{"id":708,"date":"2010-12-28T09:53:32","date_gmt":"2010-12-28T08:53:32","guid":{"rendered":"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/?p=708"},"modified":"2011-02-26T13:43:34","modified_gmt":"2011-02-26T12:43:34","slug":"drei-buchtipps-der-neuen-zurcher-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/drei-buchtipps-der-neuen-zurcher-zeitung","title":{"rendered":"Drei Buchtipps der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung"},"content":{"rendered":"<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_708 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_708')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_708').socialSharePrivacy({\"txt_help\":\"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an Facebook, Twitter, Flattr, Xing, t3n, LinkedIn, Pinterest oder Google eventuell ins Ausland \\u00fcbertragen und unter Umst\\u00e4nden auch dort gespeichert. 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Nur schon das Bild im Artikel ist ansprechend: Die Visuallisierung des Quellcodes der Yahoo-Webseite mit der Frage verbunden: Ist die Freiheit in der elektronischen Wolke grenzenlos?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/E8A0B6E0-D430-4461-B9BD-3FD19DD41F71.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-709\" title=\"E8A0B6E0-D430-4461-B9BD-3FD19DD41F71\" src=\"http:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/E8A0B6E0-D430-4461-B9BD-3FD19DD41F71.jpg\" alt=\"\" width=\"470\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/E8A0B6E0-D430-4461-B9BD-3FD19DD41F71.jpg 671w, https:\/\/kathrinfutter.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/E8A0B6E0-D430-4461-B9BD-3FD19DD41F71-300x223.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><\/a><\/p>\n<address>\n<\/address>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bildquelle:<\/p>\n<p>NZZ vom 28.12.2010 (S. 41), Christian Rekoff \/ Science Photo Library \/ Keystone<\/p>\n<address>\n<\/address>\n<p>Justus Wenzel stellt im Artikel dann die folgenden drei B\u00fccher vor:<\/p>\n<ul>\n<li>Nicholas Carr: Wer bin ich, wenn ich online bin, und was macht mein Gehirn sol lange? Wie das Internet unser Denken ver\u00e4ndert. M\u00fcnchen: Verlag Carl Blessing.<\/li>\n<li>Viktor Mayer-Sch\u00f6nberger: Delet. Die Tugend des Vergesssens in digitalen Zeiten. Berlin: Berlin University Press.<\/li>\n<li>Jaron Lanier: Gadget. Warum die Zukunft uns noch braucht. Berlin: Suhrkamp-Verlag.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der ersten Buchbeschreibung von Wenzel interessant fand ich den Gedanken, dass das menschliche Gehirn ja nicht linear arbeitet, sondern vernetzt und assoziativ und deshalb das computergest\u00fctzte Lesen mithilfe von Hyperlinks das Lesen erleichtern und das &#8222;Leseerlebnis&#8220; bereichern w\u00fcrde. Carr argumentiert, dass Letzteres wohl der Fall sein werde, Ersteres jedoch \u201c wie Untersuchungen zeigen \u201c nicht. Denn Probanden, die eine Geschichte in herk\u00f6mmlichem &#8222;linearen&#8220; Textformat lesen, sind nicht nur schneller, sondern sie begreifen auch das, was sie gelesen haben markant besser. Interessant w\u00e4re hier zu wissen, ob dies auch f\u00fcr das lineare Lesen am Computer gilt? Viele Fachtexte lese ich mittlerweile am Bildschirm und frage mich manchmal ebenfalls, ob ich sie genau so gut verstehe wie wenn sie ausgedruckt vor mir liegen?<\/p>\n<p>Beim zweiten Buch erinnert der Autor (Mayer-Sch\u00f6nberger) angesichts der Gefahren der automatisierten Datenspeicherung an die &#8222;Tugend des Vergessens&#8220;. Es geht es darum, dass das Erinnern resp. das Speichern unaufwendiger und billiger geworden ist in Zeiten des Internets als das Vergessen. Er schl\u00e4gt vor, dass alle Informationen, die in das digitale Gehirn aufgenommen werden, mit einem Verfalldatum versehen sind resp. sein m\u00fcssen. Spannder Gedanke \ud83d\ude09 Ob sie sich dann irgendwann in elektronischen Staub aufl\u00f6sen?<\/p>\n<p>Im dritten Buch schreibt Jaron Lanier ein Essay \u00fcber den Zustand der real existierenden &#8222;virteullen&#8220; Welt. Hier scheint mir der Gedanke anregend, dass die Idee des frei vernetzten, kreativen Individuums and die neuen, tendenziell totalit\u00e4ren Kollektive und &#8222;Schw\u00e4rme&#8220; verraten werde. Gemeint sind wahrscheinlich &#8222;Schw\u00e4rme&#8220; wie Facebook und Co. und tats\u00e4chlich ist dies ein nachdenklich stimmender Gedanke: Sind die sozialen, digitalen Netzwerke in der Tendenz totali\u00e4r ausgerichtet und lassen sie den einzelnen Mitgliedern Freiheit und Kreativit\u00e4t?<\/p>\n<p>Der ganz Artikel von Uwe Justus Wenzel kann <a href=\"http:\/\/www.kathrinfutter.ch\/kf\/texte\/101228_NZZ_Internetzeitalter.pdf\" target=\"_blank\">hier<\/a> gelesen werden. Die obigen Ausschnitte stammen aus diesem Artikel.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der heutigen Ausgabe der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung (NZZ) finden sich drei Buchtipps zum Internetzeitalter. 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