{"id":303,"date":"2009-07-08T06:59:12","date_gmt":"2009-07-08T12:59:12","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=303"},"modified":"2009-07-08T06:59:12","modified_gmt":"2009-07-08T12:59:12","slug":"nachtrag-die-idee-der-universitat-und-ihre-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/nachtrag-die-idee-der-universitat-und-ihre-zukunft","title":{"rendered":"Nachtrag: Die Idee der Universit\u00e4t und ihre Zukunft"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_303 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_303')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_303').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Ebenfalls deshalb, weil ich\u00a0<a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=296\" target=\"_blank\">hier<\/a>\u00a0bereits den von Prof. Dr. U. Herrmann zur Ver\u00f6ffentlichung freigegeben Artikel erw\u00e4hnt habe.<\/p>\n<p>Tetens umschreibt die &#8222;Idee der Universit\u00e4t&#8220; folgendermassen:<\/p>\n<blockquote><p>Wissenschaft versucht systematisch und methodisch zu erkunden (erforschen), was alles Wichtiges in der Welt der Fall ist und warum es der Fall ist. Bei dieser Erforschung der Welt lassen sich die Wissenschaftler durch f\u00fcnf Ideale anleiten: das Ideal der Wahrheit, das Ideal der Begr\u00fcndung, das Ideal der Erkl\u00e4rung und des Verstehens, das Ideal der Selbstreflexion und das Ideal der Intersubjektivit\u00e4t. <\/p><\/blockquote>\n<p>Da die Wissenschaft ihrer Idee nach kein\u00a0Geheimwissen einer privilegierten Minderheit hervorbringt, m\u00fcssen \u201c ihrem Ideal nach Intersubjektivit\u00e4t nach \u201c sich wissenschaftliche Resultate auch immer wieder von anderen Forschern nachvollziehen und best\u00e4tigen lassen. \u00abWissen, das sich nicht intersubjektiv mitteilen und intersubjektiv nachpr\u00fcfen l\u00e4sst, verwirkt auf Dauer den Anspruch, wissenschaftliches Wissen zu sein\u00bb (vgl. Tetens, 2008). <\/p>\n<p>Aus der &#8222;Idee der Universit\u00e4t \/ der Idee der Wissenschaft&#8220; folgert Tetens Grund\u00e4tze, nach denen die beiden Aufgaben der Universit\u00e4ten, die Forschung und die Lehre, zu organisieren sind.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr mich interessant ist der folgende Abschnitt:<\/p>\n<blockquote><p>In der Forschung kooperieren die Forscher als Beobachtungshelfer und als gleichberechtigte Mitdiskutanten in den kontroversen wissenschaftlichen Debatten. [&#8230;] In die Wissenschaft eingef\u00fchrt und zur Wissenschaft bef\u00e4higt werden die Studierenden durch einen Dreierschritt: vormachen, nachmachen, mitmachen. Zu Beginn trennt ein mehr oder weniger gewaltiges Kompetenzgef\u00e4lle die Lehrenden von den Studierenden. Deshalb m\u00fcssen Lehrende kraft ihrer Kompetenz und Erfahrung vormachen, wie man Wissenschaft angemessen betreibt. Das kann nat\u00fcrlich auf vielf\u00e4ltige Weise geschehen. Da aber der Forschungsprozess wesentlich als offene und freie kontroverse Debatte ablaufen muss, sind die Lernschritte des Nachmachens und Mitmachens selber wesentlich als offene und freie kontroverse Debatten zwischen Lehrenden und Studierenden und auch zwischen den Studierenden zu organisieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies entspricht eigentlich schon sehr einer Haltung, dass Lehrende und Lernende eine Forschungsgemeinschaft bilden, die sich gegenseitig befruchten kann.<\/p>\n<p>Auch dieser Absatz gef\u00e4llt mir:<\/p>\n<blockquote><p>Im Prinzip muss der Lehrende ein kompetenter Forscher sein, denn er soll in die Wissenschaft durch Vormachen und Kontrolle und Verbesserung des Nachgemachten einf\u00fchren. Umgekehrt steht jeder kompetente Forscher unter den f\u00fcnf Idealen der Wissenschaft, insbesondere unter dem Ideal der Begr\u00fcndung, der Selbstreflexion und der Intersubjektivit\u00e4t; er muss daher in der Lage sein, das von ihm Entdeckte und Gedachte so darzustellen, dass andere es nachvollziehen und unabh\u00e4ngig von ihm \u00fcberpr\u00fcfen und kritisch diskutieren k\u00f6nnen. Es ist nicht nur ein Humboldtsches Ideal, Forschung und Lehre miteinander zu verbinden, es folgt aus der Idee der Wissenschaft und damit aus der Idee der Universit\u00e4t \u00fcberhaupt, dass Forschung und Lehre nicht voneinander getrennt werden k\u00f6nnen und dass jeder Wissenschaftler an der Universit\u00e4t Forscher und Lehrer in Personalunion zu sein hat.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und genaue diese Verbindung macht meiner Ansicht nach die Lehre an der Universit\u00e4t auch besonders spannend und einzigartig!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Via den folgenden\u00a0Blogeintrag\u00a0im e-Denkarium von Prof. Dr. Gabi Reinmann, bin ich auf den Artikel von Holm Tetens aufmerksam gemacht wurden (hier einsehbar), welcher sich ebenfalls Gedanken zur Idee der Universit\u00e4t macht. 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