{"id":954,"date":"2011-06-11T15:15:42","date_gmt":"2011-06-11T13:15:42","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=954"},"modified":"2011-06-11T15:24:51","modified_gmt":"2011-06-11T13:24:51","slug":"lernstandserhebung-6-klasse-kanton-zurich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/lernstandserhebung-6-klasse-kanton-zurich","title":{"rendered":"Lernstandserhebung 6. Klasse Kanton Z\u00fcrich"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_954 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_954')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_954').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Bereits am Tag zuvor wurden die Ergebnisse der Tests von 2009, nach 6 Jahren Primarschule, \u00f6ffentlich bekannt gegeben. Von anf\u00e4nglich 2046 gepr\u00fcften Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler waren nach drei Jahren noch 96% dabei und nach 6 Jahren immerhin noch 88% (1803 Kinder).<\/p>\n<p>Gepr\u00fcft wurden die Fachleistungen am Ende der 6. Klasse in Deutsch und Mathematik (1.), die Einfl\u00fcsse von individuellen Merkmalen und Lernvoraussetzungen auf den Lernfortschritt (2.), der Einfluss der Klassenzusammensetzung auf die Leistungen (3.), die Benotung von Leistungen durch Lehrpersonen (4.) und der \u00dcbertritt in die Sekundarstufe I (5.).<\/p>\n<p>Hier die zentralen Ergebnisse aus der Brosch\u00fcre, welche auf der <a href=\"http:\/\/www.webcitation.org\/5zKhK4ysk\" target=\"_blank\">Homepage der Bildungsdirektion<\/a> heruntergeladen werden kann. Zum Weiterlesen auf den Button klicken &#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote>\n<ol>\n<li>Der gr\u00f6sste Teil der Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fcler befindet sich am Ende der 6. Klasse in Deutsch und Mathematik in den mittleren Leistungssegmenten. Eine relativ grosse Gruppe von Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fclern erbringt jedoch am Ende der 6. Klasse ungenu\u00fcgende Leistungen. In Deutsch sind es 17 Prozent, in Mathematik 18 Prozent. 8 Prozent der Lernenden geh\u00f6ren zu einer Risikogruppe, die sowohl in Deutsch als auch in Mathematik die Lehrplanziele nicht erreicht. Im Vergleich zum Ende der 3. Klasse ist dieser Anteil gestiegen. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass sich nach der 3. Klasse zwischen den Lernenden die Leistungsschere \u00f6ffnet. Der Anteil der Lernenden im mittleren Leistungssegment wird bis zum Ende der 6. Klasse geringer, der Anteil im sehr hohen bzw. sehr niedrigen Leistungsniveau steigt.<\/li>\n<li>Die unterschiedlichen Merkmale und Lernvoraussetzungen der Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fcler erkl\u00e4ren zu einem gewissen Teil, warum einige beim Lernen in der Primar schule schneller vorw\u00e4rtskommen und h\u00f6here Leistungen erzielen als andere. Von den verschiedenen Merkmalen erkl\u00e4rt vor allem die soziale Herkunft die unterschiedlichen Leistungen im Lesen, im Wortschatz und in Mathematik. Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fcler mit privilegierter sozialer Herkunft haben beim Schulbeginn in allen drei Bereichen einen Leistungsvorsprung, der bis zum Ende der 6. Klasse zunimmt. Es entsteht eine Leistungsschere entlang der sozialen Herkunft der Lernenden.<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzlich zu den individuellen Merkmalen beeinflussen auch Merkmale der Klasse wie die sprachliche und die soziale Klassenzusammensetzung die Leistungen der einzelnen Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fcler. Fu\u00fcr die Leistung der Einzelnen ist vor allem von Bedeutung, mit wie vielen Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fclern mit Deutsch als Erstsprache und wie vielen mit Deutsch als Zweitsprache sie in ihrer Klasse lernen. Je h\u00f6her der Anteil an Lernenden mit Deutsch als Zweitsprache, umso niedriger sind die Leistungen der Einzelnen in der Klasse. Die soziale Zusammensetzung der Klasse spielt hingegen fu\u00fcr die Leistungen der Einzelnen nur dann eine Rolle, wenn sehr viele Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fcler der Klasse aus einem sozial privilegierten Elternhaus kommen. In diesen Klassen erbringen die Lernenden h\u00f6here Leistungen.<\/li>\n<li>In die Benotung der einzelnen Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fcler fliessen neben den erbrachten Leistungen individuelle Merkmale, wie die soziale Herkunft oder die Erstsprache, ein. Trotz gleicher Leistungen in der Lernstandserhebung werden Lernende aus einem sozial benachteiligten Elternhaus und mit Deutsch als Zweitsprache tiefer bewertet als Lernende aus einem privilegierten Elternhaus und mit Deutsch als Erstsprache. Zudem werden Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fcler aus einem sozial benachteiligten Elternhaus tiefer benotet. Wenn diese Lernenden in einer leistungsstarken Klasse sind, werden sie zus\u00e4tzlich an einem strengeren Massstab gemessen. Abbildung 33 aus der Brosch\u00fcre (S. 31) zeigt, welche Effekte sich wie auf die Benotung auswirken (zum Verg\u00f6ssern aufs Bild klicken).<a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Abb.331.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-956\" title=\"Abb.33\" src=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Abb.331.png\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"200\" \/><\/a><\/li>\n<li>Beim \u00dcbertritt von der Primarschule in eine Abteilung der Sekundarschule bzw. ins Langgymnasium spielen neben den Leistungen und Noten der Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fcler auch ihre individuellen Merkmale eine Rolle. Besonders die soziale Herkunft der Lernenden hat einen Einfluss auf den \u00dcbertritt in die Sekundarstufe I. Lernende, die durch ihre soziale Herkunft benachteiligt sind, erbringen oft tiefere Leistungen und erreichen tiefere Noten als privilegierte Lernende. Ihre Benachteiligung wird beim Zuweisungsverfahren noch verst\u00e4rkt. Bei einem Notendurchschnitt von 4.5 werden sie eher der Abteilung B oder C zugewiesen, bei einem Notendurchschnitt von 5.5 eher der Abteilung A. Sozial privilegierte Lernende treten mit diesen Notendurchschnitten eher in die jeweils h\u00f6heren Leistungsniveaus u\u00fcber. Besonders der Zugang zum Langgymnasium ist fu\u00fcr sozial benachteiligte Schu\u00fclerinnen und Schu\u00fcler erschwert.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote>\n<p>Das Forschungsteam stellt in der Brosch\u00fcre sehr \u00fcbersichtlich dar, welche Schlussfolgerungen nun aus diesen Ergebnissen gezogen werden k\u00f6nnen (vgl. S. 39). Hier die wichtisten Stichworte:<\/p>\n<ul>\n<li>Leistungsschere mit unterrichtsnahen Massnahmen verkleinern<\/li>\n<li>Klar beschreiben, was Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen und wisen m\u00fcssen<\/li>\n<li>Sozial benachteiligte Lernende besonders unterst\u00fctzen<\/li>\n<li>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Deutsch als Zweitsprache f\u00f6rdern<\/li>\n<li>Eltern als Bildungspartner anerkennen<\/li>\n<li>Mehr Gerechtigkeit bei der Benotung walten lassen, besonders beim \u00dcbertritt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dies sind klare Forderungen! Sicher nicht einfach umsetzbar in der Schulpraxis, aber auch nicht unm\u00f6glich \ud83d\ude09 Gespannt sein kann man jedenfalls auf die dritte Lernstandserhebung dieser Kohorte im Jahr 2012, dann am Ende der Sekundarstufe I.<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Homepage der <a href=\"http:\/\/www.webcitation.org\/5zKhK4ysk\" target=\"_blank\">Bildungsdirektion<\/a> mit allen Downloads (Permalink)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kathrinfutter.ch\/kf\/texte\/110610_NZZ:Schulleistungen.pdf\" target=\"_blank\">Zeitungsartikel<\/a> in der NZZ<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kathrinfutter.ch\/kf\/texte\/Lernstandserhebung_6KlasseZH_Broschuere.pdf\" target=\"_blank\">Brosch\u00fcre<\/a> mit den wichtigsten Resultaten<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. 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