Wissenschafts- und/oder Wissensblog?

Angeregt durch die Blogeintrag von Matthias Rohs (hier), studierte ich dieser Idee eines Gütesiegels bezüglich Wissenschaftsblogs etwas nach und stiess dann auch auf folgenden Blog von Monika Armand (hier), welcher sich zum Thema setzt, darüber zu reflektieren, was (gute) Wissenschaftsblogs sind resp. welche Faktoren diese kennzeichnen. Nun scheint dies gar nicht so einfach zu sein und für mich als „Novizin“ in diesem Genre eine gute Einstiegsfrage. Denn: Auch ich überlege mir ja, worüber ich bloggen soll, welche Inhalte sinnvoll sind, wer überhaupt die Einträge liest und ob das Ganze sich nicht eher im Rahmen des persönlichen Wissensmanagement abspielt.

Reinmann und Bianco stellen auf S. 7 ihres Arbeitsberichts 17 (Februar 2008, Konzeptpapier) «Knowledge Blogs zwischen Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit» die Frage, ob allenfalls jede und jeder für sich selbst das Bloggen erfinden muss? Mir scheint dazu die von den Autorinnen vorgeschlagene Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan (1985, 1993) sehr geeignet, einen theoretischen Rahmen für die eigene Blog-Tätigkeit zu sein: Denn genau die „basic needs“ nach Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit förderten auch meine intrinsische Motivation einen Blog zu eröffnen – angeregt durch Vorbildern, aber nun auf eigenen Wegen (vgl. About). Würde ich dazu gezwungen werden, wäre meine Motivation bestimmt viel kleiner! Wahrscheinlich bewege ich mich in einer Grauzone zwischen „Wissensblog“ und „Wissenschaftsblog“: Einerseits bin ich als Person (welche ihr persönliches Wissen managen möchte) an zwei Universitäten tätig und dies sind Orte, die als genuine Wissensorganisationen bezeichnet werden können. Also Wissens- und Wissenschaftsblog – so die vorläufige Bezeichnung von „Bildungsfutter“. 

Quellen: 

  • Decy, E.L. & Ryan, R.M. (1985). Intrinsic motivation and self-determination in human behavior. New York: Plenum.
  • Deci, E. L., & Ryan, R. M. (1993). Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation und ihre Bedeutung für die Pädagogik. Zeitschrift für Pädagogik, 39, 223-238.
  • Reinmann, G. & Bianco, T. (2008). Arbeitsbericht 17: Knowledge Blogs zwischen Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit. Februar 08 (Konzeptpapier). Download: www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_17.pdf

Dieser Beitrag wurde unter Diverses, Medienpädagogik abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Kommentare zu Wissenschafts- und/oder Wissensblog?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*