Digital Higher Education Leadership – HEM – FOCUS-Seminar

Zwei Tage (27./.28.8.18) hatte ich dich Gelegenheit ein Focus Seminar von HEM (Higher Education Management) zu besuchen. Dies zum Thema „Digital Leadership“. Das Seminar fand in Hamburg statt und wir verbrachten 1.5 Tage an der Hafencity Universität und einen auf dem on-campus in Lübeck.

Der Auftakt in Hamburg wurde von Ralph Müller-Eiselt der Bertelsmann Stiftung gemacht, indem er sich zum Thema „Die Digitale Bildungsrevolution – wie sich Lehren und Lernen radikal wandeln und was Hochschulen strategisch tun können“ äusserte. Die Kernbotschaft des Referats lautete, dass die Digitalisierung kein neues Problem ist, sondern Teil der Lösung! Sie löst Probleme der Bildung: Verbesserter Zugang, weniger Abbrüche, besseres Matching, dadurch weltweit mehr und gerechtere Teilhabe!

Danach wurden wir von Gesa Ziemer (Vizerektorin Forschung) ins Konzept der Profil-Universität Hamburg eingeführt. Und zwar hauptsächlich ins City Science Lab. Hamburg verfügt über eine Strategie „Digitale Stadt“ und wird als „living laboratory“ für digitale Urbanisierung angesehen. Deshalb sind auch die Forschungsschwerpunkte des Lab ganz auf die Partizipation ausgelegt: Entwickeln digitaler Werkzeuge und Methoden für mehr Beteiligung von BürgerInnen in der Stadtentwicklung.

Zwei Projekt fand ich besonders spannend:

  • FindingPlaces
    Zur Zeit, als sehr viel Flüchtlinge nach Hamburg kamen waren alle in Zelten am Bahnhof untergebracht. Es kam eine Anfrage ans CityScienceLab, ein urbanes Modell zur Identifizierung von Plätzen für Flüchtlinge zu generieren. Es brauchte also temporäre Bauten auf öffentlichen Plätzen. Die Bürger/-innen wurden mittels kartographierten Karten einbezogen. Wo könnte man Container aufstellen?
  • SmartSquare
    Revitalisierung des Hamburger Domplatzes mittels digitalem kulturellen Storytelling, Datenanalyse, Simulation und Service-Szenario: Welche Möglichkeiten gibt es?

Ich war beeindruckt von diesen innovativen und partizipativen Projekten!

Am Nachmittag stand ein anregender Workshop mit Sönke Knutzen auf dem Programm. Einen Input von ihm habe ich am Netzwerk Lehre bereits einmal gehört und hier darüber berichtet. In Hamburg stellte er uns die HOOU vor: die Hamburger open online Universität.

Auch dieses Projekt steht im Zusammenhang mit der Strategie „Digitale Stadt“, welche der Hamburger Senat Anfang 2015 beschlossen hat, um die Digitalisierungsprozesse der Hansestadt zu bündeln und Strukturen dafür zu schaffen. Für den Bereich der Bildung steht hierbei die Hamburg open online University (HOOU). Dieses hochschulübergreifende Projekt wird durch das Netzwerk aus den sechs staatlichen Hamburger Hochschulen mit der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, der Senatskanzlei sowie dem Multimedia Kontor Hamburg getragen.

Die Kernbotschaft seines Vortrags lautete: „Kann Digitalisierung das Lehren und Lernen besser machen? Das ist nicht die zentrale Frage, sondern: Was brauchen unsere Abgänger/-innen für Kompetenzen, um in einer digitalisierten Welt arbeiten zu können?“

Am Dienstagvormittag stand ein Vortrag von Svenja Hofert auf dem Programm. Hier ging es um Digital Leadership: Weshalb wir bei der Führung umdenken müssen und agile Tool-Kosmetik nicht ausreicht. Vor allem mitgenommen habe ich einige Begriffsbestimmungen und Grundannahmen:

Nicht fehlen im Programm durfte natürlich, dass wir einige digitale Tools ausprobierten. Für mich neu waren: Zoom und MURAL.

Die Videokonferenzsoftware Zoom ermöglicht die Durchführung von Videokonferenzen, an denen Konferenzpartner über unterschiedliche digitale Endgeräte teilnehmen. Zum Beispiel über eine professionelle Videokonferenzanlage, eine Desktop- oder Mobile App.

Der Cloud-Service Mural ermöglicht das gemeinsame Brainstormen, die Ideenentwicklung sowie die visuelle Zusammenarbeit auf einem virtuellen Whiteboard.
Mural unterstützt die Kollaboration mit Post-it‘s, Formen, Icons und Stiften. Zudem besteht die Möglichkeit, Bilder und Videos einzubinden sowie vorgefertigte Frameworks und Canvas als Vorlage zu verwenden. Zudem sind die Whiteboards als PDF oder JPG exportierbar.

Am Dienstag Nachmittag fuhren wir nach Lübeck und besuchten den oncampus der Fachhochschule Lübeck. Eine Fachhochschule, die – im Verbund mit anderen Fachhochschulen – einige BA- und MA online anbietet. Wir konnten die Produktion der Module verfolgen. Vom Skript des Autors/der Autorin bis zum fertigen Selbstlernmodul oder MOOC. War spannend!

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