{"id":299,"date":"2009-07-07T04:59:08","date_gmt":"2009-07-07T10:59:08","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=299"},"modified":"2009-07-07T05:01:08","modified_gmt":"2009-07-07T11:01:08","slug":"jahreskongress-unterrichtsforschung-und-unterrichtsentwicklung-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/jahreskongress-unterrichtsforschung-und-unterrichtsentwicklung-teil-3","title":{"rendered":"Jahreskongress &#8222;Unterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung&#8220; | Teil 3"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_299 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_299')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_299').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Juli 2009 seinen Abschluss.<\/p>\n<p>Am Vormittag besuchte ich ein grosses Symposium zum Thema &#8222;Unterrichtscoching in der Lehrerbildung&#8220;. In diesem Symposium wurden Ergebnisse aus vier Studien berichtet, in welchen das Modell des Fachspezifisch-P\u00e4dagogischen Coachings (West &amp; Staub, 2003;\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bzl-online.ch\/archiv\/heft\/2001\/2\/175\" target=\"_blank\">Staub, 2001<\/a>, 2004, 2006) in unterschiedliche Kontexte \u00fcbertragen wurde. In drei Einzelstudien ging es um reine Weiterbildungskontexte.<\/p>\n<p>So berichtet als erster\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phbern.ch\/dozierende\/ueli-hirt\/\" target=\"_blank\">Ueli Hirt<\/a>\u00a0von der PH Bern von den Erfahrungen, Herausforderungen und Brennpunkte, welche sie mit dem Fachspezifisch-P\u00e4dagogischen Coachings (Content Focused Coching | CFC) in der Weiterbildung von Lehrpersonen gemacht hatten. Die Weiterbildung findet \u201c ganz nach dem Modell \u201c im Unterricht der Lehrperson statt. Der Unterrichtscoach verf\u00fcgt \u00fcber vertiefte fachdidaktische, unterrichts- und lernrelevante Kenntnisse, \u00fcber eine Ausbildung im CFC und \u00fcber ausgewiesene Stufen- und Facherfahrung. Zudem ist er oder sie als Dozent\/-in am Institut f\u00fcr Weiterbildung t\u00e4tig, aber \u201c und dies scheint mir sehr zentral \u201c unterrichtet auch selber auf der Zielstufe. Diese Form der Weiterbildung (genaue Beschreibung\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phbern.ch\/institute\/weiterbildung\/angebot\/fach-und-stufenspezifische-angebote\/unterrichtscoaching\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>\u00a0einsehbar) dauert mit der Erst- und der Abschlussbesprechung insgesamt 20 Stunden.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Einen zweiten Weiterbildungsansatz stellte\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phbern.ch\/dozierende\/alexander-wettstein\/\" target=\"_blank\">Alexander Wettstein<\/a>\u00a0(ebenfalls von der PH Bern) vor. Er fragte sich, welche Bedeutung der Unterrichtsqualit\u00e4t in der Pr\u00e4vention von Unterrichtsst\u00f6rungen zukommt. Konkret haben er und Beat Thommen das Setting des CFC zur Unterst\u00fctzung von Lehrpersonen bei Unterrichtsst\u00f6rungen eingesetzt. Im Gegensatz zum fachspezifisch-didaktischen Coaching orientierte sich ihr Vorgehen prim\u00e4r an allgemein-didaktischen, p\u00e4dagogischen und sozialpsychologischen Wissensbest\u00e4nden. So zielen die Interventionen auf die Ver\u00e4nderung von Interaktionsmustern und Unterrichtsprozessen ab. Ein angenommenes, aber noch nicht ver\u00f6ffentlichtes Paper wird dazu in &#8222;Psychologie in Erziehung und Unterricht&#8220; erscheinen: Wettstein, A., Thommen, B. &amp; Eggert, A. (2009, accepted). Von der Aggressionsdiagnostik zur Unterrichtsqualit\u00e4t. Die Bedeutung didaktischer Aspekte in der Aggressionspr\u00e4vention \u201c drei Videostudien.<\/p>\n<p>Der dritte Weiterbildungsansatz wurde\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phtg.ch\/forschung\/team\/annelies-kreis\/\" target=\"_blank\">Annelies Kreis<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.unifr.ch\/lb\/web\/lds1\/mitarbeitende_s1\/staub\" target=\"_blank\">Fritz Staub<\/a>\u00a0vorgestellt. Es handelt sich um das &#8222;Kollegiale Unterrichtscoaching&#8220; (in Anlehnung an das CFC) als Ansatz zur Implementierung schulischer Innovation. Es wurde dargestellt, inwieweit eine interne Weiterbildung an der PH Thurgau zum &#8222;Kollegialen Unterrichtscoaching&#8220; den Dialog \u00fcber Lehr-Lernprozesse zwischen Lehrpersonen anzuregen vermag. Der Fokus richtete sich auf Ver\u00e4nderungen in den Besprechungsinhalten und Durchf\u00fchrungsmodi anl\u00e4sslich gegenseitiger kollegialer Unterrichtsbesuche. Zudem zu Gelingungsbedingungen f\u00fcr die Implementation des Coachings in Schulteams, als auch auf die mittelfristige Bedeutung des Ansatzes in Zusammenhang mit Aktivit\u00e4ten der Schule. Ich berichtete bereits an anderer Stelle dar\u00fcber (<a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=198\" target=\"_blank\">hier<\/a>) und ein ausf\u00fchrlicher Forschungsbericht kann als\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phtg.ch\/fileadmin\/user_upload\/Dokumente\/PFW\/Forschung\/PHTG_FB_05-Kollegiales_Unterrichtscoaching.pdf\" target=\"_blank\">PDF heruntergeladen<\/a>\u00a0werden.<\/p>\n<p>Drei weitere Berichte dieses Symposiums handelten von Teilstudien innerhalb der gr\u00f6sseren Intervenionsstudie der P\u00e4dagogischen Hochschule Thurgau und der Universit\u00e4t Fribourg &#8220; Unterrichtsentwicklung durch fachspezifisches Coaching&#8220; (vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phtg.ch\/forschung\/projekte\/laufende-projekte-2009\/unterrichtsentwicklung-durch-fachspezifisches-coaching\/\" target=\"_blank\">Ausschreibung<\/a>).<\/p>\n<p>Ein Referat fokussierte die Rolle der Praxislehrpersonen w\u00e4hrend des Unterrichts ihrer Praktikantinnen und Praktikanten. Diese hielten sich bis anhin meist im Hintergrund, w\u00e4hrend die Studierenden an ihrer Klasse unterrichteten. Das Fachspezifisch-P\u00e4dagogische Coaching (Content Focused Coaching | CFC) sieht jedoch vor, dass sich die Praxislehrpersonen viel aktiver am eigentlichen Unterrichtsgeschehen beteiligen, denn: Unterricht wird im Rahmen des Modells in geteilter Verantwortung gemeinsam vorbereitet und teilweise auch gemeinsam erteilt. Es \u00a0hat sich im Rahmen der Interventionsstudie gezeigt, dass sich die Praxislehrpersonen der Interventionsgruppe aktiver am Unterricht beteiligten, als ihre Kolleginnen und Kollegen der Kontrollgruppe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.phtg.ch\/forschung\/team\/annelies-kreis\/\" target=\"_blank\">Annelies Kreis<\/a>\u00a0stellte in einem weiteren Beitrag Teile ihrer Dissertation vor. Es ging um die Gestaltung von produktiven Unterrichtsbesprechungen, wobei Kreis nach Unterschieden in der Makrostruktur von Unterrichtsbesprechungen mit hohem und geringem Lernertrag suchte. Die Hauptfragestellung lautete, ob sich Unterrichtsbesprechungen der Interventionsgruppe (deren Praxislehrpersonen in einer substantiellen Weiterbildung zum CFC weitergebildet wurden), hinsichtlich des Auftretens und der Abfolge charakteristischen Phasen von jenen der Kontrollgruppe unterscheiden. Zudem interessierte, welcher Zusammenhang zwischen dem Lernertrag der Studierenden und der makrostrukturellen Gestalt der Unterrichtsbesprechungen besteht. Beide Fragestellungen wurden anhand von Videoaufnahmen untersucht. Etwas vereinfacht ausgedr\u00fcckt kann festgehalten werden, dass die Phasen der Vor- und Nachbesprechungen der Interventionsgruppe dialogischer verlaufen.<\/p>\n<p>Im dritten Beitrag im Rahmen der Interventionsstudie wurde die Wirkung des Unterrichtscoachings auf die von den Praktikantinnen und Praktikanten erreichte Unterrichtsqualit\u00e4t untersucht. Die Studierenden wurden zuf\u00e4llig einer Praxislehrperson der Interventions- resp. Kontrollgruppe zugeteilt. Eine Expertin f\u00fcr Fachdidaktik Mathematik beurteilte die Unterrichtsqualit\u00e4t der Videos anhand eines hoch-inferenten Ratings, ohne dabei \u00fcber die Zugeh\u00f6rigkeit zur IG resp. KG informiert zu sein. Das verwendete Raster beruhte auf einem Instument von Ditton und Merz (2000) und beinhaltet 18 Items. Eine zweite Expertin beurteilte zehn zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte Videolektionen. Auf der Grundlage der \u00fcber alle 18 Items aggregierten Gesamtwerts f\u00e4llt die Unterrichtsqualit\u00e4t der Interventionsgruppe signifikant h\u00f6her aus als als jene der Kontrollgruppe. Dieses Resultat beeindruckt mich sehr, erweist sich somit ein Unterrichtscoaching auf der Grundlage des Fachspezifisch-P\u00e4dagogischen Coachings gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichen Bedingungen der Unterst\u00fctzung im Praktikum \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>Am Nachmittag fand die dritte Verleihung des Hans Aebli Anerkennungspreises\u00a0der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ans.ch\/intro.htm\" target=\"_blank\">Aebli-Naef-Stiftung<\/a>\u00a0statt. Dieser ging ex aequo an\u00a0<a href=\"http:\/\/www.fhnw.ch\/ph\/ueber-uns\/hochschulleitung\/andrea-bertschi-kaufmann\" target=\"_blank\">Prof. Dr. Andrea Bertschi-Kaufmann<\/a>\u00a0von der P\u00e4dagogischen Hochschule der FHNW und an\u00a0<a href=\"http:\/\/www.unige.ch\/fapse\/SSE\/erhise\/Site_BS\/\" target=\"_blank\">Prof. Dr. Bernard Schneuwly<\/a>\u00a0von der Universit\u00e9 de Gen\u00e8ve.<\/p>\n<p>Die Hans Aebli Vorlesung hielt P<a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/wissen\/bildung\/lehrer-lehrerausbildung-tu-muenchen-ID1231755601231.xml\" target=\"_blank\">rof. Dr. Manfed Prenzel<\/a>\u00a0zum Thema: &#8222;Von der Unterrichtsforschung zur Exzellenz in der Lehrerbildung&#8220;. Mehr davon \u201c vor allem zur neuen &#8222;School of Education&#8220; an der TU M\u00fcnchen sp\u00e4ter.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der von der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung (SGBF) und der Schweizerischen Gesellschaft f\u00fcr Lehrerinnen- und Lehrerbildung (SGL) organisierte Jahreskongress zum Thema &#8222;Unterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung&#8220; fand am 1. Juli 2009 seinen Abschluss. 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