{"id":297,"date":"2009-07-04T09:15:00","date_gmt":"2009-07-04T15:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=297"},"modified":"2009-07-04T09:20:03","modified_gmt":"2009-07-04T15:20:03","slug":"jahreskongress-unterrichtsforschung-und-unterrichtsentwicklung-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/jahreskongress-unterrichtsforschung-und-unterrichtsentwicklung-teil-2","title":{"rendered":"Jahreskongress &#8222;Unterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung&#8220; | Teil 2"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_297 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_297')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_297').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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So liessen sich Konzepte der einen Bildungsstufe auch nur bedingt auf andere Stufen \u00fcbertragen. Ausgehend von dieser \u00dcberlegung fragten wir in unseren Beitr\u00e4gen nach den Besonderheiten der universit\u00e4ren Hochschulstufe und den Implikationen f\u00fcr die Entwicklung der Lehre und die Qualit\u00e4tsdiskussion.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Der erste Beitrag von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/didactic\/de\/le-centre\/notre-equipe\/jessica-dehler\" target=\"_blank\">Jessica Dehler<\/a>\u00a0des\u00a0<a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/didactic\/de\" target=\"_blank\">Didaktikzentrums der Universit\u00e4t Fribourg<\/a>\u00a0hielt ein Referat mit dem Titel: &#8222;Dispositifs de formation d&#8217;enseignement-e-s universitaires. Impacts sur le d\u00e9veloppement professionnel et sur la qualit\u00e9 de l&#8217;enseignement&#8220;. Sie stellte konkrete Massnahmen zur Entwicklung der Lehre an der Universit\u00e4t Fribourg vor. Aufgrund einer Bedarfsanalyse, welche das Didaktikzentrum durchf\u00fchrte, w\u00fcnschen sich 53% der universit\u00e4ren Lehrpersonen eine hochschuldidaktische Ausbildung. Besonders interessant scheint mir der Ansatz zu sein, gemeinsam mit den Professorinnen und Professoren Praxisgemeinschaften zu bilden: den Did@cTIC Lunch.<\/p>\n<blockquote><p>Diese Treffen bieten einen Ort f\u00fcr den Austausch unter Professoren und Professorinnen, der in einigen F\u00e4llen von der Teilnahme von Experten und Expertinnen bereichert werden wird. Prof. Bernadette Charlier (Leiterin des Zentrums f\u00fcr Hochschuldidaktik) wird die Treffen moderieren. Bei jedem Termin wird eine spezifische Thematik bearbeitet, die aus allen T\u00e4tigkeitsfeldern von Professoren und Professorinnen kommen kann, also sowohl die Lehre, aber auch die Doktoratsbetreuung, die Mitarbeiterf\u00fchrung etc. betreffen kann.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.intern.tu-darmstadt.de\/dez_i\/ref_ic\/team_ic\/mitarbeiter_details_1_globale_inhalte_4612.de.jsp\" target=\"_blank\">Sandra Mittag<\/a>\u00a0von der TU Darmstadt fragte sich in ihrem Referat, was und wie Evaluationen zur Qualit\u00e4tssicherung an Hochschulen beitragen k\u00f6nnen. Sie fokussierte vor allem auf mehrstufige Evaluationsverfahren mit interner Selbst- und externer Fremdbeurteilung. Diese Evaluationen haben teilweise nur Studium und Lehre, teilweise aber auch Forschung und Dienstleistung zum Gegenstand.<\/p>\n<p>Mein Referat hatte den Titel &#8222;Verkn\u00fcpfung von Forschung und Lehre als Qualit\u00e4tsmerkmal: Studentische Wahrnehmung von Hochschulunterricht. Die Untersuchung konnte im Rahmen der Vergabe des Lehrpreises 2009, welcher an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich stattfand, durchgef\u00fchrt werden. Ich zeigte Ergebnisse zu folgenden Forschungsfragen: Wie gut verbinden Dozierende der UZH Forschung und Lehre in der Wahrnehmung der Studierenden? Wie bedeutsam sch\u00e4tzen die Studierenden die Verkn\u00fcpfung von Forschung und Lehre ein? Und: Wollen die Studierenden \u201c so wie es das Leitbild der UZH verlangt \u201c Teil einer Forschungsgemeinschaft sein? Zudem konnte ich auch erste Ergebnisse der qualitativen Auswertung der Daten pr\u00e4sentieren: Was tun \u201c aus der Sicht der Studierenden \u201c Dozierende, die Forschung und Lehre vorbildlich verkn\u00fcpfen?<\/p>\n<p>Die nachfolgende Gruppe (bestehend aus Frank Lipowsky, Barbara Drollinger-Vetter und Alex Buff) hielt drei Referate zum Thema: &#8222;Was kann die Unterrichtsforschung zur Weiterentwicklung von Theorien und Methoden und zur Weiterentwicklung von unterrichtlicher Praxis leisten? Sie pr\u00e4sentierten Beitr\u00e4ge aus dem Projekt &#8222;Unterrichtsqualit\u00e4t, Lernverhalten und mathematisches Verst\u00e4ndnis&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.frank-lipowsky.de\/\" target=\"_blank\">Frank Lipowsky<\/a>\u00a0von der Universit\u00e4t Kassel stellte dar, wie die drei Basisdimensionen von Unterrichtsqualit\u00e4t (kognitive Aktivierung, effektive Klassenf\u00fchrung und unterst\u00fctzendes Unterrichtsklima) \u00fcber hochinferente Ratings im Rahmen einer dreist\u00fcndigen Unterrichtseinheit zum Satz des Pythagoras erfasst werden konnten. Als abh\u00e4ngige Variable wurde das konzeptuelle Verst\u00e4ndnis am Ende der dreist\u00fcndigen Unterrichtseinheit mehrebenenanalytisch untersucht. Die Ergebnisse verweisen \u201c hypothesenkonform \u201c auf direkte Effekte der effektiven Klassenf\u00fchrung und der kognitiven Aktivierung, w\u00e4hrend das unterst\u00fctzende Unterrichtsklima keinen Haupteffekt auf das konzeptuelle Verst\u00e4ndnis zeigte. Dies bedeutet also, dass sich Basisdimensionen von Unterrichtsqualit\u00e4t empirisch nachweisen lassen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.phzh.ch\/personen\/barbara.drollinger\" target=\"_blank\">Barbara Drollinger-Vetter<\/a>\u00a0von der P\u00e4dagogischen Hochschule Z\u00fcrich zeigte \u201c ausgehend von einer kognitionspsychologischen Sicht von Verstehen als Strukturaufbau (Aebli) \u201c auf, dass mit einer Unterscheidung verschiedener Ebenen von Verk\u00fcpfungen zwei fachdidaktische Qualit\u00e4tsmerkmale bestimmt werden k\u00f6nnen: Das Vorkommen von &#8222;Verstehenselementen&#8220; und die &#8222;strukturelle Klarheit&#8220; des Unterrichts. Diese konzeptspezifisch formulierten Qualit\u00e4tsmerkmale wurden hoch inferent \u00fcber die Theoriephasen der videographierten Unterrichtseinheit bestimmt. Beide Merkmale haben einen Effekt auf die unmittelbaren Nachleistungstests der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.phzh.ch\/personen\/alex.buff\" target=\"_blank\">Alex Buff<\/a>\u00a0(ebenfalls von der P\u00e4dagogischen Hochschule Z\u00fcrich) stellte in seinem Referat zwei M\u00f6glichkeiten der Ermittlung des Ausmasses erlebter Selbstbestimmung auf der Basis freier \u00c4usserungen vor: Ein Globalrating (Einsch\u00e4tzung auf einer 6-er Skala von &#8222;autonom\/selbstbestimmt&#8220; zu &#8222;kontrolliert\/fremdbestimmt&#8220;) und eine Typologie (hohe Selbstbestimmung \/ mittlere Selbstbestimmung \/ tiefe Selbstbestimmung und ambivalent Motivierte). Er verglich diese beiden Methoden hinsichtlich ihrer Beziehung, Geschlechts- und Schultypendifferenzen sowie ihrer pr\u00e4diktiven N\u00fctzlichkeit bezogen auf Mathematikleistungen zu Beginn und am Ende des Schuljahres. Aufgrund der Ergebnisse muss jedoch die Frage der \u00c4quivalenz der beiden Indices verneint werden. Die Typologie scheint aufgrund der Ergebnisse vorteilhafter.<\/p>\n<p>Am Nachmittag besuchte ich eine Papersession zum Thema Lehrerbildung, wobei mich vor allem der vierte Beitrag (wiederum der P\u00e4dagogischen Hochschule Z\u00fcrich) gehalten von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phzh.ch\/personen\/ernst.huber\" target=\"_blank\">Ernst Huber<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phzh.ch\/personen\/barbara.zumsteg\" target=\"_blank\">Barbara Zumsteg<\/a>\u00a0besonders interessierte. Sie stellten die Neuausrichtung der berufspraktischen Ausbildung an der PHZH vor, bei welcher die Ziele des situierten Lernens und der Kompetenzorientierung stark zum Tragen kommen sollen. Vor allem das sieben Wochen dauernde Quartalspraktikum kann als das Herzst\u00fcck der berufspraktischen Ausbildung bezeichnet werden. Hier wird haupts\u00e4chlich auf das fachspezifisch-p\u00e4dagogische Wissen der Studierenden fokussiert. Eine sorgf\u00e4ltige, von Fachdidaktikern begleitete Vorbereitung, eine intensive Begleitung der Studierenden durch die Praxislehrpersonen in Anlehnung an das Modell des Fachspezifisch-P\u00e4dagogischen Coachings (West &amp; Staub, 2002; Staub 2001), sowie eine Zwischen- und Schlussauswertung unterst\u00fctzen die Kompetenzentwicklung der Studierenden. Mir leuchtet diese Neuausrichtung sehr ein und ich bin nat\u00fcrlich gespannt, wie die Arbeit mit dem Fachspezifisch-P\u00e4dagogischen Coaching funktioniert.<\/p>\n<p>Und zum Fachspezifisch-P\u00e4dagogischen Coaching referiert\u00a0<a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/lb\/web\/lds1\/mitarbeitende_s1\/staub\" target=\"_blank\">Prof. Dr. Fritz Staub<\/a>\u00a0am Ende dieses Tages &#8222;Unterrichtscoaching als Paradigma des professionellen Lernens und der Unterrichtsentwicklung&#8220;. Er stellte das Modell noch einmal detailliert vor (vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bzl-online.ch\/archiv\/heft\/2001\/2\/175\" target=\"_blank\">Staub, 2001<\/a>) und verwies auch auf neuere Forschungsresultate, vor allem aus dem\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phtg.ch\/forschung\/projekte\/laufende-projekte-2009\/unterrichtsentwicklung-durch-fachspezifisches-coaching\/\" target=\"_blank\">DORE-Projekt<\/a>\u00a0der P\u00e4dagogischen Hochschule Thurgau in Kooperation mit der Universit\u00e4t Fribourg (dazu dann mehr im dritten und letzten Blogeintrag zu dieser Jahrestagung).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der zweite Tag des Jahreskongresses der\u00a0Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung\u00a0(SGBF) und der\u00a0Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Lehrerinnen- und Lehrerbildung\u00a0(SGL) mit dem Thema &#8222;Unterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung&#8220; stand ganz im Zeichen von diversen parallel verlaufenden grossen und kleinen Symposien, sowie einer Pr\u00e4sentation von verschiedenen Postern. &hellip; <a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/jahreskongress-unterrichtsforschung-und-unterrichtsentwicklung-teil-2\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[53,5,39,12,7,69,4,8],"tags":[126,124,125,117,116],"class_list":["post-297","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-didaktik","category-forschung","category-hochschullehre","category-lehrer-innenbildung","category-schule","category-tagungen","category-fachspezifisch-padagogisches-coaching","tag-jahreskongress","tag-sgbf","tag-sgl","tag-unterrichtsentwicklung","tag-unterrichtsforschung"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297"}],"collection":[{"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=297"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/297\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}