeigen, dass ca. ein Drittel aller m\u00f6glichen Lerngelegenheiten von den Studierenden zum Lernen genutzt wurde und sich der Gespr\u00e4chsstil der Praxislehrpersonen auch diesbez\u00fcglich ver\u00e4nderte.<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">Der letzte Beitrag in unserer Session wurde von Christian Br\u00fchwiler der PH St. Gallen gehalten, welcher l\u00e4ngsschnittliche Analysen zum Erwerb mathematischen und mathematikdidaktischen Wissens angehender Primar- und Sekundarlehrpersonen vorstellte. Ausgehend davon, dass zu den unbestrittenen Bestandteilen professioneller Kompetenz ein ausreichendes Mass an fachlichem und fachdidaktischem Wissen geh\u00f6rt, kommen beispielsweise Baumert et al. (2010) in der COACTIV-Studie zum Schluss, dass ein hohes Fachwissen von Mathematiklehrpersonen notwendig sei, um vermittelt \u00fcber fachdidaktisches Wissen kognitiv aktivierenden Unterricht halten zu k\u00f6nnen und so den Lernerfolg der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler positiv zu beeinflussen (vgl. auch Baumert &amp; Kunter, 2011).<\/p>\n<p>Folgende Fragen standen im Zentrum des Beitrags:<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">(1) Zeigen angehende Lehrpersonen im Verlaufe der Lehrerausbildung einen Leistungszuwachs in Mathematik und Mathematikdidaktik?<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">(2) Bestehen Unterschiede im Erwerb mathematischen und mathematikdidaktischen Wissens zwischen den Ausbildungstypen Primarstufe und Sekundarstufe I?<\/p>\n<p class=\"paper_abstract\">(3) Erweisen sich motivationale Merkmale als g\u00fcnstige Pr\u00e4diktoren f\u00fcr Leistungszuw\u00e4chse in Mathematik und Mathematikdidaktik?<\/p>\n<blockquote><p>Die Analysen erfolgten auf der Basis l\u00e4ngsschnittlicher Daten von 153 angehenden Lehrpersonen, die f\u00fcr das vom Schweizerischen Nationalfonds unterst\u00fctzte Projekt WiL (Wirkungen der Lehrerausbildung auf professionelle Kompetenzen, Unterricht und Sch\u00fclerleistung) erhoben wurden. Das Projekt schliesst konzeptionell und methodisch an TEDS-M an. Die Ergebnisse zeigen bei k\u00fcnftigen Primarlehrpersonen einen geringen, aber statistisch signifikanten Leistungsanstieg bei der Mathematikdidaktik, nicht jedoch beim mathematischen Wissen. Bei den angehenden Lehrpersonen der Sekundarstufe I sind im Verlaufe des Studiums Zuw\u00e4chse in beiden Bereichen zu finden. Bez\u00fcglich motivationaler Pr\u00e4diktoren zeigen sich ebenfalls Unterschiede zwischen den Ausbildungstypen. Dabei kommt der fachbezogenen Motivation eine besondere Bedeutung zu.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier bin ich besonders gespannt auf die weiteren Auswertungen, vor allem wie sich die Fachkompetenz aber auch die Fachdidaktische Kompetenz nach Abschluss des Studiums weiterentwickelt und ob diese dann auch Auswirkungen auf die Unterrichtsqualit\u00e4t und die Sch\u00fcler\/-innenleistungen haben.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder findet ein Jahreskongress der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (SGBF) statt; schon wieder? Nun: der letzte war 2012 in Bern &#8211; ich berichtete hier, aber die Zeit rast wohl&#8230; Am Vormittag nahm ich selber an einer Paper-Veranstaltung teil. 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