{"id":2051,"date":"2016-09-24T15:57:50","date_gmt":"2016-09-24T13:57:50","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=2051"},"modified":"2016-09-24T15:57:50","modified_gmt":"2016-09-24T13:57:50","slug":"buchtipp-18-meine-eigene-dissertation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/buchtipp-18-meine-eigene-dissertation","title":{"rendered":"Buchtipp 18: Meine eigene Dissertation :-)"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_2051 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_2051')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_2051').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Sechs Jahre lang habe ich &#8211; berufsbegleitend &#8211; an der Dissertation gearbeitet, welche im Rahmen einer vom Schweizerischen Nationalfond unterst\u00fctzten <a href=\"http:\/\/www.ife.uzh.ch\/de\/research\/lehrstuhlstaub\/forschung\/abgeschlosseneprojekte\/coaching.html\" target=\"_blank\">Studie<\/a> zum &#8222;Fachspezifischen Unterrichtscoaching in Lehrpraktika&#8220; unter der Leitung von Prof. Dr. Fritz Staub entstanden ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier die Zusammenfassung:<\/p>\n<blockquote><p>Unterrichtspraktika gelten gemeinhin als Kernelement zur Entwicklung berufspraktischer Kompetenzen und werden von Lehramtsstudierenden in der Regel als wichtige Lernorte betrachtet, da sie an der Schnittstelle zwischen Studium und Praxis angesiedelt sind und daher die M\u00f6glichkeit bieten, theoretische Wissensbest\u00e4nde und situierte Praxiserfahrung zu verkn\u00fcpfen. Eine Komponente, die wesentlich zu einem gelungenen Praktikum beitr\u00e4gt und gleichzeitig einen bedeutsamen Einfluss auf das Lernen der Studierenden aus\u00fcbt, stellt dabei die Betreuung durch Praxislehrpersonen dar. Aus diesem Grund k\u00f6nnen auch Unterrichtsbesprechungen zwischen Praxislehrpersonen und Studierenden in ihrer Funktion als Plattform f\u00fcr den Austausch \u00fcber Unterricht als wichtige Lernquellen angesehen werden.<br \/>\nDie Erforschung dessen, wie dieses Lernen konkret vor sich geht und wie Unterrichtsbesprechungen von Praxislehrpersonen gestaltet werden, stand im Zentrum der vorliegenden Studie, die drei Hauptfragestellungen verfolgte: (1) Werden Unterrichtsbesprechungen von Lehramtsstudierenden zum Lernen genutzt? (2) Wie gestalten Praxislehrpersonen Unterrichtsbesprechungen? (3) Bestehen Zusammenh\u00e4nge zwischen der Gestaltung der Unterrichtsbesprechungen durch die Praxislehrpersonen und dem Lernen der Lehramtsstudierenden? Die Grundlage f\u00fcr die quantifizierenden Gespr\u00e4chsanalysen bildeten 783 thematisch abgrenzbare Sequenzen, sogenannte potenzielle Lerngelegenheiten, die in einer Stichprobe von 61 videografierten Unterrichtsbesprechungen (30 Vorbesprechungen und 31 Nachbesprechungen) zwischen Praxislehrpersonen und Lehramtsstudierenden der Sekundarstufe I identifiziert werden konnten. Als Analyseinstrument diente ein differenziertes Kategoriensystem, das zur Erfassung des Lernens der Studierenden und des Unterst\u00fctzungsverhaltens der Praxislehrpersonen entwickelt worden war.<br \/>\nDa die Erhebung des Lernens nicht auf Selbsteinsch\u00e4tzungen der Lehramtsstudierenden beruhte, sondern aus einer Aussenperspektive vorgenommen wurde, musste theoretisch begr\u00fcndet werden, wie sich Lernen in Unterrichtsbesprechungen genau zeigt und woran es erkannt werden kann. Entsprechend wurden zwei Gespr\u00e4chsaktivit\u00e4ten der Studierenden als eigentliche Lernaktivit\u00e4ten interpretiert: zum einen sogenannt anspruchsvolle Reflexionen und zum anderen deutliche \u00c4usserungen, welche die Absicht bekundeten, das eigene Unterrichtshandeln zu ver\u00e4ndern. Andere Gespr\u00e4chsaktivit\u00e4ten wie zum Beispiel das Beschreiben oder Bewerten des eigenen Handelns wurden demgegen\u00fcber nicht als Hinweisstellen f\u00fcr Lernen betrachtet. So konnte gezeigt werden, dass die Lehramtsstudierenden knapp ein Drittel der sich bietenden potenziellen Lerngelegenheiten zum Lernen genutzt hatten.<br \/>\nDas Unterst\u00fctzungsverhalten der Praxislehrpersonen wurde bez\u00fcglich dreier Merkmale untersucht: (1) Gespr\u00e4chsstil und Rolle, (2) modaler Sprachgebrauch und (3) Interaktionsmuster. Die diesbez\u00fcglichen Analysen ergaben, dass ein Gespr\u00e4chsstil, der weniger direktiv gestaltet ist und den Studierenden vermehrt M\u00f6glichkeiten bietet, ihre eigenen Themen ins Gespr\u00e4ch einzubringen, das Lernen eher zu unterst\u00fctzen vermag. Zudem konnte gezeigt werden, dass die Praxislehrpersonen in potenziellen Lerngelegenheiten mit Hinweisstellen f\u00fcr Lernen der Studierenden vermehrt modale Satzkonstruktionen verwendeten und auf diese Weise den M\u00f6glichkeitsraum des Gespr\u00e4chs vergr\u00f6sserten. Hinsichtlich der Interaktionsmuster konnte ein breit abgest\u00fctzter Befund erneut repliziert werden: Es sind vor allem dialogische Gespr\u00e4chssequenzen mit Ko-Konstruktion, die das Lernen der zuk\u00fcnftigen Lehrpersonen besonders f\u00f6rdern.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Quelle:<\/strong><\/p>\n<p>Futter, K. (2016). Lernwirksame Unterrichtsbesprechungen im Praktikum. Nutzung von Lerngelegenheiten durch Lehramtsstudierende und Unterst\u00fctzungsverhalten der Praxislehrpersonen. Retrieved from: <a href=\"http:\/\/opac.nebis.ch\/ediss\/20162773.pdf\">http:\/\/opac.nebis.ch\/ediss\/20162773.pdf<\/a> [Stand: 24.9.2016].<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl, dieses Blogposting schreiben zu d\u00fcrfen, denn heute wurde meine Dissertation als E-Dissertation von der Zentralbibliothek Z\u00fcrich publiziert und ich darf sie nun auch ganz offiziell hier vorstellen. 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