{"id":209,"date":"2009-03-08T13:22:59","date_gmt":"2009-03-08T19:22:59","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=209"},"modified":"2009-03-30T03:04:47","modified_gmt":"2009-03-30T09:04:47","slug":"deutsche-gesellschaft-fur-hochschuldidaktik-jahrestagung-2009-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/deutsche-gesellschaft-fur-hochschuldidaktik-jahrestagung-2009-teil-2","title":{"rendered":"Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Hochschuldidaktik | Jahrestagung 2009 | Teil 2"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_209 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_209')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_209').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. N\\u00e4heres erfahren Sie durch einen Klick auf das <em>i<\\\/em>.\",\"settings_perma\":\"Dauerhaft aktivieren und Daten\\u00fcber-tragung zustimmen:\",\"info_link\":\"http:\\\/\\\/www.heise.de\\\/ct\\\/artikel\\\/2-Klicks-fuer-mehr-Datenschutz-1333879.html\",\"uri\":\"http:\\\/\\\/kathrinfutter.ch\\\/blog\\\/deutsche-gesellschaft-fur-hochschuldidaktik-jahrestagung-2009-teil-2\",\"post_id\":209,\"post_title_referrer_track\":\"Deutsche+Gesellschaft+f%C3%BCr+Hochschuldidaktik+%7C+Jahrestagung+2009+%7C+Teil+2\",\"display_infobox\":\"on\"});}});\n\/* ]]> *\/<\/script><\/div><p>Wie angek\u00fcndigt, m\u00f6chte ich gerne noch \u00fcber andere Beitr\u00e4ge von der Jahrestagung der <a href=\"http:\/\/www.dghd.de\/\" target=\"_blank\">Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Hochschuldidaktik<\/a>\u00a0berichten.<br \/>\nDrei Beitr\u00e4ge widmeten sich dem selbstgesteuerten Lernen resp. der Verbindung von Studium und Praktika.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hochschuldidaktik.uni-freiburg.de\/team\" target=\"_blank\">Silke Weiss<\/a>\u00a0von der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik der Universit\u00e4t Freiburg i.Br. hielt einen Vortrag mit dem Titel: <span style=\"font-weight: bold\" class=\"Apple-style-span\">Selbstbestimmtes Lernen im Studium &#8211; Lernmotivation in reformierten Studieng\u00e4ngen<\/span>. Sie referierte auf Deci und Ryans\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Selbstbestimmungstheorie_der_Motivation\" target=\"_blank\">Selbstbestimmungstheorie<\/a>\u00a0resp. deren drei basic needs&#8220; (Kompetenzerleben, Autonomie und soziale Eingebundenheit)\u00a0und deren Stufung der Lernmotivation extrinsisch, introjieziert, identifiziert, intrinsisch&#8220;.\u00a0 Frau Weiss befragte 318 Bachelorstudierende aus verschiedenen Studieng\u00e4ngen als auch Studierende, welche noch nicht in reformierten Studieng\u00e4ngen studierten. Ein f\u00fcr mich spannendes Ergebnis war, dass vor allem im 2. Studienjahr weniger intrinsische Motivation vorhanden war als im ersten und dass beim Selbststudium die Lernmotivation vor allem extrinsisch motiviert war! Da kann man sich wirklich fragen: Weshalb?!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hdz.uni-dortmund.de\/fileadmin\/Mitarbeiter\/bszczyrba\/Szczyrba.html\" target=\"_blank\">Birgit Szczyrba<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.uni-stuttgart.de\/pae\/index.php?realm=abteilung&amp;topic=mitarbeiter#edith_kroeber\" target=\"_blank\">Edith Kr\u00f6ber<\/a>\u00a0vom Hochschuldidaktischen Zentrum der TU Dortmund resp. dem Zentrum f\u00fcr Curriculaentwicklung der Universit\u00e4t Stuttgart stellten in ihrem Referatstitel die Frage: <span style=\"font-weight: bold\" class=\"Apple-style-span\">Selbststudium in Bologna neu interpretiert?<\/span> Da im Zuge der Bolognareform ja auch das Selbststudium der Studierenden mit ECTS-Punkten dotiert ist sind sie der Ansicht, dass die Planung, Initiierung, Betreuung und Bewertung dieser Selbststudiumszeiten st\u00e4rker in die Verantwortung der Lehrenden r\u00fcckt als bisher. Seit der Umstellung beobachte man jedoch zwei suboptimale Extreme des Umgangs: n\u00e4mlich eine verst\u00e4rkte Kontrolle und Verschulung des Selbststudiums versus einer Verwahrlosung&#8220;. Sie fragen sich also zu Recht, wie Lehrende daf\u00fcr qualifiziert und in die Verantwortung genommen werden k\u00f6nnen, das begleitete Selbststudium angemessen zu betreuen. Die beiden Referentinnen sind der Ansicht, dass fachspezifische Kompetenzmodelle weitgehend fehlen und stellen eine Spirale der Erfahrung&#8220; nach\u00a0<a href=\"http:\/\/www.tu-dortmund.de\/promotion\/de\/Tagung\/Programm\/Diez___Gabriel.pdf\" target=\"_blank\"> Diez und Gabriel&#8217;s Modell der Kompetenzentwicklung<\/a>\u00a0(2008) vor, welche meiner Ansicht jedoch den ganzen Prozess etwas verk\u00fcrzt darstellt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/diez.png\" title=\"diez.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/diez.png\" alt=\"diez.png\" \/><\/a>\u00a0<\/p>\n<p>Zwei Arbeitskollegen von meiner&#8220; Stelle (<a href=\"http:\/\/www.afh.uzh.ch\">Arbeitsstelle f\u00fcr Hochschuldidaktik \/ Z\u00fcrich<\/a>)\u00a0<a href=\"http:\/\/www.afh.uzh.ch\/aboutus\/team\/MarkusWeil.html\" target=\"_blank\">Markus Weil<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.afh.uzh.ch\/aboutus\/team\/balthasareugster.html\" target=\"_blank\">Balthasar Eugster<\/a>\u00a0stellten zu demselben Themenkomplex einen Beitrag vor mit dem Titel: <span style=\"font-weight: bold\" class=\"Apple-style-span\">Studium und Praktikum &#8211; die Relevanz des selbstgesteuerten Lernens f\u00fcr die Hochschule.<\/span><br \/>\nSie gingen in ihrem Vortrag auf Konzepte aus der Berufs- und Erwachsenenbildung ein und zeigten zudem auf, dass begleitende oder nachbereitende Lehr-Lernprozesse sich in die Lehrveranstaltung einbetten lassen oder aber \u00fcber die Art der Leistungsnachweise dokumentiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zuerst gingen sie auf die Abgrenzungsschwierigkeiten die Form Praktikum&#8220; aus hochschuldidaktischer Sicht gegen\u00fcber anderen Formen ab:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/prakti.png\" title=\"prakti.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/prakti.png\" alt=\"prakti.png\" \/><\/a>\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Besonders einleuchtend schien mir die Darstellung des selbstgesteuerten Lernens nach Pintrich (2004), welcher Phasen und Regulationsebenen ausdifferenziert:\u00a0<a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/bild-4.png\" title=\"bild-4.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/bild-4.png\" alt=\"bild-4.png\" \/>\u00a0<\/a><\/p>\n<p>Mir scheint, dass das Praktikum in der Hochschule resp. Universit\u00e4t noch viel Potential enth\u00e4lt, gerade in Kombination mit dem selbstgesteuerten Lernen, wobei ich pers\u00f6nlich beim selbstgesteuerten Lernen auch Boekaerts (1996) miteinbeziehen w\u00fcrde, welche zwar ebenfalls auf Pintrich (1995) referiert, aber den Begriff &#8222;<span style=\"font-weight: bold\" class=\"Apple-style-span\">selbstreguliertes<\/span>&#8220; Lernen pr\u00e4gt und zudem noch ausf\u00fchrt:<\/p>\n<p><u> Studierende<\/u>:<\/p>\n<ul class=\"unIndentedList\">\n<li> Sollten motiviert sein, aktiv am Lehr-Lern-Prozess teilzunehmen,<\/li>\n<li> ihr eigenes Wissen zu konstruieren und dadurch von den Lehrpersonen unabh\u00e4ngig zu werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><u> Dozierende<\/u>:<\/p>\n<ul class=\"unIndentedList\">\n<li>\u00a0Sollten n\u00fctzliche Lernumgebungen schaffen, in welchen die Studierenden ihr eigenes Lernen steuern und ihre Emotionen kennen lernen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Ein anderer Themenkomplex stellten die Schl\u00fcsselkompetenzen und das wissenschaftliche Schreiben dar. Obwohl mir pers\u00f6nlich der Begriff \u00fcberfachliche Kompetenzen&#8220; sympathischer ist (vgl. zur Begr\u00fcndung das Dossier <a href=\"http:\/\/www.afh.uzh.ch\/instrumente\/dossiers\/Kompetenzen_11_08_08.pdf\" target=\"_blank\">\u00dcberfachliche Kompetenzen<\/a>&#8220; der Arbeitsstelle f\u00fcr Hochschuldidaktik), m\u00f6chte ich hier vor allem auf zwei Beitr\u00e4ge genauer eingehen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ekvv.uni-bielefeld.de\/pers_publ\/publ\/EinrichtungDetail.jsp?orgId=6357839#mitarbeiter\" target=\"_blank\">Andrea Frank<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/ekvv.uni-bielefeld.de\/pers_publ\/publ\/PersonDetail.jsp?personId=95030\" target=\"_blank\">Stefanie Haacke<\/a>\u00a0von der Universit\u00e4t Bielefeld (Beratung f\u00fcr Studium, Lehre und Karriere) hielten das Einf\u00fchrungsreferat zum Thema Vermittlung von (Schl\u00fcssel)-kompetenzen:<span style=\"font-weight: bold\" class=\"Apple-style-span\">Ein Querthema&#8220; oder (wesentlich) mehr?<\/span><\/p>\n<p>Ihre Hauptthese war, dass die Integration von Queranliegen&#8220; in die fachliche Lehre der Schl\u00fcssel zu einer Studienreform ist, die diesen Namen auch verdient! Hier scheint mir der Begriff Schl\u00fcssel durchaus angebracht \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Vorab muss gesagt sein, dass sie sich f\u00fcr die integrative Vermittlung der Schl\u00fcsselkompetenzen entschieden haben und keine additiven Kurse anbieten. Wichtigster Punkt des Referates war der von den beiden Referentinnen gew\u00e4hlte Zugang: eine ethnologische&#8220; Herangehensweise was heisst, dass die Mitarbeitenden sich in die Sprache&#8220; der Disziplin eindenken&#8220; also lesen, fragen, Hypothesen bilden und dann auf Lehrveranstaltungsebene ganz gezielt Vorschl\u00e4ge machen, wie nun fachspezifisch die Schl\u00fcsselkomptenzen integrativ vermittelt werden k\u00f6nnen. Vom Ansatz her leuchtet mir dies sehr ein, ich frage mich jedoch, ob der ganze Aufwand sich tats\u00e4chlich lohnt, ob es nicht eine M\u00f6glichkeit g\u00e4be, pro Fach \/ Institut \/ Studienprogramm eine fachlich versierter Lehrperson an Bord zu holen und danach mit zwei K\u00f6pfen&#8220; die Lehrveranstaltungen im Hinblick auf Schl\u00fcsselkompetenzen zu optimieren?<\/p>\n<p>Zuletzt m\u00f6chte ich noch ein Projekt der ETH Z\u00fcrich erw\u00e4hnen:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.elz.ethz.ch\/people\/evab\" target=\"_blank\">Eva Buff-Keller<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.diz.ethz.ch\/people\/wute\" target=\"_blank\">Ute Woschnack<\/a>\u00a0stellten das an der ETH momentan systematisch angegangene Thema Fach\u00fcbergreifende Handlungskompetenzen&#8220; vor. Dieser Beitrag &#8211; urspr\u00fcnglich als Workshop eingereicht &#8211; hatte klar das Ziel, das bisher Erarbeitete einem breiteren Fachpublikum vorzustellen. Vor allem wollten die beiden Referentinnen dar\u00fcber diskutieren, welche Rolle die Hochschuldidaktik f\u00fcr die Hauptakteure (Dozierende, Studierende, Studiengangsverantwortliche) spielen k\u00f6nnten. Und auch: Welche Supportleistungen der Hochschuldidaktik sinnvoll, realisierbar und finanzierbar sind. Die Diskussion zeigte, dass niemand das&#8220; Konzept einfach so aus der Schublade ziehen konnte \ud83d\ude09\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Quellen:<br \/>\nBoekaerts, M. (1996). Self-regulated learning at the junction of cognition and motivation. European Psychologist. Vol 1(2), 100-112<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie angek\u00fcndigt, m\u00f6chte ich gerne noch \u00fcber andere Beitr\u00e4ge von der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Hochschuldidaktik\u00a0berichten. Drei Beitr\u00e4ge widmeten sich dem selbstgesteuerten Lernen resp. der Verbindung von Studium und Praktika. 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