{"id":337,"date":"2009-09-06T04:26:43","date_gmt":"2009-09-06T10:26:43","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=337"},"modified":"2009-09-06T06:41:30","modified_gmt":"2009-09-06T12:41:30","slug":"earli-2009-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/earli-2009-teil-3","title":{"rendered":"EARLI 2009 | Teil 3"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_337 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_337')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_337').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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In der Einf\u00fchrung f\u00fcr alle vier Referate hiess es:<\/p>\n<p>Lehrpersonen m\u00fcssen verschiedenste Kenntnisse besitzen, um die anspruchsvollen Aufgaben zu bew\u00e4ltigen, die ihr Beruf verlangt. Sie werden mit neuen und gro\u00dfen Anforderungen konfrontiert, die das blo\u00dfe Unterrichten \u00fcberschreiten. Neue Metaanalysen (Hattie, Lipowky, 2006) haben gezeigt, dass 30 % des Lernens der Sch\u00fcler\/-innen mit der Lehrperson, ihrer Bef\u00e4higung und ihrem Handeln verbunden werden.<\/p>\n<p>So steht weiter:<\/p>\n<blockquote><p>Teacher education isn&#8217;t able to provide enough knowledge and deliberate practice for getting experts in these various competences yet. So there&#8217;s a special need to explore the structure as well as the development of these skills to do justice to the complex profession of teaching.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Symposium zielte also darauf, Modelle vorzustellen, wie Kompetenzen von angehenden Lehrpersonen gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen, um dadurch ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Voraussetzungen des Lehrberufs und die notwendigen Kompetenzen zur Ausf\u00fchrung desselben zu erhalten.<\/p>\n<p>Zwei Referate stelle ich nachfolgend detaillierter vor:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Predicting Teachers Counselling Competence \u201c A Latent Regression Analysis<\/strong><\/p>\n<p>Simone Bruder, Silke Hertel, Bernhard Schmitz und Julia Klug<\/p>\n<p>Das Beraten von Eltern und Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern ist eine t\u00e4gliche Aufgabe von Lehrpersonen in der Schule. Deshalb kann es als ein Schl\u00fcsselaspekt der Berufsbef\u00e4higung von Lehrpersonen betrachtet werden. Das Ziel der vorgestellten Studie war die Untersuchung der G\u00fcltigkeit von Instrumenten, die eingesetzt werden, um die Beratungskompetenz von Lehrpersonen zu messen. So wurde eine Vignette erstellt, um die Beratungskompetenz, gekoppelt mit dem tats\u00e4chlichen Verhalten in Beratungssituationen, messen zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem wurde die Beratungskompetenz mit einem Selbstbericht und einem Kenntnis-Test erfasst. Um zu untersuchen, ob die Vignette g\u00fcltige Auskunft bez\u00fcglich der Beratungskompetenz gibt, wurden latente Regressionsanalysen durchgef\u00fchrt. Gest\u00fctzt auf\u00a0 theoretisches und empirisches Grundlagenwissen, konnten sodann f\u00fcnf Dimensionen der Beratungskompetenz angenommen und in die Bewertung eingeschlossen werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Cooperation-Competence,<\/li>\n<li>Conversation-Skills,<\/li>\n<li>Counsellor-Skills,<\/li>\n<li>Diagnostic-Competence and<\/li>\n<li>Coping-Competence.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Daten von 141 Grundschul-Lehrpersonen wurden alsdann gesammelt und es konnte gezeigt werden, dass f\u00fcr den Selbstbericht sowie f\u00fcr die Vignette, diese f\u00fcnf Dimensionen eine bedeutsame Erkl\u00e4rung zur Aufkl\u00e4rung der Varianz des latenten Faktors &#8222;Beratungskompetenz&#8220; liefern. Weitere Analysen zeigten zudem, dass die mit der Vignette gemessene Beratungskompetenz, durch die von den Lehrerpersonen selbst berichtete Beratungskompetenz, vorausgesagt werden kann.<\/p>\n<p>So bilanzieren die Autorinnen und der Autor:<\/p>\n<blockquote><p>The results of our study show that counselling competence measured with the vignette can be validated with the self-report. The instruments can be administered to examinate a structure equation model of counsellig competence. Further research should concentrate on developing a hierarchical model of counselling competence that enables the investigation of counselling-competence developement in the teacher career. Training programmes for pre-service-teachers and teachers in the sense of the aptitude-treatment-interaction can be developed on the basis of the model.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Forschergruppe hat also noch viel vor! Gerne h\u00e4tte ich im Referat noch mehr \u00fcber den gew\u00e4hlten theoretischen und empirischen Hintergrund der einzelnen Dimensionen erfahren.<\/p>\n<p><strong>Observe \u201c Developing an instrument for the measurement of pedagogical-psychological competence of student teachers<\/strong><\/p>\n<p>Katharina Schwindt, Tina Seidel, Geraldine Blomberg, Kathleen Stuermer<\/p>\n<p>Eine etwas anders angelegte Studie ist die von Schwindt et al. vorgestellte.\u00a0Die Anwendung von theoretischen Wissen im Klassenzimmer ist, laut den Autorinnen, ein zentraler Aspekt der p\u00e4dagogisch-psychologischen Kompetenz von angehenden Lehrpersonen. Um diese Kompetenz zu messen, wurde im Projekt Observe ein computerbasierter Test entwickelt. Dadurch wurde es m\u00f6glich, dieses &#8222;Konstrukt: P\u00e4dagogisch-Psychologische Kompetenz von angehenden Lehrpersonen&#8220; in einem standardisierten Verfahren zu erheben.<\/p>\n<blockquote><p>The test contains videoclips of authentic classroom situations in several subjects and phases of instruction. The videoclips have to be rated with regard to the <em>description<\/em>, <em>prediction<\/em> and <em>explanation<\/em> of effects of teaching components on student learning (Hervorhebung, KF).<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiter ist im Abstact nachzulesen:<\/p>\n<blockquote><p>In the project, two questions are focused: First, it is investigated to what extend it is possible to scale the focused pedagogical-psychological competence of classroom observation (description, prediction, explanation). Second, the possibility to assess different levels of competence is analyzed. To investigate these two research questions, different subsamples are tested with the instrument: Student teachers at the beginning (n=80), in the middle (n=80) and to the end (n=80) of their studies, as well as teachers with professional experience (n=80) out of different working positions. The results show that videoclips of authentic classroom situations have a large potential for the situational and contextual diagnosis of teacher competencies.<\/p><\/blockquote>\n<p>Es geht also einerseits um die Messung der p\u00e4dagogisch-psychologischen Kompetenz bei der Beobachtung (Beschreibung, Vorhersage und Erkl\u00e4rung) von Unterricht und \u00a0andererseits wurde untersucht, ob unterschiedliche Auspr\u00e4gungen dieser Kompetenz bei zuk\u00fcnftigen Lehrpersonen festgestellt werden konnten.<\/p>\n<p>Die Autorinnen argumentieren, dass allgemeine Kenntnisse \u00fcber das Unterrichten und das Lernen wichtige Aspekte der p\u00e4dagogisch-psychologischen Ausbildung von Lehrpersonen sind und diese auszubilden auch das Kerngesch\u00e4ft der Lehrerbildung sei. Wenn nun zuk\u00fcnftige Lehrpersonen im Klassenzimmer stehen, m\u00fcssen sie ihre theoretischen Kenntnisse \u00fcber das Unterrichten und das Lernen in echte Klassenzimmer-Anwendungen transferieren k\u00f6nnen.\u00a0In der Lehrerbildung existierten zwar Annahmen \u00fcber die Struktur und die Entwicklung von dieser Lehrkompetenz. Es mangle jedoch an zuverl\u00e4ssigen und g\u00fcltigen diagnostischen Werkzeugen die h\u00e4lfen, diese Kompetenz auch zu bewerten. Deshalb ist es erkl\u00e4rtes Ziel des Projekts &#8222;Observe&#8220;, ein standardisiertes, aber doch in einen Kontext gesetztes Instrument auf seine &#8222;Tauglichkeit&#8220; zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Interessant ist, was die Autorinnen genau unter &#8222;P\u00e4dagogisch-Psychologischer Kompetenz&#8220; verstehen resp. wie sie diese operationalisiert haben:<\/p>\n<blockquote><p>For our research pedagogical-psychological competence means to discover relevant aspects of teaching-learning processes in authentic classroom situations. This requires to apply theoretically based knowledge to situational tasks.With regard to relevant aspects of teaching-learning processes we focus on three basic classroom conditions that have been shown as relevant for student learning (Seidel et al., 2006): (1) Goal clarity and coherence (teaching and learning goals, students tasks) (2) Teacher support (open questions, supportive feedback) (3) Learning climate (positive atmosphere).<\/p><\/blockquote>\n<p>An der Tagung pr\u00e4sentierten sie erste Ergebnisse der Studie, welche best\u00e4tigen, dass mit diesem Instrument tats\u00e4chlich die besagte p\u00e4dagogisch-psychologische Kompetenz gemessen werden kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich blieben bez\u00fcglich dieses Pr\u00e4sentation, neben sehr interessanten Anregungen, jedoch auch einige Fragen offen. Weshalb zum Beispiel wurden die drei Basisbedingungen &#8222;Zielorientierung&#8220;, &#8222;Unters\u00fctzung&#8220; und &#8222;Lernklima&#8220; gew\u00e4hlt? Ich habe mir die M\u00fche gemacht den besagten Artikel von Seidel et al. aus dem Jahre 2006 zu lesen. Wenn ich richtig recherchiert habe, konnten damals aus den Ergebnissen der IPN Videostudie f\u00fcnf Bereiche identifiziert werden, welche f\u00fcr das Lernen besonders relevant seien: (1) Klassenorganisation, (2) Zielorientierung, (3) Lernbegleitung, (4) Fehlerkultur und (5) Rolle der Experimente. Der letzte Punkt ist so zu verstehen, dass die Studie den Physikunterricht an der Sekundarstufe untersuchte und im Fach Physik Experimente sehr wichtig sind. Mich w\u00fcrde nun sehr interessieren, weshalb genau die drei oben genannten Bedingungen gew\u00e4hlt wurden um p\u00e4dagogisch-psychologische Kompetenz zu beschreiben und keine anderen.<br \/>\nZudem bin ich \u201c gemeinsam mit Hans Gruber, dem Diskutanten \u201c der Auffassung, dass eine Schwierigkeit darin besteht, wer oder was einen &#8222;expert teacher&#8220; definiert. Denn:\u00a0How can the danger of circular argumentation be avoided?<\/p>\n<p>Da bin ich auf die Ver\u00f6ffentlichung des Artikels zum Referat sehr gespannt!<\/p>\n<p>Seidel, T., Blomberg, G., St\u00fcrmer, K. (in prep). Observe \u201c Validierung eines videobasierten Instruments zur Erfassung der professionellen Wahrnehmung von Unterricht. Zeitschrift f\u00fcr P\u00e4dagogik (Sonderheft).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein weiteres \u201c und letztes \u201c Symposium der EARLI 2009 Tagung in Amsterdam, \u00fcber welches ich hier gerne berichte, trug den Titel: Teachers Competences: Modeling, measuring and enhancing basic competences of teachers und war der Kategorie Continuing professional development in &hellip; <a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/earli-2009-teil-3\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[145,149],"class_list":["post-337","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tagungen","tag-earli","tag-kompetenzen-beratung-lehrerbildung"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/337"}],"collection":[{"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=337"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/337\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":343,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/337\/revisions\/343"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}