{"id":699,"date":"2010-12-09T16:06:41","date_gmt":"2010-12-09T15:06:41","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=699"},"modified":"2010-12-09T16:16:10","modified_gmt":"2010-12-09T15:16:10","slug":"coaching-und-meer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/coaching-und-meer","title":{"rendered":"Coaching und Meer"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_699 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_699')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_699').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Dezember 2010 fand eine Tagung \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.khn-hochschulcoaching.de\/\" target=\"_blank\">Coaching und Hochschule<\/a> unter dem Motto Coaching und Meer in der Akademie am Meer auf der Insel Sylt an der Nordsee statt. Organisiert wurde die Tagung von der <a href=\"http:\/\/www.tu-braunschweig.de\/\" target=\"_blank\">TU Braunschweig<\/a> und moderiert von <a href=\"http:\/\/www.tu-braunschweig.de\/khn\/kontakt\/mitarbeiter\/spielmann\" target=\"_blank\">Dr. Jochen Spielmann<\/a>. Bereits im Vorfeld wurde rege auf dem eigens f\u00fcr die Tagung eingerichteten Blog diskutiert.<\/p>\n<p>Obwohl die Reise aus Z\u00fcrich (ich war die einzige Teilnehmerin aus der Schweiz unter lauter Deutschen) doch ziemlich aufw\u00e4ndig war, hat sich der Besuch der Tagung aus meiner Sicht gelohnt. Gerne berichte ich an dieser Stelle einige ausgew\u00e4hlte Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Am Montagabend berichtete <a href=\"https:\/\/www.haw-hamburg.de\/Aktuelldetails.10777.0.html?&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=1786&amp;tx_ttnews[backPid]=10771&amp;cHash=2dd0000ff7\" target=\"_blank\">Margitta Holler<\/a> \u00fcber Coaching-Formate an der Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften Hamburg (<a href=\"http:\/\/www.haw-hamburg.de\/\" target=\"_blank\">HAW<\/a>). Das vom Stifterverband f\u00fcr Deutsche Wissenschaft und der KMK im Rahmen des Wettbewerbs f\u00fcr Exzellente Lehre \u00fcber drei Jahre finanzierte Projekt an der HAW Lehren lernen \u201c Coaching f\u00fcr Lehrende zur nachhaltigen Verbesserung der Lehre wurde f\u00fcr neuberufene Professorinnen und Professoren konzipiert. Seit einigen Jahren bietet die HAW f\u00fcr alle Neuberufenen ein verbindliches hochschuldidaktisches Workshop-Programm zum Erwerb methodisch-didaktischer Kompetenz an. Zu diesen Kursen kommt jetzt neu ein Einzel-Coaching (ebenfalls verpflichtend f\u00fcr alle Neuberufenen) dazu. Diese Coachings werden von professionellen, externen Coachs angeboten, die in Hospitationen und Beratungsgespr\u00e4chen individuell auf Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche der Lehrenden vor dem Hintergrund studentischer Lehrevaluationen eingehen k\u00f6nnen. Ziel ist, dass 24 Professorinnen und Professoren sechs Mal innerhalb eines Jahres beraten werden. Zu diesen verbindlichen Einzelcoachings sieht das Programm als Erg\u00e4nzung f\u00fcr erfahrene Lehrende auf freiwilliger Basis ein Team-Coaching vor. Hier haben acht erfahrene Professorinnen und Professoren pro Fakult\u00e4t die M\u00f6glichkeit, unter Anleitung eines Coachs \u00fcber verbesserte Lehr-Lernmethoden und deren Anwendung nachzudenken. Zus\u00e4tzlich hospitieren sie sich gegenseitig bei Lehrveranstaltungen und werten die Erfahrungen miteinander aus. Das Angebot scheint bisher gut anzukommen. Sicher fragen kann man sich, ob ein verbindliches Angebot immer seine eigentliche Intention erreichen kann. Zudem frage ich mich, ob Professorinnen und Professoren, welche in ein Coaching gehen m\u00fcssen, wirkliche gen\u00fcgend motiviert sind, sich auch auf einen Prozess einzulassen? Ebenfalls kann man sich fragen, weshalb nicht auch Lehrbeauftragte und Privatdozierende profitieren k\u00f6nnen? Jedenfalls kann man schon heute auf die Evaluation des Projektes gespannt sein!<\/p>\n<p>Am Dienstagvormittag berichtete <a href=\"http:\/\/www.uni-stuttgart.de\/weiterbildung\/\" target=\"_blank\">Dr. Edith Kr\u00f6ber<\/a> vom Zentrum f\u00fcr Lehre und Weiterbildung der Universit\u00e4t Stuttgart in der Fachgruppe Coaching als Gegenstand von Forschung Ergebnisse ihrer Dissertation. Thema derselben sind Ver\u00e4nderungen von Lehrkonzeptionen durch hochschuldidaktische Weiterbildungen. Interessant war die Pr\u00e4sentation der <a href=\"http:\/\/aisel.aisnet.org\/misq\/vol26\/iss1\/5\/\" target=\"_blank\">Grid-Methode<\/a>, ein Verfahren, mittels welchem sie in strukturierter Art und Weise die Lehrkonzeptionen von Hochschullehrenden vor und nach der Absolvierung von hochschuldidaktischen Workshops erheben konnte. Die <a href=\"http:\/\/www.gridsuite.de\/\" target=\"_blank\">Software <\/a> wurde von Prof. Dr. Martin Fromm entwickelt und kann auch gekauft werden. Ich k\u00f6nnte mir durchaus vorstellen, mit interessierten Personen mittels dieser Methode deren Lehrkonzeptionen sichtbar und dadurch \u201c falls erw\u00fcnscht \u201c auch ver\u00e4nderbar zu machen.<\/p>\n<p>Am Dienstagabend stellte ich selber das Modell des Fachspezifisch-P\u00e4dagogischen Coachings (Staub, 2001; West &amp; Staub, 2003) vor. Dieses \u201c f\u00fcr die Weiterbildung von Lehrpersonen entwickelte Modell \u201c sieht eine Unterst\u00fctzung derselben in der Planung, Durchf\u00fchrung und Reflexion von Unterricht vor. Der Coach (eine Person, welche \u00fcber eine ausgepr\u00e4gte Fachexpertise und \u00fcber elaboriertes allgemein-didaktisches Wissen verf\u00fcgt), begleitet eine Lehrperson in einem bestimmten Fachbereich und das Coaching hat das Ziel,\u00a0 die allgemeindidaktischen Reflexionsstrategien und das fachspezifisch-p\u00e4dagogischen Wissen der gecoachten Lehrperson zu f\u00f6rdern. Bez\u00fcglich einer \u00dcbertragung auf die Hochschulstufe stellen sich jedoch einige Fragen: An den Universit\u00e4ten sind die Dozierenden selbst Tr\u00e4ger ihres Fachwissens, welches oft durch eigene Forschung hervorgebracht wird. Eine andere Person zu finden, welche \u00fcber mehr Fachwissen verf\u00fcgt ist eigentlich unm\u00f6glich. Trotzdem ist die \u00dcberlegung, ob nicht auch fachliche Coachings produktiv sein k\u00f6nnten, bedenkenswert. Genutzt werden k\u00f6nnten beispielsweise zwei K\u00f6pfe: eine Person aus der Hochschuldidaktik mit breitem allgemeindidaktischen Wissen und eine Person aus dem Fachbereich k\u00f6nnten gemeinsam ein solches fachspezifisch-p\u00e4dagogisches Coaching durchf\u00fchren. Oder eine Gruppe von interessierten Dozierenden an einem Institut k\u00f6nnten sich im Rahmen von kollegialem fachspezifischem Lehrcoaching gegenseitig coachen und von einer hochschuldidaktisch versierten Person Unterst\u00fctzung erhalten. Dies im Sinne des Aufbaus und der Pflege einer wertsch\u00e4tzenden und sich wechselseitig unterst\u00fctzenden Lehr-Lernkultur am Lehrstuhl.<\/p>\n<p>Die Tagung hat sich \u201c wie eingangs beschrieben \u201c trotz der langen Anfahrtszeit f\u00fcr mich gelohnt. Ich konnte viele Anregungen bekommen und einige sehr interessante Gespr\u00e4che f\u00fchren. Besten Dank an die Organisatorinnen und Organisatoren!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schneestrand Vom 6.-8. Dezember 2010 fand eine Tagung \u00fcber Coaching und Hochschule unter dem Motto Coaching und Meer in der Akademie am Meer auf der Insel Sylt an der Nordsee statt. 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