{"id":862,"date":"2011-03-05T22:57:49","date_gmt":"2011-03-05T21:57:49","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=862"},"modified":"2011-03-17T16:20:45","modified_gmt":"2011-03-17T15:20:45","slug":"ruckblick-dghd-jahrestagung-2011","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/ruckblick-dghd-jahrestagung-2011","title":{"rendered":"R\u00fcckblick DGHD Jahrestagung 2011"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_862 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_862')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_862').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Jahrestagung der <a href=\"http:\/\/www.dghd.de\/\" target=\"_blank\">DGHD<\/a> (Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Hochschuldidaktik) statt. Zu diesem Jubil\u00e4um reisten viele Hochschuldidaktiker\/-innen aus Deutschland, \u00d6sterreich, der Schweiz, aber auch aus Frankreich und England an. Das Tagungsthema lautete &#8222;Lehrforschung wird Praxis \u201c Hochschuldidaktische Forschungsergebnisse und ihre Integration in den Lehrzusammenhang&#8220;. Nebst den beiden geladenen Keynotes von Ada Pellert zum Thema &#8222;Fachgesellschaften als \u00abcommunities of practice\u00bb: Lernen miteinander und Unterst\u00fctzung f\u00fcreinander&#8220; zur Er\u00f6ffnung und von Edgar Moseby zu &#8222;Problem Based Learning&#8220; zum Abschluss der Tagung, waren die unterschiedlichsten Pr\u00e4sentationsformate in sieben Tracks anzutreffen.<\/p>\n<p>Leider konnte ich nur kurz anwesend sein und verpasste die Keynotes, als auch die Arbeitsgruppen und die Mitgliederversammlung zur Wahl des neuen Vorstandes. Selber hielt ich einen Vortrag zum Thema &#8222;Lehrkonzept und didaktische Reflexion im Lehrportfolio&#8220;. Diese Thematik besch\u00e4ftigt mich im Rahmen meiner T\u00e4tigkeit an der Hochschuldidaktik der Universit\u00e4t Z\u00fcrich immer wieder von neuem, denn die Teilnehmenden unseres Qualifizierungsprogrammes &#8222;<a href=\"http:\/\/www.hochschuldidaktik.uzh.ch\/tsk\" target=\"_blank\">Teaching Skills<\/a>&#8220; m\u00fcssen, um das Zertifikat zu erlangen ein Lehrportfolio schreiben, in welchem sie ihre konkrete Lehrt\u00e4tigkeit nicht nur dokumentieren, sondern diese auch reflektieren und in Bezug zu ihren eigenen Leitlinien von universit\u00e4rer Lehre \u201c ihrem Lehrkonzept \u201c stellen. Nun ist es ein Aufgabenfeld der Hochschuldidaktik, die Dozierenden bei der Weiterentwicklung ihrer Lehrkonzeptionen als auch der didaktischen Reflexion ihrer Lehrt\u00e4tigkeit zu unterst\u00fctzen und ich fragte mich in meinem Vortrag, welche Modelle sich hierzu anbieten. Ein gangbarer Weg scheint mir, den Prozess des Schreibens des Lehrportfolios in Analogie zum Forschungsprozess zu sehen. Dies deshalb, weil Dozierende an einer Forschungsuniversit\u00e4t wie der UZH, Forschungsprozesse sehr gut kennen und sich dort auch &#8222;heimisch&#8220; f\u00fchlen. Mir scheint, dass dies ein m\u00f6glicher Weg sein k\u00f6nnte, den Lehrprozess resp. den Prozess der Sichtbarmachung der eigenen Lehre mittels eines Lehrportfolios, besser verst\u00e4ndlich machen zu k\u00f6nnen. In der nachfolgend eingef\u00fcgten Folie aus dem Referat sind die einzelnen Schritte &#8211; sei es beim Forschungsprozess resp. beim Prozess &#8222;Lehrportfolio&#8220; \u201c prototypisch abgebildet.<\/p>\n<p>F\u00fcr den gesamten Artikel auf den &#8222;Weiterlesen&#8220;-Button klicken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Lehre_Forschung.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-876\" title=\"Lehre_Forschung\" src=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Lehre_Forschung.png\" alt=\"\" width=\"612\" height=\"397\" srcset=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Lehre_Forschung.png 612w, http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Lehre_Forschung-300x194.png 300w\" sizes=\"(max-width: 612px) 100vw, 612px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ob dieses Vergleichsmodell f\u00fcr die Teilnehmenden hilfreich f\u00fcr den Prozess der Dokumentation und Reflexion ihrer Lehrt\u00e4tigkeit im Rahmen eines Lehrportfolios ist, wird sich noch weisen.<\/p>\n<p>Nachfolgend alle Folien des Referates auf Slideshare:<\/p>\n<div id=\"__ss_7280287\" style=\"width: 425px;\"><strong style=\"display: block; margin: 12px 0 4px;\"><a title=\"Lehrportfolio dghd_2011\" href=\"http:\/\/www.slideshare.net\/kfutter\/lehrportfolio-dghd2011\">Lehrportfolio dghd_2011<\/a><\/strong><object id=\"__sse7280287\" width=\"425\" height=\"355\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/static.slidesharecdn.com\/swf\/ssplayer2.swf?doc=referatfutterdghd2011-110316044625-phpapp02&amp;stripped_title=lehrportfolio-dghd2011&amp;userName=kfutter\" \/><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowScriptAccess\" value=\"always\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"425\" height=\"355\" src=\"http:\/\/static.slidesharecdn.com\/swf\/ssplayer2.swf?doc=referatfutterdghd2011-110316044625-phpapp02&amp;stripped_title=lehrportfolio-dghd2011&amp;userName=kfutter\" name=\"__sse7280287\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p>Einen interessanten Vortrag hielt mein Vorredner, <a href=\"http:\/\/www.ted.uni-jena.de\/Team\/wissenschaftliche+Mitarbeiter\/Jan+Fendler.html\" target=\"_blank\">Jan Fendler<\/a> von der Friedrich-Schiller-Universit\u00e4t Jena. Auch sein Beitrag hatte das Lehrportfolio zum Thema, welches von Dozierenden der Universit\u00e4t &#8211; ebenfalls im Rahmen eines Zertifikatsprogrammes &#8211; verfasst wird. Die Kolleginnen und Kollegen aus Jena arbeiten mit Videoaufzeichnungen, um mit den Teilnehmenden Reflexionsstrategien zu er\u00f6rtern, und die Implementierung derselben in deren Lehrportfolio zu unterst\u00fctzen. Die aufgenommene Stunde wird einerseits durch die anwesenden Studierenden mittels Fragebogen evaluiert und das Video wird von drei Personen aus der Hochschuldidaktik analysiert. Im Anschluss daran besprechen die drei ihre Analysen, einigen sich auf ein Feedback und jemand f\u00fchrt ein Reflexionsgespr\u00e4ch mit der videographierten Lehrperson. Dieses aufw\u00e4ndige Verfahren f\u00fchrt bestimmt zu sehr fruchtbaren Hinweisen f\u00fcr die Dozierenden und gibt auch Anst\u00f6sse bez\u00fcglich der didaktischen Reflexion des eigenen Lehrhandelns.<\/p>\n<p>Im Workshop von <a href=\"http:\/\/www.lernen-als-weg.de\/pageID_4503850.html\" target=\"_blank\">Eva-Maria Schumacher<\/a> &#8222;Coaching und Beratung entlang einer Hochschulbiografie&#8220; stellte die Vortragende ihre \u00fcber mehrere Jahre gesammelte Erfahrung vor, dass es &#8211; je nach Arbeitsphase &#8211; typische Anliegen und Fragen im Coaching- resp. Beratungsprozess gibt. Interessant war der Vergleich dieser Phasen aus dem Blickwinkel &#8222;Lehre und Hochschuldidaktik&#8220; mit den Phasen aus dem Blickwinkel &#8222;System Hochschule&#8220;. Eva-Maria Schumachers Vorschlag war es, diese Phasen miteinander zu vergleichen und dies war denn auch die Aufgabe der Teilnehmenden an diesem Workshop. Hier kann man auf den sich in Vorbereitung befindenen Artikel f\u00fcr das &#8222;Handbuch Hochschullehre&#8220; \u201c zu ebendiesem Thema \u201c gespannt sein!<\/p>\n<p>Am Donnerstagvormittag konnte ich dann noch aus dem Track &#8222;Forschung&#8220;, die \u00fcber den ganzen Vormittag dauernde Veranstaltung &#8222;Impulse f\u00fcr die Qualit\u00e4tsentwicklung der hochschuldidaktischen Weiterbildung&#8220;, geleitet von <a href=\"http:\/\/www.zhw.uni-hamburg.de\/zhw\/?page_id=145\" target=\"_blank\">Marianne Merkt<\/a> (Hamburg) und <a href=\"http:\/\/hdz.hdz.tu-dortmund.de\/index.php?id=matthias-heiner\" target=\"_blank\">Matthias Heiner<\/a> (Dortmund) besuchen, bevor ich wieder zur\u00fcckreisen musste. <a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/paedagogik\/agn\/ag4\/main\/mitarbeiter_huber.xml\" target=\"_blank\">Ludwig Huber<\/a> (Bielefeld) referierte zum Einstieg ins Thema bez\u00fcglich des Forschens \u00fcber das (eigene) Lehren, dem &#8222;Scholarship of Teaching and Learning&#8220;, und fragte sich, ob dies auch bei uns ein Thema sei. In der Folge wurden dann vier Sessions angeboten, die alle Forschungsresultate pr\u00e4sentierten, welche die Professionalisierung und Weiterentwicklung von Hochschuldozierenden im Fokus hatten. <a href=\"http:\/\/www.zhw.uni-hamburg.de\/zhw\/?page_id=411\" target=\"_blank\">Caroline Trautwein<\/a> aus Hamburg stellte sehr interessante Leitfragen zur Einsch\u00e4tzung der Qualit\u00e4t von Lehrportfolios vor. Ja, ja&#8230; ich habe wohl alle Referate besucht, die sich an dieser Tagung mit Lehrportfolios besch\u00e4ftigten \ud83d\ude09 Titel ihres Inputs war &#8222;Leitfragen zur Qualit\u00e4tseinsch\u00e4tzung von akademischen Lehrportfolios&#8220; und sie fragte sich in ihrer qualitativ-explorativen Studie, wie sich Lehrkompetenz entwickelt und welche Rolle dabei die Lehr-Lern-\u00dcberzeugungen spielen. Einleuchtend war die Orientierung an einem Modell akademischer Lehrkompetenz, welches die drei Ebenen Lehr-Lernphilosophie, Handlungsstategien und Felderfahrung unterscheidet und aufgrund dessen die Leitfragen zu eben diesen drei Bereichen entwickelt wurden. Nachtrag: die Folien zu diesem sehr spannenden Beitrag k\u00f6nnen auf der <a href=\"http:\/\/www.zhw.uni-hamburg.de\/zhw\/?page_id=571#veranstaltungen\">Projekthomepage<\/a> der Universit\u00e4t Hamburg angesehen werden.<\/p>\n<p>Carsten W\u00fcrmann und Roland Bloch stellten im Anschluss daran ihre Untersuchung der Struktur akademischer Lehre an deutschen Hochschulen vor und fragten sich bei der Analyse der beeindruckend vielen Daten, wer denn nun eigentlich die Lehrenden an den Universit\u00e4ten sind? Denn diese stellen laut ihren Daten eine sehr heterogene Zielgruppe dar. Das Wissen um eine Beschreibung der Zielgruppe sei aber f\u00fcr die Passung von Angebot und Nachfrage nicht zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ezw.uni-freiburg.de\/unterrichtsforschung\/team\/wegner\/wegner\" target=\"_blank\">Elisabeth Wegner<\/a> (Freiburg) stellte eine gemeinsam mit Matthias N\u00fcckles durchgef\u00fchrte Untersuchung zu Evaluation und Ans\u00e4tzen der Qualit\u00e4tssicherung vor und zwar ging es um den Umgang mit widerspr\u00fcchlichen Handlungsanforderungen in der Lehre als einem Merkmal von Lehrkompetenz. Aufgrund des Umgangs von Dozierenden mit Dilemmata fragten sie sich, wie Neues in die K\u00f6pfe von Hochschullehrenden kommt. Einleuchtend war das eingangs pr\u00e4sentierte Modell, aufgrund dessen (wieder einmal) klar wurde, dass reflektiertes didaktisches Entscheiden in einem schlecht strukturierten Problemraum (=Lehrsituation) viel an Kognition, Wissen, Metakognition und epistemischem Denken erfordert. Und wie gelangen Hochschuldozierende zu diesen Attributen? Eine Schlussfolgerung der Dozentin war es, dass hochschuldidaktische Weiterbildung mehr bieten m\u00fcsse als das blosse Bereitstellen von &#8222;Werkzeugkisten&#8220;.<\/p>\n<p>Edith Kr\u00f6ber aus Stuttgart stellte zum Schluss einige Hauptergebnisse ihrer Dissertation vor (ich berichtete <a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=699\" target=\"_blank\">hier<\/a> schon einmal dar\u00fcber). Auch bei ihrer Evaluationsstudie ging es um die Wirksamkeit hochschuldidaktischer Weiterbildung am Beispiel der Ver\u00e4nderung von Lehrkonzeptionen.<\/p>\n<p>Dieser Track &#8222;Forschung&#8220; war sehr vielseitig gestaltet und lieferte eine Menge an interessanten Erkenntnissen und man kann gespannt sein, bis all diese Beitr\u00e4ge publiziert und dadurch auch f\u00fcr eine breitere \u00d6ffentlichkeit sichtbar gemacht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 1.-4. 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